• Einsatzgruppenversorger "Berlin" kehrt mit besonderem Rekord aus der Ägäis zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 17. September 2020 um 10 Uhr, kehrt der Einsatzgruppenversorger (EGV) "Berlin" nach über fünf Monaten aus der NATO-Unterstützungsmission in der Ägäis in seinen Heimathafen Wilhelmshaven zurück.

    Anfang April hatte die "Berlin" unter dem Kommando von Fregattenkapitän Stefan Klatt (51) Wilhelmshaven verlassen, um sich in der Ägäis der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) anzuschließen. Die Standing NATO Maritime Group 2 besteht in der Regel aus mehreren Zerstörern und Fregatten sowie einem Versorgungsschiff der Flotten verschiedener NATO-Mitgliedsstaaten - darunter immer ein Schiff aus Deutschland. Mit diesen Marineschiffen sind die Hauptfähigkeiten des Verbands vor allem Kontrolle und Schutz strategisch wichtiger Seewege.

    In der Ägäis hat die Besatzung eng mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (Frontex) zusammengearbeitet. Hauptaufgabe des EGVs war hierbei die Erstellung eines Lagebildes in der Ägäis.

    Einen ganz besonderen Rekord hat die Besatzung mit ihrem Einsatz auch aufgestellt. Sie haben die längste Zeit an Bord ohne Landgang in der Geschichte der Deutschen Marine verbracht. "Klar, im Vordergrund steht die Freude, wieder zu Hause zu sein. Immerhin haben wir aufgrund der Pandemie fünfeinhalb Monate in Isolation von der Außenwelt verbracht. Ich bin sehr stolz auf eine Besatzung die das diszipliniert und gelassen hinbekommen hat - und erstklassige Arbeit geleistet hat", so Kommandant Klatt stolz.

    Die "Berlin" hat in der NATO-Unterstützungsmission im Ägäischen Meer insgesamt über 36.000 Seemeilen zurückgelegt.

    Hintergrundinformation

    Eine Einsatzgruppe der SNMG 2 wird im Ägäischen Meer zwischen dem türkischen und griechischen Festland eingesetzt. Sie steht unter Führung eines deutschen Kapitäns zur See an Bord eines deutschen Schiffes. Derzeit besteht sie aus vier bis sieben Schiffen. Die Schiffe operieren sowohl auf hoher See als auch seit März 2016 in den Hoheitsgewässern beider Staaten.

    Die SNMG 2 ist einer von vier ständigen Marine - Einsatzverbänden der NATO. Die Mitgliedsländer entsenden Schiffe für sechs bis zwölf Monate, die Führung rotiert zwischen den Nationen. Die Verbände stehen der Allianz als maritime Reaktionskräfte zur Verfügung, zeigen Präsenz, nehmen an multinationalen Manövern teil oder werden zeitweise der Operation Sea Guardian unterstellt.

    Der Verband entstand 1992 unter dem Namen "Standing Naval Force Mediterranean"; 2005 wurde sie in Standing NATO Maritime Group 2 umbenannt.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Einsatzgruppenversorger 'Berlin' kehrt mit besonderem Rekord aus der Ägäis zurück" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Donnerstag, den 17. September 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Heppenser Groden, Alfred-Eckhardt-Straße 1, 26384 Wilhelmshaven (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät). Alle Medienvertreter treffen sich vor der Hauptwache und werden dort abgeholt.

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 16. September 2020, 15 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Corona-Lage wird es nicht möglich sein, mit Besatzungsmitgliedern zu sprechen. (Telefonische) Interviews können im Voraus mit dem Kommandanten geführt werden. Sollte dies gewünscht sein, bitten wir um Kontaktaufnahme mit der Pressestelle Wilhelmshaven.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven
    Tel.: +49 (0) 4421 68 5800/5801
    E-Mail: markdopizpressestellewhv@bundeswehr.org

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  • Einsatz UNIFIL - Rostocker Korvette sticht in See

    Warnemünde (ots) - Am Dienstag, den 15. September 2020 um 11.30 Uhr, wird die Korvette "Magdeburg" den Heimathafen Warnemünde verlassen und sich mit ihrer 60-köpfigen Besatzung auf den Weg nach Limassol (Zypern) begeben.

    Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Thorsten Schäfer (44), wird die Besatzung "Echo" die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" und die Besatzung "Delta" im Einsatzgebiet zwischen Zypern und dem Libanon ablösen. Doch bis dahin stehen den Marinesoldaten erst einmal eine zweiwöchige Isolation an Bord bevor. "In Zeiten der COVID-19-Pandemie bestehen verschärfte Landgangsbedingungen im Einsatzland. Aus diesem Grund haben wir alle Soldaten kurz vor dem Auslaufen auf die COVID-19 Erkrankung getestet und bleiben bis zum Einlaufen im Einsatzgebiet in der vorgeschriebenen Quarantäne", erklärt der Kommandant, Fregattenkapitän Schäfer.

    Doch das ist nicht die einzige Herausforderung die der Besatzung im kommenden Einsatz bevorsteht. "In erster Linie werden wir unserer Hauptaufgabe, den Seeraum vor Ort zu überwachen, nachkommen. Das bedeutet, dass wir in enger Zusammenarbeit mit allen anderen an der UN-Mission beteiligten Nationen und den libanesischen Behörden sowie der Libanesischen Marine den Seeverkehr beobachten. Sollten uns Schiffe und Boote verdächtig vorkommen, ist es unsere Aufgabe, mit gezielten Abfragen und Überprüfungen ein sicheres Seegebiet herzustellen. Doch wir wollen auch weiterhin die Libanesische Marine im Küstenschutz ausbilden. Aufgrund der jüngsten innenpolitischen Ereignisse, zugespitzt nach der Explosion im Beiruter Hafen, sind Erfolg und Durchführbarkeit von Ausbildungen für die Libanesische Marine jedoch eingeschränkt", so Schäfer weiter.

    Vor Ort wird die Korvette der brasilianischen Führung unterstellt und gemeinsam mit Schiffen aus Brasilien, Griechenland, Bangladesch, Indonesien und der Türkei ihren Beitrag an der UN-Mission im Mittelmeer leisten. Die Besatzung wird Februar 2021 wieder in der Heimat zurückerwartet.

    Hintergrundinformationen

    Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10.500 Mann stark und kommen aus rund 40 Nationen.

    Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel von See zu verhindern. Der Maritime Einsatzverband UNIFIL war der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen - deutsche Schiffe und Boote operieren von Beginn an in diesem Verband. Die Schiffe unterbinden Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon und tragen so zu Stabilität und Sicherheit in der Region bei. Die Libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich außerdem seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Einsatz UNIFIL - Rostocker Korvette sticht in See" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Bitte beachten Sie alle geltenden Vorschriften zur Vermeidung einer COVID-19-Infektion.

    Termin:

    Dienstag, den 15. September 2020. Eintreffen bis spätestens 10.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Warnemünde, Hohe Düne 30, 18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    10.50 Uhr Besatzung "Echo" an Bord und Abordnung 1.Korvettengeschwader auf Versorgungspier angetreten

    anschl. Ansprache Vertreter Einsatzflottille 1, Kapitän zur See Nicolas Liche

    11.15 Uhr Besatzung geht auf Manöverstation

    anschl. Nationalhymne (kein Mitsingen)

    11.30 Uhr Manöveranpfiff mit Musikstück "Wir sind Kameraden zur See"

    anschl. Auslaufen mit Auslauflied der Besatzung

    anschl. Verschuss Signalmunition

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 14. September 2020, 14.00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Warnemünde

    Tel.: +49 (0)381 636 2170
    E-Mail: markdopizastwarnemuende@bundeswehr.org

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  • Marineflieger aus Nordholz starten Richtung Afrika

    Nordholz (ots) - Am Donnerstag, den 10. September 2020, verlegt ein deutscher Seefernaufklärer des Typs P-3C "Orion" vom Marinefliegerstützpunkt Nordholz erneut nach Dschibuti. Bis kurz vor Weihnachten werden etwa 50 Soldaten aus dem Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" Teil der EU-geführten Mission "Atalanta" sein. Im Schnitt wird die "Orion", mit dem Spitznamen "Jester", alle zwei Tage seine Triebwerke anwerfen. Die Einsatzflüge dauern etwa acht Stunden, indem der Golf von Aden sowie die angrenzenden Gewässer des Indischen Ozeans überwacht werden.

    Die deutschen Marineflieger tragen bereits seit 2008 einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Piraterie und zur Sicherheit der Schifffahrtswege am Horn von Afrika bei. Der Seefernaufklärer ist mit hochmoderner Sensorik ausgerüstet und liefert wichtige Aufklärungsergebnisse aus der Vogelperspektive. Mit Hilfe des Radars können sämtliche Schiffsbewegungen im Einsatzgebiet erfasst werden. Per Datentransfer kann ein aktuelles Lagebild dann an die Schiffe im Einsatzgebiet weitergeben werden. Ein großer Vorteil, denn verdächtige Schiffe können so schneller geortet und bei Bedarf verfolgt und gestellt werden.

    Der Kontingentführer Fregattenkapitän Sascha Siemer (46) ist mit seinen Soldaten bereits vor Ort, um den Empfang der P-3C vorzubereiten. Als verantwortlicher Offizier übernimmt er eine große Verantwortung. "Wir Marineflieger stellen mittlerweile das 31. Einsatzkontingent. Die Corona-Epidemie hat die Welt fest im Griff: Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und eine Vielzahl von Einschränkungen bestimmen den Alltag. Dieser besonderen Herausforderung stehen auch wir in Dschibuti gegenüber. Der uns so vertraute Einsatz hat an Komplexität hinzugewonnen. Das Einhalten der Verhaltensregeln ist für alle Kontingentangehörigen von extremer Wichtigkeit. Den Willen und das notwendige Engagement sehe ich ganz deutlich. Denn die Devise lautet, nur ein gesundes Team kann den anspruchsvollen Auftrag erfüllen", so Fregattenkapitän Siemer.

    Hintergrundinformationen

    Am Horn von Afrika entführten Piraten zahlreiche Schiffe, um Lösegeld für Besatzung, Schiff und Ladung zu erpressen. Die Piraten beeinträchtigten damit die Sicherheit der See- und Handelsrouten erheblich. Die Schiffe und Flugzeuge der Europäische Union schützen seitdem die Konvois des Welternährungsprogramms nach Somalia. Sie sichern die für die Mission der Afrikanischen Union in Somalia (African Union Mission in Somalia) bestimmten Transporte. Dabei bekämpfen und verhindern sie die Piraterie auf See, schützen Seeleute und ermöglichen dem Schiffsverkehr eine sichere Passage auf den Haupthandelsrouten und leisten einen Beitrag zur Überwachung der Fischereitätigkeiten vor der Küste Somalias.

    Die Deutsche Marine stellt seit Beginn der Operation Schiffe, wie zum Beispiel Fregatten, Einsatzgruppenversorger, Korvetten beziehungsweise Seefernaufklärungsflugzeuge vom Typ P-3C "Orion". Hinzu kommt das Personal im Unterstützungselement Atalanta, das den logistischen Abstützpunkt der Mission in Dschibuti und damit für die Kriegsschiffe einen "zweiten Heimathafen" im Einsatzgebiet betreibt. Das Hauptquartier der Operation befindet sich in der Rota, Spanien, wo ebenfalls deutsche Soldaten ihren Dienst verrichten.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Nordholz
    Tel.: +49 (0) 4741-94-10970
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  • Deutsche Marine startet nationale Verbandsübung in der Ostsee

    Rostock (ots) - Vom 31. August 2020 bis zum 7. September 2020 findet in der westlichen Ostsee das Manöver "German Exercise 2020 (GEREX)" statt.

    Die multinationale Übung "Northern Coasts" (NOCO) musste dieses Jahr aufgrund der COVID-19 Pandemie und der dadurch resultierenden begrenzten Beteiligung ausländischer Marinen abgesagt werden. Daraufhin entschied sich der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause (63), eine vorwiegend nationale Übung zu generieren, mit dem Ziel, die Einsatzbereitschaft der Besatzungen im Verbandsrahmen zu stärken. GEREX umfasst dabei Einzelausbildungen sowie taktische Verbandsübungen die Schiffstypen übergreifend stattfinden. Insgesamt werden dabei Schiffe und Boote aus beiden Einsatzflottillen und ebenso die Marineflieger teilnehmen.

    Die Ostsee ist aufgrund der Geographie mit vielen Meerengen und Inseln sowie geringen Wassertiefen ein besonders anspruchsvolles Operationsgebiet. Hier muss jeder einzelne Marinesoldat sein Handwerk im Detail beherrschen. Die Ostsee wird aus dem maritimen Blickwinkel auch als "die nasse Flanke" des Operationsgebietes der Deutschen Marine bezeichnet. Die dortigen Seewege sind für die Marine und ihre Partner von großer Bedeutung.

    Hauptakteure des Manövers werden das Minenjagdboot "Homburg", der Tender "Werra", das Unterseeboot U33, ein Boardingteam des Seebataillons, eine P-3C "Orion" und die beiden Hubschrauber "Sea King" und "Sea Lynx" sein. Kurzzeitig werden auch die Fregatte "Nordrhein-Westfalen" und der NATO-Verband Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1) zur Übung dazu stoßen. Des Weiteren wird sich das Minenjagdboot "Ugandi" der Estnischen Marine dem Manöver anschließen.

    Hintergrundinformationen

    Northern Coasts:

    Das Manöver "Northern Coasts" wurde 2007 von der Deutschen Marine ins Leben gerufen und wird mit NOCO abgekürzt. Es ist die Schwerpunktübung des Inspekteurs der Deutschen Marine. Jährlich wechselnd sind Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland für die Durchführung verantwortlich. Von den teilnehmenden Nationen sind Schweden und Finnland die beiden Länder, die nicht dem Nordatlantik-Bündnis, aber der EU angehören. Zusätzlich sind die Schweiz und Österreich jeweils mit einem Soldaten vertreten.

    Technische Details zu den Einheiten der Deutschen Marine:

    https://www.bundeswehr.de/de/ausruestung-technik-bundeswehr/seesysteme-bundeswehr

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Dezernat Pressearbeit
    Tel.: +49 (0)381 802 51520/51521/51516
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  • Umzug nach Kiel - Tender "Donau" bekommt neuen Heimathafen

    Warnemünde (ots) - Am Montag, den 31. August 2020 um 10 Uhr, verlässt der Tender "Donau" den Marinestützpunkt Warnemünde, um zu seinem neuen Heimathafen Kiel zu verlegen. Nach einer Stationierungsentscheidung wird die Stadt am Nord-Ostsee-Kanal das neue zu Hause des Versorgungsschiffes.

    Im November 1994 wurde die "Donau" in Warnemünde in Dienst gestellt. Damals wie heute, diente das mehr als 3.000 Tonnen schwere Schiff zur Versorgung von in See stehenden Einheiten - das soll auch so bleiben. Einziger Unterschied: die "Donau" und ihre rund 70 Besatzungsmitglieder leisten ihren Dienst ab sofort von Kiel aus.

    Die "Donau" ist einer von fünf Tendern der Elbe-Klasse, welche seit 2016 dem Unterstützungsgeschwader in Kiel unterstellt sind. Seit ihrer Indienststellung wurden die Tender "Donau" und "Elbe" zur Unterstützung von Schnellbooten und später von Korvetten in Warnemünde stationiert.

    "Wir werden zum letzten Mal aus dem seit nunmehr 26 Jahren bestehenden Heimathafen Warnemünde auslaufen. Für die größtenteils in Rostock sehr stark verwurzelte Besatzung, wird dies ein ganz besonderer und sicherlich sehr emotionaler Moment werden, da dies auch große persönliche Veränderungen mit sich bringen wird.", erklärt der Kommandant der "Donau", Korvettenkapitän Bernd Abshagen (40).

    Nach dem Auslaufen verlegt die "Donau" zunächst in ein Arsenal, um sich dort auf eine bevorstehende, routinemäßige Werftliegezeit vorzubereiten.

    Hintergrundinformationen

    Der Tender "Donau" ist einer von sechs (fünf gehören zum Unterstützungsgeschwader und einer zum Ubootgeschwader) Tendern der Deutschen Marine. Kernauftrag des Verbandes ist die flexible technische und logistische Unterstützung der Korvetten, der Uboote und der Minenjagdboote der Einsatzflottille 1. Die Tender unterstützen schwimmende Verbände während Übungen, Einsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen. Zudem werden die Versorgungseinheiten auch regelmäßig als Führungsplattform genutzt. Erst kürzlich, Ende Juni, kehrte die "Donau" aus dem ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) zurück. Dort diente das über 100 Meter lange Schiff als Führungsplattform für bis zu zwölf Minenabwehreinheiten. Das Kommando über die NATO-Schiffe hatte ein norwegischer Führungsstab, der sich während des Einsatzes an Bord der "Donau" befand.

    Die Tender versorgen Boote und Schiffe mit Kraftstoff, Frischwasser, Lebensmitteln, Ersatzteilen und Munition. Darüber hinaus, sind sie für die Entsorgung und Lagerung sämtlicher Abfälle und Gefahrstoffe verantwortlich. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Auftragserfüllung anderer Einheiten und ermöglichen ihnen eine längere Stehzeit in See.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Umzug nach Kiel - Tender 'Donau' bekommt neuen Heimathafen" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Bitte beachten Sie alle geltenden Vorschriften zur Vermeidung einer COVID-19 - Infektion.

    Termin:

    Montag, den 31. August 2020. Eintreffen bis spätestens 08.45 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Rostock, Hohe Düne 30

    18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    9.15 Uhr Antreten aller Beteiligten

    9.30 Uhr Ansprache Kommandeur Unterstützungsgeschwader, Fregattenkapitän Torsten Eidam

    Danach Nationalhymne

    9.55 Uhr Kommandant Tender "Donau" meldet sich ab

    10.00 Uhr Manöveranpfiff und Ablegen

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Freitag, den 28. August 2020, 9 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Warnemünde
    Tel.: +49 (0)381 636 2170
    E-Mail: markdopizastwarnemuende@bundeswehr.org

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  • Der "Rote Adler" läuft zur Standing NATO Maritime Group 2 aus

    Wilhelmshaven (ots) - Am Dienstag, den 25. August 2020 um 10:00 Uhr, verlässt die Fregatte "Brandenburg" ihren Heimathafen Wilhelmshaven, um sich der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) anzuschließen. Im Einsatzgebiet in der Ägäis angekommen, wird sie dort den Einsatzgruppenversorger "Berlin" ablösen, der dann im September in Wilhelmshaven zurückerwartet wird.

    "Dieser einsatzgleichen Verpflichtung zur Überwachung des Seeraumes in den Gewässern zwischen der Türkei und Griechenland kommt aus der Bewertung der Bundesregierung ein besonders hoher Stellenwert zu. Dieser Wichtigkeit sind wir uns alle bewusst und werden professionell und konzentriert den Auftrag erledigen. Da im Einsatz fast jeder Tag dem anderen gleicht, freut sich die Besatzung über jede Abwechslung und Ablenkung, gerade weil bei dieser Seefahrt der Landgang im Hafen fehlen wird", so der Kommandant, Fregattenkapitän Jan Hackstein (46), mit Blick auf den bevorstehenden Einsatz.

    In der Ägäis erwartet Besatzung und Schiff eine enge Zusammenarbeit mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (Frontex). Hauptaufgabe der Fregatte wird hierbei die Seeraumüberwachung sein.

    Infolge der weltweiten Corona-Pandemie wird dieser Einsatz für die Besatzung einige Entbehrungen mit sich bringen. "Vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie ist jedoch auch dieser 'Einsatz' alles andere als Routine, die Schutzmaßnahmen vor einer Infektion zwingen uns zu ungewöhnlichen Maßnahmen und besonderen Auflagen. Nach jetziger Planung wird die Besatzung keinerlei Möglichkeit zum Landgang während der gesamten Einsatzdauer haben. Wir werden das Schiff voraussichtlich erst wieder nach dem Einlaufen in unseren Heimathafen im Februar kommenden Jahres verlassen dürfen; ein Umstand, der für uns alle neu und belastend sein wird", beschreibt der Kommandant die ungewöhnliche Situation.

    Der "rote Adler", wie die Brandenburg aufgrund ihres Wappens auch genannt wird, wird nach derzeitigem Planungsstand Anfang Februar 2020 am größten Bundeswehrstandort zurückerwartet.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Der 'Rote Adler' läuft zur Standing NATO Maritime Group 2 aus" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin: Dienstag, den 25. August 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr.

    Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich. Ort:

    Marinestützpunkt Heppenser Groden, Alfred-Eckhardt-Straße 1, 26384 Wilhelmshaven (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät). Alle Medienvertreter treffen sich vor der Hauptwache und werden dort abgeholt.

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 24. August 2020, 16 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Corona-Lage wird es nicht möglich sein, mit Besatzungsmitgliedern vor dem Auslaufen zu sprechen. (Telefonische) Interviews können im Voraus mit dem Kommandanten geführt werden. Sollte dies gewünscht sein, bitten wir um Kontaktaufnahme mit der Pressestelle Wilhelmshaven.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven
    Tel.: +49 (0) 4421 68 5800/5801
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  • Kommandoübergabe für die Besatzung "Charlie" im 1. Korvettengeschwader

    Warnemünde (ots) - Am Donnerstag, den 13. August 2020, findet um 10 Uhr die Kommandoübergabe der Besatzung "Charlie" statt. An Bord der Korvette "Oldenburg" übergibt Fregattenkapitän Alexander Dubnitzki (40) seine Dienstgeschäfte sowie die Besatzung an Korvettenkapitän Pascal Störk (38).

    Fregattenkapitän Dubnitzki schaut nach drei Jahren als Kommandant auf zwei Einsätze im Mittelmeer bei UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) und viele weitere Seefahrten, unter anderem nach England, Skandinavien und ins Baltikum, zurück. "Die Zeit war intensiv und spannend. Ich blicke zurück auf viele Höhepunkte, etwa die Passage des Kanals von Korinth beim Rücktransit aus dem Mittelmeer. Mich erfreuten aber auch die vielen kleinen Momente an Bord - wie mit Blick in See gemütlich einen Kaffee auf der Brücke zu trinken oder ein erfolgreicher Ausbildungstag für die Besatzung", so der scheidende Kommandant. Für Fregattenkapitän Dubnitzki geht es im Anschluss nach Berlin in das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), wo er sich als Referent unter anderem mit der Mandatierung von Einsätzen beschäftigen wird.

    Seinem Nachfolger Pascal Störk ist die Korvette nicht fremd. Zuvor war er bereits in unterschiedlichen Führungspositionen auf verschiedenen Korvetten eingesetzt. Auch die Zeit als Dezernent für Überwasserkrieg kommt ihm dabei zugute. "Ich freue mich, die Früchte meiner Arbeit als Wachoffizier ernten zu dürfen und als Kommandant eingesetzt zu werden", so Korvettenkapitän Störk. Er übernimmt hiermit nicht nur das Kommando über die Korvette, sondern auch die Verantwortung über eine sechzigköpfige Besatzung.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Kommandoübergabe für die Besatzung 'Charlie' im 1. Korvettengeschwader" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Aufgrund der Corona-Auflagen ist ein Mund-Nasenschutz mitzubringen und die allgemein gültigen Abstandsregeln sind zu beachten.

    Termin:

    Donnerstag, den 13. August 2020. Eintreffen bis spätestens 9.15 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Rostock, Hohe Düne 30

    18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    10 Uhr FKpt Dubnitzki betritt das Flugdeck

    Danach Ansprache durch alten Kommandanten

    Danach Kommandeur 1. Korvettengeschwader und KKpt Störk betreten das Flugdeck

    Danach Ansprache Kommandeur 1. Korvettengeschwader, FKpt Feld

    Danach Übergabezeremoniell

    Danach Kommandeur 1. Korvettengeschwader und FKpt Dubnitzki verlassen den Bereich

    Danach Ansprache durch neuen Kommandanten

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 12. August 2020 13 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49 (0)381 636 2160 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Warnemünde
    Tel.: +49 (0)381 636 2170
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  • Minenjagdboot "Grömitz" läuft zum NATO-Verband aus

    Kiel (ots) - Am Sonnabend, dem 8. August 2020 um 10 Uhr, verlässt das Minenjagdboot "Grömitz" seinen Kieler Heimathafen. Das Boot gehört für die kommenden zwei Monate dem Ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) an. Zu den Einsatzgebieten des multinationalen NATO-Verbandes gehören unter anderem die Nord- und Ostsee.

    Nach einer zweiwöchigen Quarantäne macht sich die rund 40-köpfige Besatzung unter dem Kommando von Korvettenkapitän Philipp Palm (37) auf den Weg in das Operationsgebiet. Dort werden sich Boot und Besatzung der SNMCMG 1 anschließen. Als Mitglied des Verbandes sind sie Teil der NATO Response Force, der schnellen Eingreiftruppe der NATO. Die SNMCMG 1 ist mit Minenlegern, Minenabwehrfahrzeugen und Führungsschiffen immer in ständiger Einsatzbereitschaft und übt gemeinsam mit ihren internationalen Partnern alle Aspekte der Minenkampfführung.

    "Wir freuen uns auf die bevorstehenden Herausforderungen und die Möglichkeit unsere neuen Fähigkeiten erneut in einem NATO-Verband einzusetzen. Dafür hat die Besatzung ein intensives und anspruchsvolles Einsatzausbildungsprogramm innerhalb der letzten zehn Monate absolviert. Damit sind wir bestens auf die kommenden Aufgaben vorbereitet", betont der Kommandant. "Gerade unter den momentan herrschenden Bedingungen ist es eine besondere Herausforderung für uns alle an Bord, aber auch für unsere Familien zu Hause. Auch wenn der Abschied von den Angehörigen unter diesen Umständen nochmals schwerer fällt, freuen wir uns auf die vor uns liegende Zeit auf See."

    Die "Grömitz" gehört neben den Minenjagdbooten "Bad Bevensen" und "Datteln" zu den modernsten seiner Klasse in der NATO. Im August letzten Jahres übernahm die Marine den ersten der drei neu ausgestatteten "Minenjäger mit Minenabwehrdrohnen", wie die Fachbezeichnung lautet. Wie andere Minenjagdboote suchen sie mit Sonar unter Wasser nach Objekten und können sie mit ferngelenkten Unterwasserdrohnen identifizieren und zerstören. Wo die Technik an Grenzen stößt, setzen die Jäger Minentaucher ein - in flachem Wasser, in Häfen, oder dort, wo Minen in der Nähe von Pipelines oder Unterwasserkabeln liegen. Eine andere und für das Minenjagdboot sowie Besatzung deutlich ungefährlichere Möglichkeit bietet der "Seehund" - ein etwa 27 Meter langes und 4,60 Meter breites Boot, in das eine magnetische Spule eingebaut ist und das mittels Geräuschbojen Töne ins Wasser sendet. So lassen sich Magnetfelder und Motorengeräusche von Schiffen simulieren, um Minen auszulösen. Der unbemannt fahrende "Seehund" nimmt dabei selbst keinen Schaden und wird von Bord des Minenjägers ferngesteuert.

    Boot und Besatzung werden Ende September von einem anderen deutschen Minenjäger abgelöst und im Kieler Marinestützpunkt zurückerwartet.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier maritime Einsatzverbände, die zusammen mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die NATO Response Force bilden. Zwei davon sind Minenabwehrverbände, zu denen das 3. Minensuchgeschwader und das Unterstützungsgeschwader der Deutschen Marine dauernd auf höchstem Niveau ausgebildete Besatzungen schicken. Die Minenabwehrboote suchen unter Wasser nach Objekten und können sie durch ferngelenkte Drohnen oder Minentaucher zerstören oder sie mit Simulationsgeräten zur Detonation bringen. Regelmäßig werden sie zur Suche nach Altlasten aus vergangenen Kriegen und Konflikten eingesetzt, die noch zuhauf in den Gewässern liegen und eine Gefahr für Schifffahrt und Meeresumwelt darstellen.

    Die Besatzungen haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa. Die NATO Response Force wurde 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen. Die Zusammenziehung in den Marineverbänden dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Gruppen regelmäßig an NATO-Manövern oder Übungen auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig in Nord- und Ostsee und im Atlantik. Der Verband hat den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 1, Kiel
    Tel.: +49 (0)431 71745 1410/1411
    E-Mail: markdopizpressestellekiel@bundeswehr.org

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  • 136 Tage ohne Landgang - Fregatte "Hamburg" bricht zum Einsatz "Irini" auf

    Wilhelmshaven (ots) - Am Dienstag, den 04. August 2020 um 10 Uhr, läuft die Fregatte "Hamburg" für knapp fünf Monate in Richtung Mittelmeer aus. Dort wird Sie das zweite Einsatzkontingent des Auslandseinsatzes "Irini" der Europäischen Union übernehmen. Bisher hatte sich die Deutsche Marine mit einem Seefernaufklärer P-3C "Orion" beteiligt, welcher vom Marinefliegerstützpunkt Nordholz startete. Mit der "Hamburg" ist erstmals ein Schiff der Deutschen Marine bei "Irini".

    "Wir stehen vor einem Einsatz, der in mehrfacher Hinsicht Schiff und Besatzung vor bisher unbekannte Herausforderungen stellen wird. Fregatte 'Hamburg' wird die erste deutsche seegehende Einheit in der Operation EUNAVFOR MED 'Irini' sein und sicherlich hier und dort auf schwierigem politischen und operativen Terrain Pionierarbeit leisten müssen. Neben der Stammbesatzung laufen wir mit einem breiten Portfolio an eingeschifften Fähigkeiten aus, etwa mit zwei Bordhubschraubern und einer Boardingkomponente des Seebataillons. Diese Teileinheiten gilt es an Bord zu integrieren und zu einem schlagkräftigen Gesamtsystem zu formen. Nicht zuletzt werden wir die Auswirkungen der Corona-Krise spüren, die Transitzeiten, Hafenplanungen und Landgangsbestimmungen beeinflussen werden. Allen Widrigkeiten in der Einsatzvorbereitung zum Trotz bin ich sicher, dass wir einen wirksamen Beitrag zur Operation leisten können und freue mich auf die kommenden viereinhalb Monate", sagt der Kommandant, Fregattenkapitän Jan Fitschen (42), mit Blick auf die bevorstehende Aufgabe.

    Im Mittelmeer wird die Fregatte der Klasse F124 als Hauptaufgabe einen Beitrag zur Umsetzung des durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängten Waffenembargos gegen Libyen leisten. Weitere Aufgaben sind das Überwachen und Sammeln von Informationen über illegale Ausfuhr von Erdöl und Kraftstoff aus Libyen. Zudem werden Schiff und Besatzung beim Aufbau von Kapazitäten der libyschen Küstenwache und Marine unterstützen. Weiterhin wird die Unterbindung des Geschäftsmodells der Schleuser- und Menschenhändlernetzwerke im zentralen Mittelmeer ebenso eine wichtige Rolle in diesem Einsatz einnehmen.

    Der Kommandant betont die Besonderheit des Einsatzes: "Nicht nur die Einsatzvorbereitung, auch der Einsatz steht ganz im Zeichen von Corona. Neben einer besonderen Quarantäne in den ersten beiden Wochen des Transits, inklusive zwei COVID-19-Tests, sind besonders die Hafenphasen deutlich anders als in bisherigen Einsätzen. So werden wir das Schiff möglicherweise erst am Einlauftag in Wilhelmshaven, also am 20. Dezember 2020, wieder verlassen können. Darin liegt auch eine der großen Herausforderungen dieses Einsatzes, dass wir als Besatzung nicht nur die Seephasen, sondern auch die Hafenphasen gemeinsam an Bord gestallten müssen und dabei die vielen individuellen Bedürfnisse aller 250 Soldaten an Bord angemessen zu berücksichtigen sein werden."

    Hintergrundinformationen zu den Fregatten der Sachsen-Klasse (F124)

    Insgesamt drei Fregatten der Sachsen-Klasse besitzt die Marine - dazu zählt die Fregatte "Hamburg". Sie sind als Mehrzweckschiffe für Geleitschutz und Seeraumkontrolle konzipiert. Ihr Schwerpunkt ist die Luftverteidigung: Mit ihrem SMART-L-Radar kann eine einzige Einheit der Sachsen-Klasse zum Beispiel den Luftraum über der gesamten Nordsee überwachen (Reichweite mehr als 400 km). Das Radar der Sachsen-Klasse ist in der Lage, mehr als 1.000 Ziele gleichzeitig zu erfassen. Kommt es darauf an, reichen die Flugabwehrraketen vom Typ SM2 aus dem Senkrecht-Startsystem VLS Mk41 der Sachsen-Klasse über 160 Kilometer weit.

    Alle Sensoren und Waffen an Bord sind für diese Hauptaufgabe Verbandsflugabwehr optimiert. Das Computer-Herzstück der Sachsen-Klasse ist das Führungs- und Waffeneinsatzsystem (FüWES) mit einer starken Rechenleistung. Es verarbeitet alle Daten von den Radaren und übrigen Sensoren sowie die Informationen, die verbündete Schiffen liefern. Das System ist redundant auf mehr als einem Dutzend Rechner an Bord verteilt. Mit diesen Fähigkeiten waren die Fregatten der Klasse 124 schon mehrmals im Nordatlantik in Flugzeugträger-Kampfgruppen der United States Navy integriert.

    Die Sachsen-Klasse ist dank ihrer guten Kommunikationsanlage mit Funk- und Satellitenverbindungen auch in der Lage, mehrere andere Kriegsschiffe gleichzeitig zu führen. Die Bordhubschrauber der Sachsen-Klasse dienen der weitreichenden Jagd auf Uboote.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "136 Tage ohne Landgang - Fregatte 'Hamburg' bricht zum Einsatz 'Irini' auf" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Es wird darauf hingewiesen, dass es zum Termin keine Möglichkeit gibt, an Bord des Schiffes zu gehen aufgrund der derzeitig vorherrschenden COVID-19-Bestimmungen.

    Termin:

    Dienstag, den 04. August 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Heppenser Groden, Alfred-Eckhardt-Straße 1, 26384 Wilhelmshaven (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 03. August 2020, 16 Uhr, beim Presse-und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)4421-6868796 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven
    Tel.: +49 (0) 4421-68-5800/5801
    E-Mail: markdopizpressestellewhv@bundeswehr.org

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  • 3. Minensuchgeschwader unter neuer Führung

    Kiel (ots) - Am Donnerstag, den 30. Juli 2020 um 10 Uhr, übergibt der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Bock (50), im Marinestützpunkt Kiel das Kommando über das 3. Minensuchgeschwader von Fregattenkapitän Christian Meister (42) an Fregattenkapitän Terje Schmitt-Eliassen (44).

    Für Fregattenkapitän Meister geht eine verhältnismäßig kurze Kommandeurszeit zu Ende. "Es war eine kurze und intensive Zeit im Geschwader. Dabei war es mir immer besonders wichtig, nah an der Truppe zu sein und mit den Besatzungen zur See zu fahren", beschreibt der scheidende Geschwaderkommandeur seine 18-monatige Zeit in Kiel. Meister führte seine Minenjagdboote nicht nur aus dem Kieler Marinestützpunkt. Er nahm zusammen mit den Booten seines Geschwaders an zahlreichen Verbandsübungen teil, bis hin zum großen multinationalen Manöver "Northern Coasts". "Ich hatte die Chance mit vielen tollen Menschen zu arbeiten. Kommandeur zu sein, ist eine der schönsten Aufgaben in der Marine".

    Im 6.500 km entfernten "Joint Force Command Norfolk" im US-Bundesstaat Virginia erwarten Fregattenkapitän Meister nun neue Aufgaben. Die NATO Kommandobehörde wird von dem Kommandeur der 2. US Flotte, Vizeadmiral Andrew L. Lewis, geführt. Als militärischer Assistent ist Meister die rechte Hand des Admirals und wird ihn bei der Führung des NATO Kommandos unterstützen.

    Fregattenkapitän Schmitt-Eliassen wechselt aus dem Verteidigungsministerium zurück zu den Kieler "Mineuren", wo er bereits Kommandant des Minenjagdboots "Grömitz" war, welches nun zu seinem Geschwader gehört. Hier wird er das Kommando über die ca. 800 Soldaten des letzten deutschen Minenabwehrverbandes übernehmen. Schmitt-Eliassen freut sich sehr auf die Rückkehr in seine Heimatstadt und die neuen Herausforderungen als Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders. "Nach fünf Jahren in einem Bundesministerium ist es toll, wieder aktiver Teil der Flotte zu sein!"

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "3. Minensuchgeschwader unter neuer Führung" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Donnerstag, 30. Juli 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr.

    Ort:

    Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    Programm:

    10.00 Uhr Beginn Kommandoübergabe

    11.45 Uhr Besatzungen auf Passieraufstellung und "Abpullen" an der Gneisenaubrücke.

    Anmeldung: Medien werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 29. Juli 2020 um 12 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Aufgrund der COVID-19-Pandemie-Situation möchten wir Sie bitten, beim Termin auf ausreichend Abstand zueinander zu achten und einen Mund-Nasen-Schutz mitzuführen. An Oberdeck und auf der Pier ist das Tragen des Schutzes nicht notwendig.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 1, Kiel
    Tel.: +49 (0)431 71745 1410/1411
    E-Mail: markdopizpressestellekiel@bundeswehr.org

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  • Marinestützpunktkommando Wilhelmshaven erhält neuen Kommandeur

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 09. Juli 2020 um 10 Uhr, wird der Kommandeur der Einsatzflottille 2, Flottillenadmiral Ralf Kuchler (50), im Rahmen einer feierlichen Musterung die Verantwortung über das Marinestützpunktkommando von Fregattenkapitän Lars Vergien (44) an Fregattenkapitän Robert Uebe (43) übergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie kann das feierliche Zeremoniell nur in einem kleinen Rahmen stattfinden.

    Das Marinestützpunktkommando Wilhelmshaven koordiniert als globaler "Rundum-Service" die kontinuierliche Nachversorgung der Schiffe der Einsatzflottille 2 in allen in- und ausländischen Häfen. Dazu gehört vor allem, Betriebsstoffe, Ersatzteile, Verbrauchsmaterial, Munition, Verpflegung und Post in jeden Hafen der Welt liefern zu können. Der Stützpunkt allein bevorratet daher schon circa 22.000 verschiedene Versorgungsartikel, die er weltweit an die Schiffe und Boote der Marine versenden kann. Das bedeutet mehr als 50.000 Warenbuchungen jährlich mit einem Materialumschlag von rund 1.100 Tonnen Gesamtgewicht.

    Fregattenkapitän Lars Vergien hatte das Kommando vor dreieinhalb Jahren übernommen. Mit seinem Team war er neben dem täglichen Betrieb auf dem Marinestützpunkt Wilhelmshaven auch für die Organisation der Veranstaltung "Wochenende an der Jade" und für infrastrukturellen Veränderungen im Marinestützpunkt verantwortlich. "Ich möchte nichts herausstellen, da immer alles als Team-Leistung zu bewerten ist. Allerdings freut es mich zu sehen, dass die Infrastruktur in der 4. Einfahrt weiterhin deutliche Fortschritte macht. Als persönliches Highlight bewerte ich die Anti-Terrorismus-Übung NITEX (Niedersächsische Terrorismus-Abwehr-Exercise), die in dieser Form bis dato noch nicht stattgefunden hat", so der scheidende Kommandeur. Bei der Übung haben Deutsche Marine, Bundespolizei und Landespolizei Niedersachsen zusammen trainiert. Fregattenkapitän Vergien wechselt im Anschluss an seine Verwendung in Wilhelmshaven nach Köln in das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr.

    Der neue Kommandeur, Fregattenkapitän Uebe, kehrt nach nationalen Verwendungen im Bereich Logistik / Streitkräftebasis sowie internationalen Verwendungen und zuletzt als Lehrgangsteilnehmer auf dem internationalen Admiralsstabslehrgang zurück an seinen alten Heimatstützpunkt. "Ich freue mich auf meine zukünftige Verwendung als Kommandeur des Marinestützpunktkommandos. Für mich ist es eine herausragende Aufgabe als Marineoffizier Menschen zu führen und das darf ich zukünftig tun. Darüber hinaus kehre ich nach mehreren Verwendungen wieder in die Marine und meinen 'Heimatstützpunkt' Wilhelmshaven zurück und werde zukünftig auch wieder mehr Zeit für Haus und Garten in Jaderberg haben", so Fregattenkapitän Uebe mit Blick in die Zukunft.

    Hintergrundinformationen

    Die Marinestützpunktkommandos sind verantwortlich für die Häfen, in denen die Schiffe und Boote der Marine stationiert sind, und deren Logistik weltweit. Zur Einsatzflottille 2 gehört der Marinestützpunkt in Wilhelmshaven. Die Kommandos organisieren den täglichen Betrieb der Marinebasen. Dafür verfügt die Basis in Wilhelmshaven unter anderem über eigene Schlepper, die größeren Schiffen beim An- und Ablegen helfen. Für Notfälle liegt in Wilhelmshaven eines von zwei Ölauffangschiffen, die auch zivile Behörden beim Bekämpfen von Umweltverschmutzungen unterstützen. Für das Einsatzgebiet Nordsee ist das die "Eversand".

    Die Versorgung aller Schiffe und Boote der Marine, die sich im Einsatz befinden, koordiniert die Basis in Wilhelmshaven mit den drei übrigen Stützpunktkommandos an der Ostsee. Diese Organisation ist darauf ausgelegt, langandauernde, gegebenenfalls auch mehrere streitkräftegemeinsame und multinationale, Einsätze parallel ohne geografische Beschränkungen zu unterstützen.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven
    Telefon: +49 (0) 4421 68 5800/5801
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  • Marineschule Mürwik erhält fünf neue Boote für die Segelausbildung

    Flensburg (ots) - Am kommenden Freitag, den 10. Juli 2020, erhält die Deutsche Marine fünf neue Dienstsegelboote für die Segelausbildung der Offizieranwärter.

    "Wir freuen uns über den großen Zuwachs unserer Dienstsegelboote. Die militärische Segelausbildung ist ein zentraler und wesentlicher Bestandteil der Ausbildung zum Marineoffizier. Der Bedarf der Segelausbildung ist aufgrund steigender Zahlen von Offizieranwärtern in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Mit den neuen Dienstsegelbooten können wir diesen wachsenden Bedarf unserer Ausbildung wieder sicherstellen und sind zukunftsfähig. Die Boote sind fest integriert in unsere praktische Bordausbildung. Dieser Ausbildungszyklus beginnt mit der Segelausbildung an der Marineschule Mürwik (MSM), wird dann mit der Segelschulschiffsausbildung auf der 'Gorch Fock' fortgesetzt und schließlich durch Praktika auf Einheiten der Flotte komplettiert", so Flottillenadmiral Wilhelm Tobias Abry (51), Kommandeur der Marineschule Mürwik.

    Für ihn sind die neuen Boote zentrales Ausbildungsmittel, um gleich zu Beginn der Ausbildung die jungen Offizieranwärtern durch die See zu prägen und militärische Standards zu setzen, die im weiteren Werdegang zum Offizier an Bord der Schiffe und Boote der Marine unverzichtbar sind. Die nautischen-seemännischen Kompetenzen sowie insbesondere die Führungskompetenz des Offiziernachwuchses sollen auf den Ausbildungsfahrten aufgebaut und weiterentwickelt werden. Kompetenzen, die für den späteren Einsatz in der Flotte von elementarer Bedeutung sind.

    Übergeben werden die fünf Segelyachten vom Typ "Sunbeam 36.2", von der Mittelmann Werft, über das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), vertreten durch an Vizeadmiral Stawitzki (54), an die MSM. Zu den geladenen Gästen gehört unter anderem auch der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (59).

    Benannt werden die fünf neuen Yachten nach Sternen und einem Planeten. Sie lauten "Perseus", "Pegasus", "Phönix", "Pollux" und "Pluto". Eingesetzt werden diese Boote auch bei Ausbildungsfahrten über das eigentliche Seegebiet Flensburger Förde hinaus. Mit diesen größeren Booten sollen Ausbildungsfahrten in der Nord- und Ostsee durchgeführt werden.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Marineschule Mürwik erhält fünf neue Boote für die Segelausbildung" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin: Freitag, den 10. Juli 2020. Eintreffen bis spätestens 11.15 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort: Marineschule Mürwik, Kelmstraße 14 24944 Flensburg (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    11.30 Uhr Ankunft der Pressevertreter

    12.15 Uhr bis 13.00 Uhr Pressestatements, anschl. Empfang

    13.00 Uhr Ende der Veranstaltung

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Wochentag, den 9. Juli 2020 12.00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49 (0)461 3135 5990 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Fregattenkapitän Tim Gabrys
    Telefon: +49 (0)461 3135 5611
    E-Mail: msmoeffentlichkeitsarbeit@bundeswehr.org

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  • Willkommen im Heimathafen - Tanker "Rhön" kehrt aus dem Einsatz zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 2. Juli 2020 um 16 Uhr, kehrt der Betriebsstofftransporter "Rhön" in den Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurück. Dieser war Anfang März zur SNMG 1 (Standing NATO Maritime Group 1) ausgelaufen.

    Die NATO-Verband bestand im Kern aus einem norwegischen Flaggschiff, einer dänischen Fregatte und dem Tanker "Rhön" der deutschen Marine. Die Hauptaufgabe der "Rhön", war das Betanken sowie die Versorgung mit Frischwasser und Ölen der anderen Schiffe der SNMG 1. Durch die Umsetzung von Schutzmaßnahmen gegen den COVID-19 Virus wurden die Besatzungen der Schiffe des Verbandes vor herausfordernde Aufgaben gestellt. So wurden Hafenbesuche gestrichen oder verlegt und die Hafenaufenthalte wurden nur als sogenannte Logistic Stops, ohne Landgang durchgeführt. Die größte Herausforderung bestand für den Großteil der Besatzung in der Tatsache 117 Tage keinen Landgang gehabt zu haben und die gesamte Einsatzzeit an Bord verbringen zu müssen.

    "Es war ein sehr ungewöhnlicher SNMG 1 Einsatz in diesem Jahr. Geprägt wurde der Einsatz durch die Corona-Pandemie. Die von der Besatzung während des gesamten Einsatzzeitraumes gezeigten hervorragenden Leistungen, sowie das Verständnis für die besonderen Einsatzumstände erfüllen mich mit Stolz. Ich empfinde für die Besatzung allerhöchste Anerkennung und tiefen Respekt", so der Kommandant, Kapitän Egon Rhauderwiek (57) über die vergangenen Monate im Einsatz.

    Ein kleines Highlight gab es aber doch noch während der letzten Tage in See. Im Rahmen der Ausbildungsunterstützung wurde nicht nur mit der Fregatte "Brandenburg" "ge-RAS-t" (Replenishment at Sea), sondern es wurde auch zum ersten Mal ein Seeversorgungsmanöver mit einer Fregatte der Klasse 125, der "Nordrhein-Westfalen", gefahren. Damit konnte die Besatzung der "Rhön" während des diesjährigen Einsatzes mit den Fregatten "Lübeck", "Brandenburg", "Hamburg" und "Nordrhein-Westfalen" alle sich noch im Dienst befindlichen Deutschen Fregattenklassen längsseits zur Versorgung in See begrüßen.

    Pressekontakt:

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  • Neuer "Kap'tän" auf der Brücke der Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern"

    Wilhelmshaven (ots) - Am Dienstag, den 30. Juni 2020 um 10 Uhr, bekommt die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" einen neuen Kommandanten. Fregattenkapitän Torben Jürgensen (44) übergibt das Kommando über Schiff und Besatzung an Fregattenkapitän Hendrik Wißler (43). Aufgrund der Corona-Pandemie kann das feierliche Zeremoniell nur ohne geladene Gäste stattfinden.

    "Es war eine anstrengende und fordernde Kommandantenzeit, aber wir haben als Besatzung das gemeinsame Ziel erreicht. Eine einsatzklare Fregatte, die für alle Aufträge gewappnet ist. Ich würde mit diesem Team überall hinfahren! Natürlich wäre ich gerne länger geblieben, aber ich will auch nicht gierig werden. Es war eine tolle Zeit und ein Kommandant soll gehen, bevor ihn das Glück verlässt. Ich freue mich auf die neue Herausforderung in Brüssel und übergebe die 'Mecklenburg-Vorpommern' in gute Hände!", so Fregattenkapitän Jürgensen, der seit September 2018 die Führung über die Fregatte der Klasse F123 innehatte. Von der Brücke wechselt er nun in das Grundsatzdezernat Sicherheitspolitik beim deutschen militärischen Vertreter der NATO und Europäischen Union in Brüssel.

    Neuer Kommandant wird Fregattenkapitän Hendrik Wißler. Nach seiner vorherigen Zeit als Referent für das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung, beginnt für ihn die Zeit, die von vielen als die Schönste in der Karriere eines Offiziers bezeichnet wird. "Ich danke Fregattenkapitän Jürgensen und der Besatzung der 'Mecklenburg-Vorpommern' für die sehr gute Einweisung und freundliche Aufnahme. Nach zwei Jahren Dienst außerhalb der Flotte, freue ich mich auf die kommende Verwendung und die nach dem Sommer für das Schiff anstehenden fordernden und vielseitigen sowie in dieser Intensität nicht selbstverständlichen Übungsvorhaben als Flaggschiff eines nationalen Verbandes", so Fregattenkapitän Hendrik Wißler. Die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" wird die Führung beim Flugkörperschießen "Andoya 2020" in Norwegen übernehmen.

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  • Offizieller Festakt für den neuen Marinehubschrauber "Sea Lion"

    Nordholz (ots) - Am Donnerstag, den 25. Juni 2020 um 13 Uhr, wird der offizielle Festakt zur Übernahme des neuen Marinehubschraubers NH90 NTH "Sea Lion" stattfinden. Die formale Indienststellung sowie die Aufnahme des Flugbetriebes erfolgten bereits Anfang des Monats.

    Der NH90 wird den Mk41 "Sea King" ersetzen. Dieser ist nun seit knapp 50 Jahren im Dienst der Deutschen Marine und soll bis zum Jahr 2023 sukzessive in den wohlverdienten Ruhestand versetzt werden. Bis 2022 sollen alle 18 "Sea Lion" von der Firma Airbus Helicopters ausgeliefert sein. Ihre Heimatbasis wird das Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz.

    "Mit der Übernahme des 'Sea Lion' wird die Zukunft der Marineflieger im Bereich Hubschrauber eingeläutet. Nachdem in den letzten Jahren bereits eine entsprechende Infrastruktur geschaffen wurde, erhalten wir nunmehr das noch fehlende Mosaikteil im Hinblick auf leistungsfähige und moderne Rahmenbedingungen. Der NH90 NTH bietet ein breites Einsatzspektrum sowie attraktive Arbeitsplätze - sowohl für fliegendes als auch technisches Personal. Daher sind unsere Frauen und Männer hochmotiviert den 'Generationenwechsel' aktiv mitzugestalten, um auch künftig die Auftragserfüllung erfolgreich sicherzustellen", resümiert der Kommodore des Marinefliegergeschwader 5, Fregattenkapitän Jan Richard Keller (47).

    Hauptsächlich dient der Helikopter für Such- und Rettungsmissionen (SAR = Search and Rescue) sowie für den Transport von Personal und Material. Bis zu 20 Personen finden im NH90 NTH "Sea Lion" Platz; für SAR-Flüge hat er eine Rettungswinde und spezielle medizinische Ausstattung. Der "Sea Lion" eignet sich obendrein ideal für den Einsatz von Boardingsoldaten oder Spezialkräften. Begibt sich der Helikopter dabei in eine Risikozone, lässt er sich mit schweren Maschinengewehren bewaffnen. Zum Eigenschutz in solchen Situationen kann er Täuschkörper werfen. Als Bordhubschrauber lässt er sich auf den Einsatzgruppenversorgern der Berlin-Klasse einschiffen, kann aber auch auf allen anderen Marineschiffen mit Flugdeck landen.

    "Dieser Schritt ist weit mehr als 'nur' die Einführung eines neuen Hubschraubers. Wir sind neue Wege für den Betrieb, in der Ausbildung und der Erstellung von Infrastruktur gegangen. Mit dem 'Sea Lion' gelingt uns ein Generationenwechsel auf ein zeitgemäßes Waffensystem, das Perspektive für militärisches wie ziviles Personal bietet, Arbeitspferd der Flotte werden wird und den Einstieg in moderne Seekriegführung einschließlich der Integration von unbemannten Systemen bietet," so der Kommandeur der Marineflieger, Kapitän zur See Thorsten Bobzin (54).

    Hinweise für die Presse

    Aufgrund der Corona-Lage wird der Festakt in einem kleinen Kreis gefeiert. Der NDR erstellt nach der Veranstaltung einen 10-minütigen Rohschnitt, der anderen Sendern zur Verfügung gestellt wird. Interessierte Medienvertreter können sich per Email an die folgende E-Mail wenden, um das Material zu erlangen: aktuell_nds@ndr.de

    Termin: Donnerstag, 25. Juni 2020

    Ort: Marinefliegerstützpunkt Nordholz

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Nordholz
    Telefon: +49 (0)4741 94 10971 oder +49 (0)173 88 72 414
    E-Mail: markdopizastnordholz@bundeswehr.org

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  • Tender "Donau" kehrt nach 102 Tagen ohne Landgang zurück aus NATO-Einsatz

    Warnemünde (ots) - Am Donnerstag, den 25. Juni 2020 um 10 Uhr, kehrt der Tender "Donau" unter dem Kommando von Korvettenkapitän Bernd Abshagen (39) aus dem ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) zurück.

    Nach fast einem halben Jahr dürfen die rund 70 Besatzungsmitglieder endlich ihre Angehörigen wiedersehen, doch das ist nicht die einzige Besonderheit, erklärt der Kommandant der "Donau". "Wir werden zum letzten Mal in den Heimathafen Warnemünde einlaufen. Mehr als 26 Jahre war die ´Donau´ dort stationiert. Für die größtenteils in Rostock sehr stark verwurzelte Besatzung wird dies sicherlich ein ganz besonderer und sehr emotionaler Moment. Im September wird der Tender in die Werft verlegen und anschließend, einer Stationierungsentscheidung folgend, den neuen Heimathafen in Kiel anlaufen", so Korvettenkapitän Abshagen.

    Doch zunächst freuen sich die Marinesoldaten, nach 167 Tagen im Einsatz wieder gesund in Warnemünde angekommen zu sein. "Ich bin unglaublich stolz darauf, wie professionell meine Besatzung diese Seefahrt, trotz der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie, gemeistert hat. Neben den ständigen Aufgaben als Flaggschiff und logistische Plattform der SNMCMG1, mussten die Männer und Frauen von See aus zusehen, wie sich das gewohnte Leben bei den Daheimgebliebenen in rasendem Tempo veränderte und zuspitzte. Darüber hinaus musste die Crew 102 Tage auf Landgang verzichten. Für diese hervorragenden Leistungen und das gezeigte Verständnis verdient meine Besatzung als auch deren Familien meinen tiefen Respekt und meine höchste Anerkennung", so der Marineoffizier weiter.

    Während ihres Einsatzes diente die "Donau" als Führungsplattform für bis zu zwölf Minenabwehreinheiten. Das Kommando über die NATO-Schiffe hatte ein norwegischer Führungsstab, der sich während des Einsatzes an Bord der "Donau" befand.

    Die primäre Aufgabe während dieser einsatzgleichen Verpflichtung war es, einen Beitrag zur Sicherstellung der ständigen Einsatzbereitschaft des gesamten internationalen Minenabwehrverbandes zu leisten. Dazu wurden innerhalb des Verbandes regelmäßig Übungen durchgeführt sowie an größeren internationalen Manövern, wie "OPEN SPIRIT 2020" und "BALTOPS 2020" teilgenommen.

    Darüber hinaus gehörte die Altlastenbeseitigung in Nord- und Ostsee zu einem der wesentlichen Aufgabenfelder des NATO-Minenabwehrverbandes, da noch heute zahlreiche Munitionsreste aus den Weltkriegen eine Gefahr für die Seeschifffahrt sowie für die Meeresumwelt darstellen.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO Response Force bilden. Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO Response Force wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

    Die Zusammenziehung zu einer NATO Response Force dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig überwiegend in Nord- und Ostsee und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, in See die Einsatzbereitschaft sicherzustellen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Tender 'Donau' kehrt nach 102 Tagen ohne Landgang zurück aus NATO-Einsatz" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Des Weiteren weisen wir auf die Maskenpflicht und den Mindestabstand während der gesamten Veranstaltung hin.

    Termin:

    Donnerstag, den 25. Juni 2020. Eintreffen bis spätestens 09:20 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Rostock, Hohe Düne 30

    18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    10:00 Uhr Anlegen

    anschl. Ansprache Kommandeur Unterstützungsgeschwader, Fregattenkapitän Eidam

    anschl. Ansprache Kommandeur Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Bock

    anschl. Nationalhymne

    anschl. Termin für die Presse

    anschl. Besatzungsangehörige gehen in 10er-Gruppen von Bord

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 24. Juni 2020, 12:00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Warnemünde
    Telefon: +49 (0)381 636 2170
    E-Mail: markdopizastwarnemuende@bundeswehr.org

    Original-Content von: Presse- und Informationszentrum Marine übermittelt durch news aktuell

  • Nach "BALTOPS" - NATO-Fregatten zu Besuch in Kiel

    Kiel (ots) - Am Mittwoch, den 17. Juni 2020, läuft der NATO-Fregattenverband SNMG 1 (Standing NATO Maritime Group 1) im Marinestützpunkt Kiel ein. Die norwegische Fregatte HNoMS "Otto Sverdrup" führt den Verband als Flaggschiff an. Außerdem gehören derzeit die kanadische Fregatte HMCS "Fredericton" und der deutsche Betriebsstofftransporter "Rhön" zur SNMG 1.

    Nachdem die Schiffe vor einigen Wochen aus dem Mittelmeer in nordeuropäische Gewässer verlegt wurden, nahmen sie unter anderem an dem Manöver "JOINT WARRIOR" vor Schottland teil, übten mit schwedischen und finnischen Schiffen, integrierten eine polnische Fregatte zeitweise in den Verband und kehren nun von dem von der 6. US-Flotte geführten Ostseemanöver "BALTOPS" zurück, das seit 1972 jährlich im Juni stattfindet.

    "Die Ostsee ist ein wichtiges Gebiet für die Schiffsverbände der NATO in Nordeuropa. Unsere Partner sind auf den freien Zugang und sichere Seewege angewiesen. Dafür sind wir in der Ostsee präsent und besuchen NATO- und EU-Partner. Besonders freue ich mich auf den Besuch in Kiel, nachdem wir unsere Teilnahme an 'BALTOPS' beendet haben", sagt der norwegische Flottillenadmiral Yngve Skoglund, Kommandeur der SNMG 1.

    Auf der Ostsee werden 15 Prozent des weltweiten Seehandelsverkehrs abgewickelt - so ist dieses Meer für Alliierte in Polen und im Baltikum der einzige "nasse" Versorgungsweg, eine Lebensader, mit nur einem natürlichen Zugang durch dänische Gewässer. Freiheit und Sicherheit dieser Routen sind von strategischem Interesse. Alle EU- und NATO-Ostseeanrainer sind in der Übung "BALTOPS" zu finden, bei der 29 Schiffe und ebenso viele Luftfahrzeuge aufeinandertreffen. Etwa 3.000 Soldaten aus 19 Nationen üben die militärische Zusammenarbeit in dem navigatorisch und taktisch anspruchsvollen Einsatzraum Ostsee.

    Kiel ist wie im vergangenen Jahr Start- und Endpunkt des Manövers, und viele Einheiten werden den Marinehafen in der Wik ansteuern. Die Einlaufparade ist traditionell der Startschuss der Kieler Woche. "Durch die Covid19-Pandemie sind wir leider nicht in der Lage, einen regulären Hafenbesuch oder Landgang für unsere Besatzungen in Kiel durchzuführen. Er ist lediglich logistischer Natur - trotzdem ist es uns wichtig, Deutschland zu besuchen. Wir sind glücklich, zusammen mit der Deutschen Marine an 'BALTOPS' teilzunehmen", sagt Flottillenadmiral Skoglund.

    Hintergrundinformationen

    Der Marinestützpunkt Kiel liegt nahe der Ostseezugänge an strategisch wichtiger und gut geschützter Stelle. Der Stützpunkt regelt den gesamten logistischen Bedarf in- und ausländischer Marineschiffe. Für die Schiffe und Boote in See ist er Hafen, Servicezentrale und logistische Drehscheibe zugleich.

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden. Dabei untersteht die SNMG 1 dem Allied Maritime Command (MARCOM) in Northwood (Großbritannien).

    Die Besatzungen haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa. Die NATO RESPONSE FORCE wurde 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte VERY HIGH READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen. Die Zusammenziehung in den Marineverbänden dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Gruppen regelmäßig an NATO-Manövern oder Übungen auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen.

    Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMG1 operiert ganzjährig in Nord- und Ostsee sowie im Atlantik, die SNMG 2 überwiegend im Mittelmeer und angrenzenden Seegebieten. Die Gruppen stehen in See in Einsatzbereitschaft und trainieren alle Aspekte der maritimen Kriegführung. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Die frühere Pressemitteilung zu "BALTOPS" finden Sie unter https://www.presseportal.de/pm/67428/4612859

    Informationen zum Lebenslauf des SNMG1-Kommandeurs und den derzeit der SNMG1 unterstellten Schiffen finden Sie unter https://mc.nato.int/SNMG1

    Hinweise für die Presse

    Medien sind zum Termin "Nach 'BALTOPS' - NATO-Fregatten zu Besuch in Kiel" eingeladen. Dabei besteht die Gelegenheit zu Hintergrundgespräch und Interviews / O-Tönen mit dem norwegischen Kommandeur Flottillenadmiral Yngve Skoglund und der Kommandantin des Flaggschiffs HNoMS "Otto Sverdrup", Fregattenkapitän Iris Fivelstad. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass die Gespräche in englischer Sprache geführt werden.

    Beachten Sie bitte, dass die Schiffe der SNMG1 bereits ab 8 Uhr an die Liegeplätze im Marinehafen gehen. Falls Sie Fotos oder Bewegtbilder von der Ansteuerung des Hafens, dem Einlaufen und Anlegen machen wollen, bietet sich dafür von außerhalb des Stützpunktes an der Kiellinie die Gelegenheit. Es ist geplant, dass die Schiffe an der Scheermole liegen werden. Der Termin mit dem Besuch des Schiffes selbst beginnt erst um 15.15 Uhr.

    Termin: Mittwoch, 17. Juni 2019. Eintreffen bis spätestens 15.00 Uhr.

    Ort: Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    Programm:

    15.00 Uhr Eintreffen Hauptwache Marinestützpunkt Kiel

    anschl. Rundgang / Schnittbildgelegenheit Oberdeck Fregatte HNoMS "Otto Sverdrup"

    dabei Hintergrundgespräche / Interview mit Kommandeur SNMG1 und Kommandantin der Fregatte HNoMS "Otto Sverdrup"

    16.30 Uhr Ende des Termins

    Anmeldung: Medien werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 15. Juni 2020 um 12 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

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    Pressestelle Einsatzflottille 1, Kiel
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  • Modernisierung schreitet voran! Fregatte "Nordrhein-Westfalen" jetzt Teil der Flotte

    Wilhelmshaven (ots) - Am morgigen Mittwoch, den 10. Juni 2020, wird die Deutsche Marine mit der "Nordrhein-Westfalen" die zweite von insgesamt vier Fregatten der Klasse F125 in Dienst stellen. Das Schiff wird zum 4. Fregattengeschwader, einem der Verbände der Einsatzflottille 2, gehören und im Marinestützpunkt Wilhelmshaven beheimatet sein.

    "Wir freuen uns über die Indienststellung der zweiten Einheit der Klasse F125. Es ist ein wesentlicher Meilenstein hin zur vollen Einsatzfähigkeit, denn nun haben wir zwei Plattformen, mit denen uns die Möglichkeit gegeben ist, eigenverantwortlich Einsatzausbildung zu betreiben und damit das Waffensystem für die Marine vollständig verfügbar zu machen", erklärte Flottillenadmiral Ralf Kuchler (50), Kommandeur der Einsatzflottille 2.

    Auf Befehl des gebürtigen Westfalen, Vizeadmiral Rainer Brinkmann (62), Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, wird Fregattenkapitän Stefan Schulz (49), Kommandant der Besatzung "Charlie" und ebenfalls Westfale, die Fregatte in Dienst stellen.

    "Nach einer intensiven und erfolgreichen Erprobungsphase ist die Indienststellung der Fregatte 'Nordrhein-Westfalen' ein weiterer Meilenstein in der Modernisierung unserer Deutschen Marine. Die Besatzung 'Charlie' hatte daran maßgeblichen Anteil und sieht nun mit spannender Erwartung der kommenden Einsatzausbildung entgegen, um die immensen Fähigkeiten dieses modernen Systems endlich unter operativen Bedingungen einsetzen zu können", so Fregattenkapitän Stefan Schulz.

    Zu den geladenen Gästen gehören auch der Ministerpräsident des Patenlandes des Schiffes, Herr Armin Laschet (59), der parlamentarische Staatssekretär Dr. Peter Tauber (45), sowie die Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller (36) und Ingo Gädechens (59).

    "Die Bundeswehr verkörpert unsere freiheitliche und wehrhafte Demokratie und ist bei uns in Nordrhein-Westfalen fest verankert. Deshalb ist die Benennung der Fregatte so passend: Sie wird als fahrende Botschafterin unseres Landes auf den Weltmeeren unterwegs sein, um für den Erhalt von Frieden und Freiheit zu sorgen. Die Mission der Fregatte 'Nordrhein-Westfalen' dient unmittelbar unserem Wohl. Die Patenschaft für die Fregatte ist mir ein Herzensanliegen, das über den 'Freundeskreis Fregatte Nordrhein-Westfalen' auch den Bürgerinnen und Bürgern nahegebracht wird. Ich wünsche der Fregatte allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel", so Ministerpräsident Laschet.

    Hintergrundinformationen

    Neben der "Baden-Württemberg" wird auch die "Nordrhein-Westfalen" mit einem Mehrbesatzungskonzept betrieben. Die hochmoderne und dennoch robuste Technik macht die Intensivnutzung mit bis zu zwei Jahren Stehzeit im Einsatzgebiet ohne planmäßigen Werftaufenthalt möglich. Dank des hohen Automatisierungsgrads können die Schiffe zudem mit einer Besatzungsstärke von nur 120 Männern und Frauen zur See fahren. Zum Vergleich: die "älteren" Fregatten der Deutschen Marine benötigen fast doppelt so viel an Besatzung.

    Mit der Übergabe der "Nordrhein-Westfalen" an die Deutsche Marine demonstriert der maritime wehrtechnische Bereich eindrucksvoll seine Leistungsfähigkeit. Mit den Fregatten der Klasse F125 gewinnt die Marine die Fähigkeiten zur weitreichenden taktischen Feuerunterstützung von Heereskräften an Land sowie zur Abwehr asymmetrischer Bedrohungen. Seeziele bekämpft die "Baden-Württemberg"-Klasse beispielsweise mit den Seezielflugkörpern RGM-84 Harpoon, die eine Reichweite von mehr als 220 km haben.

    Mit den vier sogenannten Buster-Booten und den Bordhubschraubern verfügt jede Fregatte neben einer erweiterten Aufklärungs- und Waffenreichweite über umfassende Verbringungsmittel, um eigene Spezial- bzw. spezialisierte Kräfte zur Rettung und Evakuierung, zur bewaffneten Rückführung sowie zu Operationen gegen gegnerische Kräfte einsetzen zu können. Mit den eingeschifften Marinehubschraubern sind sie zudem in der Lage, in einen modernen U-Jagd-Verbund eingebunden zu werden. Durch ihre großzügigen Einschiffungskapazitäten eignen sich die Schiffe auch gut zur Verbandsführung. Die Marine setzt mit den Kammern für die Besatzung neue Maßstäbe. Jede Kammer ist eigens mit einer angrenzenden Nasszelle ausgestattet und verfügt über eine Internetverbindung, die es den Soldatinnen und Soldaten ermöglicht, auch während längerer Abwesenheiten mit ihren Angehörigen in Verbindung zu bleiben. Die Herstellung der vollen Einsatzfähigkeit erreicht mit dem zweiten Schiff der Klasse F125 einen wichtigen Meilenstein und wird systematisch mit den beiden Folgeschiffen zum Abschluss gebracht.

    Hinweise für die Presse

    Aufgrund der Corona-Lage wird die Indienststellungszeremonie in einem kleinen Kreis gefeiert werden. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wird als alleiniger Vertreter der Medien vor Ort sein und Material generieren, das dann allgemein verfügbar sein wird.

    Termin: Mittwoch, den 10. Juni 2020

    Ort: Marinestützpunkt Heppenser Groden

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  • Deutsche Marine nimmt Flugbetrieb mit den neuen Marinehubschraubern "Sea Lion" auf

    Nordholz (ots) - Heute, am 08. Juni 2020, beginnt der "Anfangsflugbetrieb" mit den neuen Marinehubschraubern des Typs NH90 NTH "Sea Lion" (NATO Helicopter 90 Naval Transport Helicopter). Die Deutsche Marine hatte die drei bereits beim Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz stationierten "Sea Lion" am 04. Juni offiziell übernommen. Geplant ist die Beschaffung von insgesamt 18 Mehrzweckhubschraubern.

    Die Übernahme erfolgte vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Bereits am 27. Mai hatte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause (63), dazu die Übernahmebereitschaft für die Deutsche Marine erklärt und das dafür notwendige Dokument unterzeichnet. Mit einem Festakt am 25. Juni beim Marinefliegerkommando in Nordholz soll die Bedeutung der Übernahme des "Sea Lion" unterstrichen werden.

    Hintergrundinformation

    Der NH90 NTH "Sea Lion" ist der neue Mehrzweckhubschrauber der Marine. Der neue Marinehubschrauber basiert auf dem NATO Frigate Helicopter (NHF) und verfügt - anders als die Heeresvariante TTH (Taktischer Transport Hubschrauber) - über deutlich mehr Sensoren sowie Navigations- und Kommunikationsgeräte.

    Als Marinehubschrauber hat der Naval Transport Helicopter auch wichtige bauliche Unterschiede: Er besitzt unter anderem eine Harpune, um sich auf Flugdecks von Schiffen zu sichern und einen automatisch faltbaren Rotor für den Bordhangar. Als Bordhubschrauber lässt er sich auf den Einsatzgruppenversorgern der Berlin-Klasse einschiffen, kann aber auch auf allen anderen Marineschiffen mit Flugdeck landen.

    Hauptsächlich dient der Helikopter für Such- und Rettungsmissionen (SAR = Search and Rescue) sowie für den Transport von Personal und Material. Bis zu 20 Personen finden im NH90 NTH "Sea Lion" Platz; für SAR-Flüge hat er eine Rettungswinde und spezielle medizinische Ausstattung.

    Zu den Sensoren des "Sea Lion" gehört ein 360-Grad-Seeraum-Überwachungsradar, Infrarot- und Videokameras kombiniert mit Laser-Entfernungsmesser sowie Sensoren für gegnerische Radare. Eine taktische Konsole verarbeitet die Sensordaten und tauscht sie mit anderen Schiffen und Flugzeugen der Flotte aus. Diese Ausrüstung macht den NH90 NTH zum Aufklärungshubschrauber.

    Der "Sea Lion" eignet sich obendrein ideal für den Einsatz von Boardingsoldaten oder Spezialkräften. Begibt sich der Helikopter dabei in eine Risikozone, lässt er sich mit schweren Maschinengewehren bewaffnen. Zum Eigenschutz in solchen Situationen kann er Täuschkörper werfen.

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  • 85 Tage ohne Landgang - Kieler Minenjagdboot "Fulda" vom NATO-Einsatz zurück

    Kiel (ots) - Das Minenjagdboot "Fulda" ist am Freitag, den 5. Juni 2020 nach rund fünfmonatigem NATO-Einsatz in den Heimathafen Kiel zurückgekehrt. Die etwa 40-köpfige Besatzung unter dem Kommando von Kapitänleutnant Mario Bewert (32) war am 8. Januar 2020 in Kiel ausgelaufen, nachdem sie zuvor ein forderndes nationales und internationales Ausbildungsprogramm absolviert hatte. Mitte Januar schloss sich die "Fulda" dem Verband im Mittelmeer an.

    Das Boot unterstand in den zurückliegenden Monaten zuerst dem Ständigen Minenabwehrverband der Allianz im Mittelmeer und Schwarzen Meer (SNMCMG 2, Standing NATO Mine Countermeasures Group 2) und danach dem Verband in Nord- und Ostsee (SNMCMG 1). Die Bündnispartner besetzen diese maritimen Einsatzgruppen dauerhaft mit Schiffen und Booten. Für die Deutsche Marine stellt das 3. Minensuchgeschwader durchgängig zertifizierte Besatzungen und Minenabwehrboote für diese Gruppen in See bereit, sie zählen zu den Eingreifkräften NATO Response Force, trainieren alle Aspekte der Minenkriegführung und sind mit Minenabwehrfahrzeugen und Führungsschiffen in ständiger Einsatzbereitschaft.

    Durch die Auswirkungen der COVID-19-/SARS-CoV-2-Pandemie wurden im Einsatzraum des Bootes fortan Häfen geschlossen oder die Versorgung mit Ersatz- und Austauschteilen aus der Einsatzversorgung der Deutschen Marine durch Einreiseauflagen erheblich erschwert. Deshalb beorderte das Verteidigungsministerium das Boot Ende April in heimatnahe Gewässer, wozu es das Mittelmeer am 3. Mai verließ und von der SNMCMG 2 zur SNMCMG 1 wechselte. Seitdem unterstand die Besatzung dem norwegischen Kommandeur Fregattenkapitän Henning Knudsen-Hauge, der die SNMCMG 1 von Bord des deutschen Tenders "Donau" führt. Als die Soldatinnen und Soldaten von ihren Familien in Empfang genommen wurden, hatten sie zuvor rund 85 Tage keine Gelegenheit mehr zum Landgang.

    Das Minenjagdboot "Fulda" untersteht seit Einlaufen wieder dem deutschen Marinekommando. Das Minenjagdboot "Grömitz" wird für die kommenden Monate dem NATO- Marinehauptquartier Allied Maritime Command in Northwood (Großbritannien) unterstellt und ist ab sofort in Auslaufbereitschaft. Das Boot wird in den nächsten Wochen unter Führung des SNMCMG 1-Kommandeurs bereits an dem Ostseemanöver BALTOPS teilnehmen.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden.

    Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte VERY HIGH READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

    Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG1 operiert ganzjährig in Nord- und Ostsee sowie im Atlantik, die SNMCMG 2 überwiegend im Mittelmeer und angrenzenden Seegebieten. Die Gruppen haben den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkriegführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Das Boot mit der Rumpfnummer M1058 ist ein Minenjagdboot der Frankenthal-Klasse. Diese Minenjäger suchen mit Sonaranlagen unter Wasser nach Objekten ein und können sie mit ferngelenkten Drohnen identifizieren und zerstören. Wo die Technik an ihre Grenzen stößt, setzen die Jäger auch Minentaucher ein - beispielsweise in flachem Wasser, in Häfen, oder dort, wo Seeminen in der Nähe von Pipelines oder Unterwasserkabeln liegen. Zum Schutz vor dem Ansprechverhalten von Minen sind die Boote aus amagnetischem Stahl gefertigt und unterdrücken aktiv die Magnetfelder, die die eigenen elektronischen Anlagen erzeugen. Außerdem können sie extrem leise in Seeminenfeldern operieren. Die Boote können selbst Seeminen legen, um Wasserstraßen zu sperren, eigene Gewässer zu schützen oder einem Gegner die Nutzung von Seegebieten zu verwehren.

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  • Seltener Besuch in Warnemünde - Fregatte "Lübeck" auf dem Weg zum internationalen Manöver

    Warnemünde (ots) - Am Freitag, den 05. Juni 2020 um 10 Uhr, wird die Fregatte "Lübeck" unter dem Kommando von Fregattenkapitän Mathias Rix (45) in Warnemünde einlaufen und bis Sonntag, den 07. Juni 2020, am Passagierkai liegen.

    Bereits am Dienstag, den 02. Juni 2020, hat das mehr als 5.000 Tonnen schwere Schiff und seine rund 200-köpfige Besatzung den Heimathafen Wilhelmshaven in Richtung Ostsee verlassen, um an dem internationalen Manöver Baltic Operations 2020 (BALTOPS) teilzunehmen. Das jährlich stattfindende Manöver dient dazu die multinationale Zusammenarbeit von Boden-, See- und Luftstreitkräften in verschiedenen militärischen Übungsszenarien im Ostseeraum zu trainieren.

    "Der Fokus der diesjährigen Übung liegt in den Bereichen der Luftverteidigung, der Uboot-Jagd und der Überwasserseekriegsführung. Die Männer und Frauen der 'Lübeck' sind daher bestens ausgebildet und hochmotiviert dieses Manöver zu bestreiten, deshalb freue ich mich, mit meiner Besatzung an BALTOPS 2020 teilnehmen zu dürfen", so Fregattenkapitän Rix.

    Geführt wird die Übung von der 6. US Flotte. Knapp 28 Schiffe und 28 Luftfahrzeuge sind daran beteiligt. Zu den teilnehmenden Nationen gehören neben Deutschland und den USA auch die NATO-Mitgliedsaaten Polen, Großbritannien, Litauen, Lettland, Estland, Norwegen, Frankreich, Italien, Dänemark, Kanada, Türkei, Spanien, Portugal, Griechenland, Niederlande sowie die nicht NATO-Mitgliedstaaten Finnland und Schweden.

    Von der Deutschen Marine sind neben der Fregatte "Lübeck" und den zwei an Bord befindlichen Hubschraubern des Typs Sea Lynx Mk 88 A, auch die beiden Tender "Werra" und "Donau", die Minenjagdboote "Weilheim" und "Grömitz" sowie ein Seefernaufklärer vom Typ P-3C "Orion" beteiligt.

    Zum Erhalt der Einsatzbereitschaft werden auch bei BALTOPS besondere Infektionsschutzmaßnahmen zur Eindämmung des COVID-19 Virus getroffen. "An Bord der 'Lübeck' versuchen wir - dort wo es geht - den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Um die Gefahr einer Fremdansteckung durch bordfremde Personen zu minimieren, habe ich deshalb entschieden, dass meine Besatzung und ich in Warnemünde an Bord verbleiben. Das heißt im Umkehrschluss leider auch, dass während des Hafenaufenthaltes keine Besuche auf der Fregatte gestattet sind", erklärt Rix.

    Der kurze Aufenthalt in Warnemünde wird von Schiff und Besatzung für letzte Vorbereitungen, wie beispielsweise eine Kraftstoffübernahme genutzt, bevor es auf den weiteren Weg in die Ostsee geht. Nach Abschluss des Manövers wird die Fregatte "Lübeck" in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurückkehren, um sich auf weitere Seefahrten vorzubereiten.

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  • BALTIC OPERATIONS 2020 (BALTOPS 2020)

    Kiel (ots) - BALTIC SEA - The 49th Baltic Operations (BALTOPS 2020) exercise, the premier maritime-focused exercise in the Baltic Region, kicks off today, June 7, in the Baltic Sea.

    Between June 7-16, air and maritime assets from 19 NATO allies and partner nations will participate in live training events that include air defence, anti-submarine warfare, maritime interdiction and mine countermeasure operations.

    For the first time, the exercise will be commanded ashore by Naval Striking and Support Forces NATO (STRIKFORNATO) at its headquarters in Lisbon, Portugal through its new maritime operations center.

    To ensure the safety and health of participating military personnel, BALTOPS 2020 will take place exclusively at sea. This precaution allows units to enhance multinational operational cooperation, while ensuring that crews remain healthy and ready to provide continuous regional security.

    "BALTOPS provides the opportunity for NATO and partner nations to operate together, sharing best practices to improve real world operations," said U.S. Vice Adm. Lisa Franchetti, commander, Naval Striking and Support Forces NATO and commander, U.S. 6th Fleet. "Although we'll conduct this year's event entirely at sea, BALTOPS 2020 will demonstrate our continuous commitment to regional security and reinforce the inherent flexibility of our combined naval force to operate together under any circumstances."

    BALTOPS 2020 is divided into two at sea training phases: the combat enhancement training (CET) and force integration training (FIT) portion and the final tactical phase of the exercise (TACEX).

    During the first six days (the CET/FIT phase) ships and aircraft will rehearse common tactics, techniques, and procedures under a scripted programme of events, enabling them to safely operate together as a force.

    The exercise will culminate with the TACEX phase where forces will shift into a "free-play" portion, and commanders are given more freedom to run their own tactical programs. The TACEX phase is designed to better represent operating in real world situations.

    Participating nations include Canada, Denmark, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Italy, Latvia, Lithuania, the Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Spain, Sweden, Turkey, the U.K., and the U.S., with 29 maritime units, 29 aircraft and 3.000 personnel.

    BALTOPS, held in the Baltic region since in 1972, is a joint, maritime-focused exercise that brings together NATO Allies and Partners in order to increase interoperability and enhance flexibility among the participants.

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  • Auge an der Außengrenze - U33 kommt von NATO-Patrouille zurück

    Eckernförde (ots) -

    Sperrfrist: 24.05.2020 00:00
    Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
    Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist. 

    Am Montag, den 25. Mai 2020 um 11.30 Uhr, wird das Uboot U33 im Marinestützpunkt und Heimathafen Eckernförde einlaufen. Das Boot unter der Führung von Kapitänleutnant Tobias Eikermann (33) hat seit Februar mehrere Aufklärungsfahrten an der Außengrenze der NATO unternommen und war in den zurückliegenden Wochen dem Maritimen Hauptquartier der Allianz (Allied Maritime Command, MARCOM) in Northwood (Großbritannien) unterstellt.

    Die Patrouille gehört zu den NATO Assurance Measures und hatte zum Schwerpunkt, die Aktivitäten der russischen Flotte zu beobachten. U33 gehört zu den ersten deutschen Ubooten, die dafür dem MARCOM unterstellt und von dessen Uboot-Führungszelle eingesetzt wurden. Die Maßnahmen der Rückversicherung sind Zeichen des Zusammenhalts der Allianz nach innen und der Entschlossenheit nach außen; sie sind eine Säule des NATO Readiness Action Plan und gehen auf den Gipfel von Wales 2014 zurück, auf dem die Alliierten eine verstärkte Präsenz an der Ostflanke vereinbart hatten.

    "Wir tragen in der Ostsee besondere Verantwortung für die Sicherheit der Allianz. Unsere Partner erwarten von uns eine Führungsrolle", sagt Flottillenadmiral Christian Bock (50). Er ist Kommandeur der Einsatzflottille 1 der Deutschen Marine, zu der das 1. Ubootgeschwader gehört. "Die Ostsee ist eine Verlängerung der Nordflanke. Für unsere Alliierten in Polen und im Baltikum ist sie der einzige 'nasse' Versorgungsweg, eine Lebensader, mit nur einem natürlichen Zugang. Schon in Krisenzeiten, vor jedem Ernstfall, kommen über diesen Seeweg Verstärkungskräfte und Versorgung für die Bevölkerung. Deshalb müssen wir die Freiheit und Sicherheit dieser Routen sicherstellen. Dazu gehört, dass wir wissen, wer sich wann, wo und mit welchen Absichten auf der Ostsee bewegt."

    Die Deutsche Marine ist nicht nur die größte Bündnismarine mit Ostseezugang, sondern besitzt vor allem detaillierte Kenntnisse des navigatorisch und taktisch anspruchsvollen Einsatzraums über und unter Wasser. In den flachen, engen und viel befahrenen Gewässern der Ostsee lange und unentdeckt zu tauchen, erfordert nach höchsten Standards ausgebildete und eingespielte Besatzungen. Die Deutsche Marine ist der einzige Ostsee-Anrainer des Bündnisses, der seine Uboote in der ganzen Ostsee getaucht einsetzen kann.

    Hintergrundinformationen

    Unter dem Eindruck der Geschehnisse auf der Krim und in der Ukraine hat die NATO auf dem 26. Gipfeltreffen in Wales im September 2014 den Readiness Action Plan beschlossen. Neben den als "Speerspitze" bekannten Einsatzkräften der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) gehören dazu auch der Einsatz von Aufklärungs- und Kampfflugzeugen und die stärkere Präsenz von Marinekräften in der Ostsee.

    Link zur Gipfelerklärung: https://www.bmvg.de/de/themen/dossiers/die-nato-staerke-und-dialog/nato-gipfel-2014-erhoehte-einsatzbereitschaft

    Deutschland beteiligt sich seit 2014 regelmäßig mit Schiffen und Booten sowie Seefernaufklärungsflugzeugen im Rahmen von Manövern und Aufklärungsflügen an den NATO Assurance Measures, um Präsenz und Entschlossenheit des Bündnisses zu demonstrieren. Die Allianz stellt darüber hinaus mit den Marine-Einsatzgruppen vier ständige Verbände in See - zwei davon haben ihr Einsatz- und Patrouillengebiet in Nord- und Ostsee und sind momentan auch mit deutschen Schiffen und Booten besetzt.

    Zum 1. Ubootgeschwader gehören sechs Uboote der Klasses 212A, der Tender "Main", drei Flottendienstboote, das Ausbildungszentrum Uboote und das Hydroakustische Analysezentrum der Marine. Insgesamt dienen rund 800 Männer und Frauen in dem Eckernförder Verband. Uboote sammeln mit ihrem weitreichenden Sonar und elektronischer Fernmeldeaufklärung unentdeckt Informationen und können Unterwasser- sowie Überwasserseeziele bekämpfen. Die deutschen Uboote gehören zu den modernsten konventionellen (nicht nukleargetriebenen) Ubooten und sind für weltweite und lang dauernde Missionen konzipiert. Aufgrund ihrer Größe, Bauweise und Manövriereigenschaften sind sie aber besonders gut in Küstennähe, in schwierigen und engen Gewässern sowie bei geringen Wassertiefen einsetzbar und können mit ihrem außenluftunabhängigen Antrieb lange Zeit getaucht fahren. Unter Wasser können Spezialkräfte unentdeckt ein Uboot über das Torpedorohr verlassen, beispielsweise für Einsätze zur Geiselbefreiung oder für Rettungsmissionen.

    Zum Termin "Auge an der Außengrenze - U33 kommt von NATO-Patrouille zurück" wird um frühzeitige Anmeldung gebeten:

    Termin:

    Montag, den 25. Mai 2020, Eintreffen bis spätestens 10.00 Uhr

    Ort: Hauptwache Marinestützpunkt (Am Ort 6, 24340 Eckernförde)

    11:30 Uhr Einlaufen Uboot U33 (Mittelmole)

    anschl. Begrüßung durch Kommandeur Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Bock

    Beim Termin besteht die Gelegenheit für Schnittbilder, Fotos, Hintergrundgespräche und Statements.

    Akkreditierung: Es besteht die Möglichkeit der kurzfristigen Akkreditierung. Melden Sie sich dazu bitte mit beiliegendem Formular bis Sonntag, den 24. Mai 2020 um 18.00 Uhr per Fax +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail an. Nachmeldungen sind danach nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Eckernförde
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  • Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" kehrt aus NATO-Einsatz in der Ägäis zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Dienstag, den 28. April 2020, kehrt die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" aus der Ägäis nach Wilhelmshaven zurück. Um 10 Uhr wird die Fregatte an der Instandsetzungspier im Innenhafen festmachen. Am 17. Januar hatte sie ihren Heimathafen mit Kurs Mittelmeer verlassen. Dort war das zum 2. Fregattengeschwader gehörige Schiff Teil des NATO-Verbandes "Standing Nato Maritime Group 2 (SNMG2)".

    Während der vergangenen gut drei Monate stand in der Hauptsache die Seeraumüberwachung im Ägäischen Meer im Fokus des Handelns. Das Schiff und seine Besatzung haben im Auftrag der NATO ihren Beitrag zur Unterstützung der türkischen und griechischen Küstenwache sowie der Europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (FRONTEX) geleistet. Nach rund 22.300 Seemeilen, was gut 41.000 Kilometern entspricht, kehrt die "Mecklenburg-Vorpommern" nach Hause zurück, nachdem sie vor Ort durch den Einsatzgruppenversorger "Berlin" abgelöst wurde.

    "Unser Einsatz als Flaggschiff des 14. Kontingents 'NATO-Unterstützung Ägäis' war in vielfacher Hinsicht 'außergewöhnlich'. Neben der kurzfristigen Verschärfung der Migrationskrise Anfang März 2020 waren wir als erstes deutsches Schiff dort aktiv in einen SOLAS-Fall (Safety of Life at Sea) involviert und haben 27 Menschen aus Seenot gerettet. Zusätzlich haben die Maßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie dazu geführt, dass wir über neun Wochen das Schiff nicht verlassen konnten", erklärt der Kommandant des Schiffes, Fregattenkapitän Torben Jürgensen (44). "Ich bin stolz auf die Besatzung der 'Mecklenburg-Vorpommern', die hervorragende Arbeit geleistet und ihren Teil zur Stabilisierung der Situation beigetragen hat. Die Erfahrungen haben uns zusammengeschweißt, aber nun freuen wir uns auf zu Hause", sagt er abschließend.

    Nach der Heimkehr geht das Leben an Bord mit reduzierter Besatzung weiter. Ein Großteil der Crew wird Urlaub nehmen können, während parallel diverse Instandsetzungsmaßnahmen für die nächsten Vorhaben durchgeführt werden müssen. Auf dem Programm steht im Juni zunächst eine Einzelausbildungsphase auf See. Nach der Sommerpause ist die Fregatte in der zweiten Jahreshälfte als Flaggschiff für verschiedene Manöver eingeplant.

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  • Fregatte "Baden-Württemberg" kehrt von Warmwassererprobung vor Brasilien zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 16. April 2020 kehrt um 10:00 Uhr die Fregatte "Baden-Württemberg" von ihrer Warmwassererprobung aus Brasilien zurück. Dorthin war das Schiff am 7. Februar ausgelaufen, um die technischen Anlagen an Bord unter den Einflüssen warmer Luft und warmen Wassers zu testen.

    Eine große Anzahl technischer Anlagen eines Schiffes ist auf Kühlung angewiesen. Diese erfolgt entweder durch Luft oder Seewasser, sodass mit steigenden Luft- und Wassertemperaturen in der Schiffsumgebung Veränderungen in den Kühlungsprozessen denkbar sind. Um herauszufinden, ob ein neues Schiff auch den Anforderungen in potentiell warmen Einsatzgebieten wie erwartet standhält, müssen die entsprechenden Anlagen verschiedene Testprogramme durchlaufen. Die aktuellen Testergebnisse haben die Belastbarkeit der Anlagen der "Baden-Württemberg" auch unter Extrembedingungen bestätigt.

    Die bereits durchgeführte Kaltwassererprobung sowie die nun abgeschlossene Erprobung in warmen Gewässern können erst nach der Indienststellung eines Schiffes erfolgen. Um ein Schiff sinnvoll testen zu können, sind Fahrprogramme notwendig, die einem Einsatzszenario nahekommen. Dies wiederum erfordert einen entsprechenden Ausbildungsstand der Besatzung, der über eine "sichere Teilnahme am Seeverkehr" hinausgeht. Solche operativen Ausbildungsanteile sind jedoch erst nach der Indienststellung eines Schiffes möglich.

    Als das Schiff Anfang Februar den Heimathafen verließ, stand die Reise noch unter anderen Vorzeichen. Die Corona-Pandemie war zu dieser Zeit noch nicht präsent, Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland und in weiten Teilen der Welt noch nicht vorhanden. Durch die Ausweitung zur Pandemie sahen sich Schiff und Besatzung jedoch einer neuen und ungewohnten Herausforderung gegenübergestellt. Seit dem 10. März durfte zum Schutz der Besatzung niemand mehr das Schiff verlassen und niemand durfte an Bord. Der Landgang in Salvador de Bahia, Brasilien, auf den sich die Besatzung so gefreut hatte, musste entfallen. Auf die Erprobungen indes hatte die neue Lage keine Auswirkungen. Die vorgesehenen Tests in warmen Gewässern konnten wie geplant durchgeführt werden.

    Auf ihrer Reise nach Salvador de Bahia in Brasilien und zurück hat die "Baden-Württemberg" insgesamt rund 13.500 Seemeilen (25.000 Km) zurückgelegt und unter anderem auch Häfen auf den Kanarischen und den Kapverdischen Inseln angelaufen. Als nächstes steht ab Anfang Mai eine etwa dreimonatige Gewährleistungswerftliegezeit bei Blohm & Voss in Hamburg an.

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  • Fregatte "Lübeck" kehrt von multinationalem Flugzeugträgerverband zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Mittwoch, den 15. April 2020 kehrt die Fregatte "Lübeck" nach knapp zwei Monaten wieder in den Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurück. Sie war Teil des multinationalen Flugzeugträgerverbandes "Mission Foch" rund um den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle".

    Im Ostatlantik und der Nordsee hatten die teilnehmenden Fregatten, Zerstörer und Versorgungsschiffe geübt, im Verband zu agieren. Dafür wurden standardisierte Verfahren vertieft. Der 30 Jahre alten Fregatte "Lübeck" ist dabei eine besondere Rolle zugekommen. Im Trägerverband konnte die älteste, noch aktive Fregatte Deutschlands durch ihre U-Boot-Jagd-Fähigkeiten unterstützen. Auch über Wasser bot sie der "Charles de Gaulle" Schutz, indem sie sich zwischen Flugzeugträger und eine mögliche (simulierte) Bedrohung positionierte oder beim Flugbetrieb den Bereich um das Flaggschiff herum freihielt.

    Mit diesen Fähigkeiten hat die "Lübeck" einen essentiellen Beitrag zur "Mission Foch" geleistet. Durch die internationale Kooperation im multinationalen Trägerverband konnte die operative Zusammenarbeit von Seestreitkräften verbessert werden. Damit haben die Fregatte "Lübeck" und der gesamte Verband zur Sicherheit der Seewege in nationalen und internationalen Gewässern von EU- und NATO-Mitgliedstaaten beigetragen.

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  • Kommodore wechselt im Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin"

    Nordholz (ots) -

    Sperrfrist: 03.04.2020 11:05
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    Am heutigen Freitag, den 03. April 2020 wechselte die Spitze des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin". Der Kommodore, Fregattenkapitän Jörg Matthée, übergab das Kommando an seinen Nachfolger, Fregattenkapitän Oliver Ottmüller. Aufgrund der derzeitigen Corona-Krise verzichtet man auf das sonstige militärische Zeremoniell. Die Übergabe fand im "engsten Kreis" statt.

    Ursprünglich sollte der Kommodorewechsel mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft, Partnern und Musikkorps vollzogen werden, doch die "Corona-Krise" schränkt nicht nur das öffentliche Leben erheblich ein. Auch der Dienstbetrieb im Marinefliegerstützpunkt Nordholz steht Kopf. Der Kommandeur des Marinefliegerkommandos, Kapitän zur See Thorsten Bobzin, steht vor der Herausforderung, Einsätze und andere Verpflichtungen wie den Such- und Rettungsdienst aufrecht zu erhalten, Kräfte für Hilfeleistungen vorzuhalten und gleichzeitig Maßnahmen zum Schutz der eigenen Soldaten und Mitarbeiter zu treffen."Routineaufgaben haben wir weitgehend eingestellt, um Einsatzbereitschaft, Fürsorge und Hilfestellung für die Region gleichermaßen bieten zu können", betont der Kommandeur.

    Vom Cuxland in die Hansestadt

    Der scheidende Kommodore hatte die Verantwortung über das Traditionsgeschwader "Graf Zeppelin" im November 2015 übernommen. Während seiner Amtszeit hatte Fregattenkapitän Jörg Matthée viele Herausforderungen zu meistern. Neben zahlreichen infrastrukturellen Hürden im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Hubschraubers vom Typ "Sea Lion" beschäftigte Matthée vor allem die Umrüstung der eigenen P-3C Orion Flotte, die in den zurückliegenden Jahren leider massiven Einfluss auf die technische Bereitschaftslage mit sich führte. Die Regeneration von fachlich hoch qualifiziertem Personal stellte eine weitere Hürde dar, so dass die Sicherstellung der laufenden Einsatzverpflichtungen einem steten Drahtseilakt glich. Kapitän zur See Bobzin hob daher abschließend auch die aus seiner Sicht beeindruckende Gesamtleistung des Geschwaders unter Matthées Führung bei schwierigen Rahmenbedingungen hervor. Als besonderes Highlight verzeichnete Matthée hingegen die Besuche der Orion-Staffeln in Brasilien und Pakistan im Rahmen der internationalen Kooperationsprogramme. Fregattenkapitän Matthée wechselt nach knapp viereinhalb Jahren als Dienststellenleiter an die Elbmetropole, wo er in der Fakultät Management an der Führungsakademie der Bundeswehr im Bereich der Lehre eingesetzt wird.

    Das Zepter übernommen

    Staffelkapitän der 2. fliegenden Staffel, Kommandeur der Fliegenden Gruppe im Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" und zuletzt als Chef des Stabes im Marinefliegerkommando. Fregattenkapitän Oliver Ottmüller hat im Rahmen seiner militärischen Laufbahn bereits diverse wichtige Führungspositionen im Marinefliegerstützpunkt besetzt und kennt die militärischen Strukturen am Standort wie seine Westentasche. Er selbst bezeichnet den Marinefliegerstützpunkt als seine militärische Heimat. Mit der kommenden Verwendung als Kommodore des Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" geht ein Traum in Erfüllung.

    "Die Verwendung als Kommodore eines fliegenden Verbandes ist und bleibt DIE fliegende Verwendung. Ich freue mich riesig auf die neue Verwendung, die die Krönung meiner fliegerischen Laufbahn darstellt! Mit der Verwendung sind viele Herausforderungen verbunden, die ich mit allen Geschwaderangehörigen gemeinsam meistern möchte. In der aktuell schwierigen Situation der Corona-Krise gilt es, auch weiterhin die Einsatzbereitschaft sowohl der P-3C Orion als auch der DO-228 und auch des Marinefliegerstützpunktes aufrecht zu erhalten und den Einsatzverpflichtungen nachzukommen, stets mit dem Blick für die angespannte personelle und materielle Situation", hebt der neue Kommodore Ottmüller hervor.

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  • Leinen Los! Einsatzgruppenversorger "Berlin" verlässt Wilhelmshaven in Richtung Ägäis

    Wilhelmshaven (ots) - Am morgigen Donnerstag, den 02. April 2020, wird der Einsatzgruppenversorger "Berlin" um 09:30 Uhr für gut fünf Monate aus seinem Heimathafen Wilhelmshaven in Richtung Ägäis auslaufen, um dort die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" in der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) abzulösen. Diese war Mitte Januar in Richtung Mittelmeer aufgebrochen. Nach der Übergabe auf Kreta wird sie die Heimreise antreten und Ende April in Wilhelmshaven zurückerwartet.

    "Dieser Einsatz wird angesichts der Corona-Krise eine besondere Herausforderung für die Besatzung. Gerade aber wegen dieser Besatzung gehe ich besonders zuversichtlich in den Einsatz. Das sind ganz besonders wertvolle Menschen, die für andere da sein wollen. Wenn es eine Besatzung schafft, unter diesen besonderen Bedingungen den Einsatzauftrag zu erfüllen, dann ist es die der "Berlin", sagt der Kommandant Fregattenkapitän Stefan Klatt (51) mit Blick auf die bevorstehende Aufgabe.

    In der Ägäis erwartet die Besatzung eine enge Zusammenarbeit mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der Europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (FRONTEX). Hierbei wird die Hauptaufgabe der "Berlin" die Seeraumüberwachung sein.

    Auf die Frage, wie sich Schiff und Besatzung auf diesen Einsatz vorbereitet haben, antwortet der Kommandant: "An den üblichen Vorbereitungen hat sich nicht viel geändert. Die Besatzung ist vollumfänglich für jedweden Einsatz ausgebildet. Zudem ist auch das Schiff technisch in einwandfreiem Zustand. Die Corona-Krise hat uns natürlich, wie alle anderen auch, vor zusätzliche Herausforderungen gestellt, die wir aber meistern konnten. In diesem Zusammenhang sei gesagt, dass die Besatzung trotz Krisenzeiten willens und bereit ist, den Auftrag zu erfüllen."

    Angesichts der aktuellen Lage mussten sich die rund 190 Besatzungsmitglieder bereits vorab von ihren Angehörigen verabschieden. Das Schiff wird den Marinestützpunkt ohne Publikum quasi klammheimlich verlassen. Voraussichtlich Mitte September wird die "Berlin" in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurückkehren, dann hoffentlich wieder mit dem üblichen "großen Bahnhof".

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  • Neuer Kommandant auf der Brücke der Fregatte "Hamburg"

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 26. März 2020 um 10 Uhr, hat auf der Fregatte "Hamburg" ein Kommandowechsel stattgefunden. Nach zweieinhalb Jahren als Kommandant ist Fregattenkapitän Christian Herrmann (43) von Fregattenkapitän Jan Fitschen (42) abgelöst worden. Aufgrund der besonderen Umstände, die die aktuelle Corona-Lage mit sich bringt, fand das feierliche Zeremoniell ohne geladene Gäste statt. Die Besatzung trat dazu in aufgelockerter Formation auf dem Flugdeck an, um die derzeit gebotenen Sicherheitsabstände einhalten zu können.

    Im September 2017 hatte Fregattenkapitän Christian Herrmann das Kommando über das Schiff und die Besatzung übernommen. "Ich blicke mit Stolz und Dank auf meine vergangene Kommandantenzeit an Bord der Fregatte "Hamburg". Das Spektrum der Aufgaben für Schiff und Besatzung konnte in den vergangenen zwei Jahren breiter nicht sein. Mir oblag es, das Schiff aus einer langen Werftphase zu führen und die Besatzung während einer fordernden Einsatzausbildung - gipfelnd im GOST (German Operational Sea Training) - zum Team Hamburg zu formen. Gemeinsam bestritten wir fernerhin eine Warmwassererprobung in der Karibik, ein Flugkörperschießen in Skandinavien und schließlich ein Einsatz im Rahmen der NATO-Unterstützung in der Ägäis. Die vergangene Fahrenszeit war in der Rückschau betrachtet fordernd, mit langen Abwesenheitszeiten verbunden, aber stets außerordentlich packend und erzeugte schönste Erinnerungen, die ein Leben lang nachklingen werden", so der alte "Alte" mit Blick auf seine Zeit als Kommandant. Er wechselt von der Brücke der "Hamburg" in das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und wird dort als Referent im Bereich Marineführungsdienste tätig sein.

    Neuer Kommandant wird Fregattenkapitän Jan Fitschen. Er kommt von der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er als Dozent tätig gewesen ist, nun auf die Fregatte "Hamburg". Das freut ihn als gebürtigen und auch immer noch wohnhaften Hamburger besonders. Doch die Auswirkungen der Corona-Lage bekommt der neue Kommandant leider unmittelbar zu spüren. Nicht nur ein Flugkörperschießen in Norwegen Ende Mai ist abgesagt worden, sondern auch die Teilnahme am Hamburger Hafengeburtstag. "Was dies für uns als Besatzung in nächster Zeit bedeutet, ist somit mal wieder ungewiss. Es hilft aber nicht über eine Situation zu klagen, die man selber nicht beeinflussen kann. Es gilt nach vorne zu blicken", so Fregattenkapitän Jan Fitschen mit Blick auf seine bevorstehende Zeit als Kommandant.

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