(Quelle: Wikipedia)
Marineunteroffizierschule
— MUS —
Verbandsabzeichen (Wappen)
Aufstellung1956
LandDeutschland
StreitkräfteBundeswehr
TeilstreitkraftMarine
TypSchule der Marine
UnterstellungMarinekommando
StandortPlön, Putlos
Leitung
KommandeurKapitän zur See Matthias Kähler

Die Marineunteroffizierschule (MUS) in Plön ist die Unteroffizierschule der deutschen Marine. Sie untersteht dem Abteilungsleiter Personal, Ausbildung, Organisation im Marinekommando in Rostock.

Geschichte

In der ersten Zeit der neu aufgebauten Bundesmarine fand die Unteroffizierausbildung der Marine zunächst seit 1956 in Cuxhaven und von 1957 bis 1960 in Eckernförde statt. Die besagte Unteroffizierschulung wurde schließlich 1960 in die Kaserne Ruhleben in Plön (direkt am Großen Plöner See) verlegt.

(Quelle: Wikipedia)

Diese Kaserne wurde 1938 errichtet und von einer Marineunteroffizier-Lehrabteilung übernommen. Nach Kriegsende diente sie bis 1948 der Britischen Armee als Headquarters Schleswig-Holstein, danach diente die Kaserne als Internat für Kinder der Britischen Streitkräfte (King Alfred School und Windsor Girls School).

Am 2. Januar 2018 wurde am Standort Putlos (Wagrien-Kaserne) eine zur MUS gehörige 7. Inspektion aufgestellt. Sie soll im Zuge der Trendwende Personal sukzessiven Kräfteaufwuchs ermöglichen, und ist insbesondere mit der Durchführung der Einsatzlandunspezifischen Ausbildung (ELUSA), zusätzlicher Schießausbildung, sowie der infanteristische Ausbildung der Offiziersanwärter beauftragt. Erster Inspektionschef wurde Kapitänleutnant Siegfried.

Auftrag

Ziel der Ausbildungs- und Erziehungsarbeit ist es, einen Vorgesetzten zu formen, dessen Denken und Handeln sich an den Prinzipien unserer Verfassung, an Recht und Gesetz, ausrichten. Dieser Vorgesetzte muss Soldaten führen und ausbilden können und sich mit der Aufgabe als Kamerad, Vertrauens- und Bezugsperson identifizieren wollen. Das bedeutet: Der militärische Unterführer muss die Grundsätze der inneren Führung anwenden können. Er muss Haltung und Pflichterfüllung vorleben können und sich aus innerer Überzeugung mit seinen Soldatenberuf identifizieren. Aber auch die bereits in der Truppe bewährten und erfahrenen Portepéeunteroffiziere ab Hauptbootsmann haben die Möglichkeit zur Weiterbildung. So werden für diesen Personenkreis regelmäßig vierwöchige Weiterbildungsseminare angeboten, um sie mit Neuerungen, Veränderungen oder auch mit Grundsatzerwägungen der Marineführung vertraut zu machen. Heute werden die Laufbahnlehrgänge zum Maat, zum Bootsmann, zum Maaten der Reserve und zum Bootsmann der Reserve und militärische Grundausbildungen der Deutschen Marine durchgeführt.

Gliederung

(Quelle: Wikipedia)

Traditionelles Abpullen eines scheidenden Kommandeurs mit einem Marinekutter vom Bootshafen der MUS aus

  • Kommandeur

– Verwaltung – Controlling

  • Schulstab
    • S1 Personal
    • S2 Sicherheit
    • S3 Organisation
    • S4 Logistik
    • S6 IT/CIS
    • Schulkompanie
  • Lehrgruppe A
    • Kommandeur LehrGrp A (LA)
    • 1. Inspektion (Bootsmannlehrgang, Gruppenführerlehrgang)
    • 2. Inspektion (Bootsmannlehrgang, Gruppenführerlehrgang)
    • 3. Inspektion (Maatenlehrgang, Maatenlehrgang der Reservisten)
    • 4. Inspektion (Maatenlehrgang, )
  • Lehrgruppe B
    • Kommandeur LehrGrp B (LB) :
    • 6. Inspektion (AGA VR 61, 63, 73 und 76)
    • 7. Inspektion (Standort Putlos, Wagrien-Kaserne; AGA VR 34, 37, 76 und Bootsmannanwärter, Infanteristische Ausbildung der Offizieranwärter)
    • 8. Inspektion (AGA VR 62 und Fachausbildung VR 76)
    • außerdem zugeordnet: VIII. / Logistikschule der Bundeswehr (nicht der Marineunteroffizierschule unterstellt)
  • Lehrgruppe Ausbildung
    • Kommandeur LehrGrp Ausb
    • Lehrgangssteuerung
    • Lehrgangsbeauftragte
      • Gruppe Fachlehrer
      • Übungsanlagen
    • Fachbereiche
    • Bibliothek

Ausbildung

Unteroffizierausbildung

Im Wesentlichen werden hier Maaten und Bootsleute der Marine allgemeinmilitärisch für ihre zukünftigen Aufgaben als Vorgesetzte ausgebildet. In den hauptsächlich praktischen Fächern, wie

  • Formaldienst
  • Wachdienst
  • Handwaffen- und Schießausbildung
  • Praktische Seemannschaft (Kutterpullen und Segeln)
  • Sport (auch Sporttheorie)
  • Sanitätsausbildung

werden in erster Linie Teamfähigkeit, Vorgesetztenverhalten und militärische Grundkenntnisse geschult.

Vorwiegend theoretische Inhalte werden in

  • Menschenführung
  • Methodik der Ausbildung (inklusive Lehrprobe)
  • Politische Bildung
  • Wehrrecht und Soldatische Ordnung

vermittelt. Im Rahmen dieser Ausbildung werden sowohl die theoretischen und pädagogischen Fähigkeiten des zukünftigen Vorgesetzten geschult, als auch Aspekte des rechtlichen Rahmens und des Völkerrechts unterrichtet.

Allgemeine Grundausbildung

An der MUS absolvieren auch Rekruten ihre Grundausbildung. Ausgebildet werden Matrosen der Verwendungsreihen:

  • 34 Kampfschwimmer
  • 37 Minentaucher
  • 61 Stabsdienst
  • 62 Verpflegungsdienst
  • 63 Materialbewirtschaftung
    • 63 10 Materialbewirtschaftung SKB
  • 73 Kraftfahrdienst
  • 76 Marinesicherungsdienst

Die Ausbildung besteht in allen Fällen aus der „Grünen Ausbildung“ der Streitkräftebasis, einer landverwendungsorientierten Ausbildung.

Des Weiteren werden seit August 2008 alle Bootsmannanwärter zentral bei der 7. Inspektion zusammen ausgebildet.

Weitere Ausbildung

  • Zeitweise werden und wurden von der Marineunteroffizierschule auch Offizieranwärter ausgebildet. So fand an der MUS zeitweise die Grundausbildung von Offizieranwärtern statt. Heute absolvieren die Offizieranwärter der Marine, die ihre restliche Ausbildung an der Marineschule Mürwik erhalten, hier einen Teil der Grundausbildung sowie die etwa dreiwöchige Infanteristische Basisausbildung. Diese Ausbildung wird vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr durch wissenschaftliche Studien fortlaufend untersucht.
  • Seit 2007 findet an der MUS zusätzlich die Ausbildung der Köche der Marine, den sogenannten Smuts, statt. Hierzu wurde eine Lehrküche neu errichtet. Diese Ausbildung wurde zuvor an der Marineversorgungsschule durchgeführt.

Quelle: Wikipedia

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