• Marinestützpunktkommando Wilhelmshaven erhält neuen Kommandeur

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 09. Juli 2020 um 10 Uhr, wird der Kommandeur der Einsatzflottille 2, Flottillenadmiral Ralf Kuchler (50), im Rahmen einer feierlichen Musterung die Verantwortung über das Marinestützpunktkommando von Fregattenkapitän Lars Vergien (44) an Fregattenkapitän Robert Uebe (43) übergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie kann das feierliche Zeremoniell nur in einem kleinen Rahmen stattfinden.

    Das Marinestützpunktkommando Wilhelmshaven koordiniert als globaler "Rundum-Service" die kontinuierliche Nachversorgung der Schiffe der Einsatzflottille 2 in allen in- und ausländischen Häfen. Dazu gehört vor allem, Betriebsstoffe, Ersatzteile, Verbrauchsmaterial, Munition, Verpflegung und Post in jeden Hafen der Welt liefern zu können. Der Stützpunkt allein bevorratet daher schon circa 22.000 verschiedene Versorgungsartikel, die er weltweit an die Schiffe und Boote der Marine versenden kann. Das bedeutet mehr als 50.000 Warenbuchungen jährlich mit einem Materialumschlag von rund 1.100 Tonnen Gesamtgewicht.

    Fregattenkapitän Lars Vergien hatte das Kommando vor dreieinhalb Jahren übernommen. Mit seinem Team war er neben dem täglichen Betrieb auf dem Marinestützpunkt Wilhelmshaven auch für die Organisation der Veranstaltung "Wochenende an der Jade" und für infrastrukturellen Veränderungen im Marinestützpunkt verantwortlich. "Ich möchte nichts herausstellen, da immer alles als Team-Leistung zu bewerten ist. Allerdings freut es mich zu sehen, dass die Infrastruktur in der 4. Einfahrt weiterhin deutliche Fortschritte macht. Als persönliches Highlight bewerte ich die Anti-Terrorismus-Übung NITEX (Niedersächsische Terrorismus-Abwehr-Exercise), die in dieser Form bis dato noch nicht stattgefunden hat", so der scheidende Kommandeur. Bei der Übung haben Deutsche Marine, Bundespolizei und Landespolizei Niedersachsen zusammen trainiert. Fregattenkapitän Vergien wechselt im Anschluss an seine Verwendung in Wilhelmshaven nach Köln in das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr.

    Der neue Kommandeur, Fregattenkapitän Uebe, kehrt nach nationalen Verwendungen im Bereich Logistik / Streitkräftebasis sowie internationalen Verwendungen und zuletzt als Lehrgangsteilnehmer auf dem internationalen Admiralsstabslehrgang zurück an seinen alten Heimatstützpunkt. "Ich freue mich auf meine zukünftige Verwendung als Kommandeur des Marinestützpunktkommandos. Für mich ist es eine herausragende Aufgabe als Marineoffizier Menschen zu führen und das darf ich zukünftig tun. Darüber hinaus kehre ich nach mehreren Verwendungen wieder in die Marine und meinen 'Heimatstützpunkt' Wilhelmshaven zurück und werde zukünftig auch wieder mehr Zeit für Haus und Garten in Jaderberg haben", so Fregattenkapitän Uebe mit Blick in die Zukunft.

    Hintergrundinformationen

    Die Marinestützpunktkommandos sind verantwortlich für die Häfen, in denen die Schiffe und Boote der Marine stationiert sind, und deren Logistik weltweit. Zur Einsatzflottille 2 gehört der Marinestützpunkt in Wilhelmshaven. Die Kommandos organisieren den täglichen Betrieb der Marinebasen. Dafür verfügt die Basis in Wilhelmshaven unter anderem über eigene Schlepper, die größeren Schiffen beim An- und Ablegen helfen. Für Notfälle liegt in Wilhelmshaven eines von zwei Ölauffangschiffen, die auch zivile Behörden beim Bekämpfen von Umweltverschmutzungen unterstützen. Für das Einsatzgebiet Nordsee ist das die "Eversand".

    Die Versorgung aller Schiffe und Boote der Marine, die sich im Einsatz befinden, koordiniert die Basis in Wilhelmshaven mit den drei übrigen Stützpunktkommandos an der Ostsee. Diese Organisation ist darauf ausgelegt, langandauernde, gegebenenfalls auch mehrere streitkräftegemeinsame und multinationale, Einsätze parallel ohne geografische Beschränkungen zu unterstützen.

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  • Marineschule Mürwik erhält fünf neue Boote für die Segelausbildung

    Flensburg (ots) - Am kommenden Freitag, den 10. Juli 2020, erhält die Deutsche Marine fünf neue Dienstsegelboote für die Segelausbildung der Offizieranwärter.

    "Wir freuen uns über den großen Zuwachs unserer Dienstsegelboote. Die militärische Segelausbildung ist ein zentraler und wesentlicher Bestandteil der Ausbildung zum Marineoffizier. Der Bedarf der Segelausbildung ist aufgrund steigender Zahlen von Offizieranwärtern in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Mit den neuen Dienstsegelbooten können wir diesen wachsenden Bedarf unserer Ausbildung wieder sicherstellen und sind zukunftsfähig. Die Boote sind fest integriert in unsere praktische Bordausbildung. Dieser Ausbildungszyklus beginnt mit der Segelausbildung an der Marineschule Mürwik (MSM), wird dann mit der Segelschulschiffsausbildung auf der 'Gorch Fock' fortgesetzt und schließlich durch Praktika auf Einheiten der Flotte komplettiert", so Flottillenadmiral Wilhelm Tobias Abry (51), Kommandeur der Marineschule Mürwik.

    Für ihn sind die neuen Boote zentrales Ausbildungsmittel, um gleich zu Beginn der Ausbildung die jungen Offizieranwärtern durch die See zu prägen und militärische Standards zu setzen, die im weiteren Werdegang zum Offizier an Bord der Schiffe und Boote der Marine unverzichtbar sind. Die nautischen-seemännischen Kompetenzen sowie insbesondere die Führungskompetenz des Offiziernachwuchses sollen auf den Ausbildungsfahrten aufgebaut und weiterentwickelt werden. Kompetenzen, die für den späteren Einsatz in der Flotte von elementarer Bedeutung sind.

    Übergeben werden die fünf Segelyachten vom Typ "Sunbeam 36.2", von der Mittelmann Werft, über das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), vertreten durch an Vizeadmiral Stawitzki (54), an die MSM. Zu den geladenen Gästen gehört unter anderem auch der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (59).

    Benannt werden die fünf neuen Yachten nach Sternen und einem Planeten. Sie lauten "Perseus", "Pegasus", "Phönix", "Pollux" und "Pluto". Eingesetzt werden diese Boote auch bei Ausbildungsfahrten über das eigentliche Seegebiet Flensburger Förde hinaus. Mit diesen größeren Booten sollen Ausbildungsfahrten in der Nord- und Ostsee durchgeführt werden.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Marineschule Mürwik erhält fünf neue Boote für die Segelausbildung" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin: Freitag, den 10. Juli 2020. Eintreffen bis spätestens 11.15 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort: Marineschule Mürwik, Kelmstraße 14 24944 Flensburg (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    11.30 Uhr Ankunft der Pressevertreter

    12.15 Uhr bis 13.00 Uhr Pressestatements, anschl. Empfang

    13.00 Uhr Ende der Veranstaltung

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Wochentag, den 9. Juli 2020 12.00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49 (0)461 3135 5990 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

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  • Willkommen im Heimathafen - Tanker "Rhön" kehrt aus dem Einsatz zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 2. Juli 2020 um 16 Uhr, kehrt der Betriebsstofftransporter "Rhön" in den Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurück. Dieser war Anfang März zur SNMG 1 (Standing NATO Maritime Group 1) ausgelaufen.

    Die NATO-Verband bestand im Kern aus einem norwegischen Flaggschiff, einer dänischen Fregatte und dem Tanker "Rhön" der deutschen Marine. Die Hauptaufgabe der "Rhön", war das Betanken sowie die Versorgung mit Frischwasser und Ölen der anderen Schiffe der SNMG 1. Durch die Umsetzung von Schutzmaßnahmen gegen den COVID-19 Virus wurden die Besatzungen der Schiffe des Verbandes vor herausfordernde Aufgaben gestellt. So wurden Hafenbesuche gestrichen oder verlegt und die Hafenaufenthalte wurden nur als sogenannte Logistic Stops, ohne Landgang durchgeführt. Die größte Herausforderung bestand für den Großteil der Besatzung in der Tatsache 117 Tage keinen Landgang gehabt zu haben und die gesamte Einsatzzeit an Bord verbringen zu müssen.

    "Es war ein sehr ungewöhnlicher SNMG 1 Einsatz in diesem Jahr. Geprägt wurde der Einsatz durch die Corona-Pandemie. Die von der Besatzung während des gesamten Einsatzzeitraumes gezeigten hervorragenden Leistungen, sowie das Verständnis für die besonderen Einsatzumstände erfüllen mich mit Stolz. Ich empfinde für die Besatzung allerhöchste Anerkennung und tiefen Respekt", so der Kommandant, Kapitän Egon Rhauderwiek (57) über die vergangenen Monate im Einsatz.

    Ein kleines Highlight gab es aber doch noch während der letzten Tage in See. Im Rahmen der Ausbildungsunterstützung wurde nicht nur mit der Fregatte "Brandenburg" "ge-RAS-t" (Replenishment at Sea), sondern es wurde auch zum ersten Mal ein Seeversorgungsmanöver mit einer Fregatte der Klasse 125, der "Nordrhein-Westfalen", gefahren. Damit konnte die Besatzung der "Rhön" während des diesjährigen Einsatzes mit den Fregatten "Lübeck", "Brandenburg", "Hamburg" und "Nordrhein-Westfalen" alle sich noch im Dienst befindlichen Deutschen Fregattenklassen längsseits zur Versorgung in See begrüßen.

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  • Neuer "Kap'tän" auf der Brücke der Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern"

    Wilhelmshaven (ots) - Am Dienstag, den 30. Juni 2020 um 10 Uhr, bekommt die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" einen neuen Kommandanten. Fregattenkapitän Torben Jürgensen (44) übergibt das Kommando über Schiff und Besatzung an Fregattenkapitän Hendrik Wißler (43). Aufgrund der Corona-Pandemie kann das feierliche Zeremoniell nur ohne geladene Gäste stattfinden.

    "Es war eine anstrengende und fordernde Kommandantenzeit, aber wir haben als Besatzung das gemeinsame Ziel erreicht. Eine einsatzklare Fregatte, die für alle Aufträge gewappnet ist. Ich würde mit diesem Team überall hinfahren! Natürlich wäre ich gerne länger geblieben, aber ich will auch nicht gierig werden. Es war eine tolle Zeit und ein Kommandant soll gehen, bevor ihn das Glück verlässt. Ich freue mich auf die neue Herausforderung in Brüssel und übergebe die 'Mecklenburg-Vorpommern' in gute Hände!", so Fregattenkapitän Jürgensen, der seit September 2018 die Führung über die Fregatte der Klasse F123 innehatte. Von der Brücke wechselt er nun in das Grundsatzdezernat Sicherheitspolitik beim deutschen militärischen Vertreter der NATO und Europäischen Union in Brüssel.

    Neuer Kommandant wird Fregattenkapitän Hendrik Wißler. Nach seiner vorherigen Zeit als Referent für das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung, beginnt für ihn die Zeit, die von vielen als die Schönste in der Karriere eines Offiziers bezeichnet wird. "Ich danke Fregattenkapitän Jürgensen und der Besatzung der 'Mecklenburg-Vorpommern' für die sehr gute Einweisung und freundliche Aufnahme. Nach zwei Jahren Dienst außerhalb der Flotte, freue ich mich auf die kommende Verwendung und die nach dem Sommer für das Schiff anstehenden fordernden und vielseitigen sowie in dieser Intensität nicht selbstverständlichen Übungsvorhaben als Flaggschiff eines nationalen Verbandes", so Fregattenkapitän Hendrik Wißler. Die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" wird die Führung beim Flugkörperschießen "Andoya 2020" in Norwegen übernehmen.

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  • Offizieller Festakt für den neuen Marinehubschrauber "Sea Lion"

    Nordholz (ots) - Am Donnerstag, den 25. Juni 2020 um 13 Uhr, wird der offizielle Festakt zur Übernahme des neuen Marinehubschraubers NH90 NTH "Sea Lion" stattfinden. Die formale Indienststellung sowie die Aufnahme des Flugbetriebes erfolgten bereits Anfang des Monats.

    Der NH90 wird den Mk41 "Sea King" ersetzen. Dieser ist nun seit knapp 50 Jahren im Dienst der Deutschen Marine und soll bis zum Jahr 2023 sukzessive in den wohlverdienten Ruhestand versetzt werden. Bis 2022 sollen alle 18 "Sea Lion" von der Firma Airbus Helicopters ausgeliefert sein. Ihre Heimatbasis wird das Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz.

    "Mit der Übernahme des 'Sea Lion' wird die Zukunft der Marineflieger im Bereich Hubschrauber eingeläutet. Nachdem in den letzten Jahren bereits eine entsprechende Infrastruktur geschaffen wurde, erhalten wir nunmehr das noch fehlende Mosaikteil im Hinblick auf leistungsfähige und moderne Rahmenbedingungen. Der NH90 NTH bietet ein breites Einsatzspektrum sowie attraktive Arbeitsplätze - sowohl für fliegendes als auch technisches Personal. Daher sind unsere Frauen und Männer hochmotiviert den 'Generationenwechsel' aktiv mitzugestalten, um auch künftig die Auftragserfüllung erfolgreich sicherzustellen", resümiert der Kommodore des Marinefliegergeschwader 5, Fregattenkapitän Jan Richard Keller (47).

    Hauptsächlich dient der Helikopter für Such- und Rettungsmissionen (SAR = Search and Rescue) sowie für den Transport von Personal und Material. Bis zu 20 Personen finden im NH90 NTH "Sea Lion" Platz; für SAR-Flüge hat er eine Rettungswinde und spezielle medizinische Ausstattung. Der "Sea Lion" eignet sich obendrein ideal für den Einsatz von Boardingsoldaten oder Spezialkräften. Begibt sich der Helikopter dabei in eine Risikozone, lässt er sich mit schweren Maschinengewehren bewaffnen. Zum Eigenschutz in solchen Situationen kann er Täuschkörper werfen. Als Bordhubschrauber lässt er sich auf den Einsatzgruppenversorgern der Berlin-Klasse einschiffen, kann aber auch auf allen anderen Marineschiffen mit Flugdeck landen.

    "Dieser Schritt ist weit mehr als 'nur' die Einführung eines neuen Hubschraubers. Wir sind neue Wege für den Betrieb, in der Ausbildung und der Erstellung von Infrastruktur gegangen. Mit dem 'Sea Lion' gelingt uns ein Generationenwechsel auf ein zeitgemäßes Waffensystem, das Perspektive für militärisches wie ziviles Personal bietet, Arbeitspferd der Flotte werden wird und den Einstieg in moderne Seekriegführung einschließlich der Integration von unbemannten Systemen bietet," so der Kommandeur der Marineflieger, Kapitän zur See Thorsten Bobzin (54).

    Hinweise für die Presse

    Aufgrund der Corona-Lage wird der Festakt in einem kleinen Kreis gefeiert. Der NDR erstellt nach der Veranstaltung einen 10-minütigen Rohschnitt, der anderen Sendern zur Verfügung gestellt wird. Interessierte Medienvertreter können sich per Email an die folgende E-Mail wenden, um das Material zu erlangen: aktuell_nds@ndr.de

    Termin: Donnerstag, 25. Juni 2020

    Ort: Marinefliegerstützpunkt Nordholz

    Pressekontakt:

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    Telefon: +49 (0)4741 94 10971 oder +49 (0)173 88 72 414
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  • Tender "Donau" kehrt nach 102 Tagen ohne Landgang zurück aus NATO-Einsatz

    Warnemünde (ots) - Am Donnerstag, den 25. Juni 2020 um 10 Uhr, kehrt der Tender "Donau" unter dem Kommando von Korvettenkapitän Bernd Abshagen (39) aus dem ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) zurück.

    Nach fast einem halben Jahr dürfen die rund 70 Besatzungsmitglieder endlich ihre Angehörigen wiedersehen, doch das ist nicht die einzige Besonderheit, erklärt der Kommandant der "Donau". "Wir werden zum letzten Mal in den Heimathafen Warnemünde einlaufen. Mehr als 26 Jahre war die ´Donau´ dort stationiert. Für die größtenteils in Rostock sehr stark verwurzelte Besatzung wird dies sicherlich ein ganz besonderer und sehr emotionaler Moment. Im September wird der Tender in die Werft verlegen und anschließend, einer Stationierungsentscheidung folgend, den neuen Heimathafen in Kiel anlaufen", so Korvettenkapitän Abshagen.

    Doch zunächst freuen sich die Marinesoldaten, nach 167 Tagen im Einsatz wieder gesund in Warnemünde angekommen zu sein. "Ich bin unglaublich stolz darauf, wie professionell meine Besatzung diese Seefahrt, trotz der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie, gemeistert hat. Neben den ständigen Aufgaben als Flaggschiff und logistische Plattform der SNMCMG1, mussten die Männer und Frauen von See aus zusehen, wie sich das gewohnte Leben bei den Daheimgebliebenen in rasendem Tempo veränderte und zuspitzte. Darüber hinaus musste die Crew 102 Tage auf Landgang verzichten. Für diese hervorragenden Leistungen und das gezeigte Verständnis verdient meine Besatzung als auch deren Familien meinen tiefen Respekt und meine höchste Anerkennung", so der Marineoffizier weiter.

    Während ihres Einsatzes diente die "Donau" als Führungsplattform für bis zu zwölf Minenabwehreinheiten. Das Kommando über die NATO-Schiffe hatte ein norwegischer Führungsstab, der sich während des Einsatzes an Bord der "Donau" befand.

    Die primäre Aufgabe während dieser einsatzgleichen Verpflichtung war es, einen Beitrag zur Sicherstellung der ständigen Einsatzbereitschaft des gesamten internationalen Minenabwehrverbandes zu leisten. Dazu wurden innerhalb des Verbandes regelmäßig Übungen durchgeführt sowie an größeren internationalen Manövern, wie "OPEN SPIRIT 2020" und "BALTOPS 2020" teilgenommen.

    Darüber hinaus gehörte die Altlastenbeseitigung in Nord- und Ostsee zu einem der wesentlichen Aufgabenfelder des NATO-Minenabwehrverbandes, da noch heute zahlreiche Munitionsreste aus den Weltkriegen eine Gefahr für die Seeschifffahrt sowie für die Meeresumwelt darstellen.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO Response Force bilden. Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO Response Force wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

    Die Zusammenziehung zu einer NATO Response Force dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig überwiegend in Nord- und Ostsee und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, in See die Einsatzbereitschaft sicherzustellen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Tender 'Donau' kehrt nach 102 Tagen ohne Landgang zurück aus NATO-Einsatz" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Des Weiteren weisen wir auf die Maskenpflicht und den Mindestabstand während der gesamten Veranstaltung hin.

    Termin:

    Donnerstag, den 25. Juni 2020. Eintreffen bis spätestens 09:20 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Rostock, Hohe Düne 30

    18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    10:00 Uhr Anlegen

    anschl. Ansprache Kommandeur Unterstützungsgeschwader, Fregattenkapitän Eidam

    anschl. Ansprache Kommandeur Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Bock

    anschl. Nationalhymne

    anschl. Termin für die Presse

    anschl. Besatzungsangehörige gehen in 10er-Gruppen von Bord

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 24. Juni 2020, 12:00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Warnemünde
    Telefon: +49 (0)381 636 2170
    E-Mail: markdopizastwarnemuende@bundeswehr.org

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  • Nach "BALTOPS" - NATO-Fregatten zu Besuch in Kiel

    Kiel (ots) - Am Mittwoch, den 17. Juni 2020, läuft der NATO-Fregattenverband SNMG 1 (Standing NATO Maritime Group 1) im Marinestützpunkt Kiel ein. Die norwegische Fregatte HNoMS "Otto Sverdrup" führt den Verband als Flaggschiff an. Außerdem gehören derzeit die kanadische Fregatte HMCS "Fredericton" und der deutsche Betriebsstofftransporter "Rhön" zur SNMG 1.

    Nachdem die Schiffe vor einigen Wochen aus dem Mittelmeer in nordeuropäische Gewässer verlegt wurden, nahmen sie unter anderem an dem Manöver "JOINT WARRIOR" vor Schottland teil, übten mit schwedischen und finnischen Schiffen, integrierten eine polnische Fregatte zeitweise in den Verband und kehren nun von dem von der 6. US-Flotte geführten Ostseemanöver "BALTOPS" zurück, das seit 1972 jährlich im Juni stattfindet.

    "Die Ostsee ist ein wichtiges Gebiet für die Schiffsverbände der NATO in Nordeuropa. Unsere Partner sind auf den freien Zugang und sichere Seewege angewiesen. Dafür sind wir in der Ostsee präsent und besuchen NATO- und EU-Partner. Besonders freue ich mich auf den Besuch in Kiel, nachdem wir unsere Teilnahme an 'BALTOPS' beendet haben", sagt der norwegische Flottillenadmiral Yngve Skoglund, Kommandeur der SNMG 1.

    Auf der Ostsee werden 15 Prozent des weltweiten Seehandelsverkehrs abgewickelt - so ist dieses Meer für Alliierte in Polen und im Baltikum der einzige "nasse" Versorgungsweg, eine Lebensader, mit nur einem natürlichen Zugang durch dänische Gewässer. Freiheit und Sicherheit dieser Routen sind von strategischem Interesse. Alle EU- und NATO-Ostseeanrainer sind in der Übung "BALTOPS" zu finden, bei der 29 Schiffe und ebenso viele Luftfahrzeuge aufeinandertreffen. Etwa 3.000 Soldaten aus 19 Nationen üben die militärische Zusammenarbeit in dem navigatorisch und taktisch anspruchsvollen Einsatzraum Ostsee.

    Kiel ist wie im vergangenen Jahr Start- und Endpunkt des Manövers, und viele Einheiten werden den Marinehafen in der Wik ansteuern. Die Einlaufparade ist traditionell der Startschuss der Kieler Woche. "Durch die Covid19-Pandemie sind wir leider nicht in der Lage, einen regulären Hafenbesuch oder Landgang für unsere Besatzungen in Kiel durchzuführen. Er ist lediglich logistischer Natur - trotzdem ist es uns wichtig, Deutschland zu besuchen. Wir sind glücklich, zusammen mit der Deutschen Marine an 'BALTOPS' teilzunehmen", sagt Flottillenadmiral Skoglund.

    Hintergrundinformationen

    Der Marinestützpunkt Kiel liegt nahe der Ostseezugänge an strategisch wichtiger und gut geschützter Stelle. Der Stützpunkt regelt den gesamten logistischen Bedarf in- und ausländischer Marineschiffe. Für die Schiffe und Boote in See ist er Hafen, Servicezentrale und logistische Drehscheibe zugleich.

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden. Dabei untersteht die SNMG 1 dem Allied Maritime Command (MARCOM) in Northwood (Großbritannien).

    Die Besatzungen haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa. Die NATO RESPONSE FORCE wurde 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte VERY HIGH READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen. Die Zusammenziehung in den Marineverbänden dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Gruppen regelmäßig an NATO-Manövern oder Übungen auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen.

    Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMG1 operiert ganzjährig in Nord- und Ostsee sowie im Atlantik, die SNMG 2 überwiegend im Mittelmeer und angrenzenden Seegebieten. Die Gruppen stehen in See in Einsatzbereitschaft und trainieren alle Aspekte der maritimen Kriegführung. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Die frühere Pressemitteilung zu "BALTOPS" finden Sie unter https://www.presseportal.de/pm/67428/4612859

    Informationen zum Lebenslauf des SNMG1-Kommandeurs und den derzeit der SNMG1 unterstellten Schiffen finden Sie unter https://mc.nato.int/SNMG1

    Hinweise für die Presse

    Medien sind zum Termin "Nach 'BALTOPS' - NATO-Fregatten zu Besuch in Kiel" eingeladen. Dabei besteht die Gelegenheit zu Hintergrundgespräch und Interviews / O-Tönen mit dem norwegischen Kommandeur Flottillenadmiral Yngve Skoglund und der Kommandantin des Flaggschiffs HNoMS "Otto Sverdrup", Fregattenkapitän Iris Fivelstad. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass die Gespräche in englischer Sprache geführt werden.

    Beachten Sie bitte, dass die Schiffe der SNMG1 bereits ab 8 Uhr an die Liegeplätze im Marinehafen gehen. Falls Sie Fotos oder Bewegtbilder von der Ansteuerung des Hafens, dem Einlaufen und Anlegen machen wollen, bietet sich dafür von außerhalb des Stützpunktes an der Kiellinie die Gelegenheit. Es ist geplant, dass die Schiffe an der Scheermole liegen werden. Der Termin mit dem Besuch des Schiffes selbst beginnt erst um 15.15 Uhr.

    Termin: Mittwoch, 17. Juni 2019. Eintreffen bis spätestens 15.00 Uhr.

    Ort: Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    Programm:

    15.00 Uhr Eintreffen Hauptwache Marinestützpunkt Kiel

    anschl. Rundgang / Schnittbildgelegenheit Oberdeck Fregatte HNoMS "Otto Sverdrup"

    dabei Hintergrundgespräche / Interview mit Kommandeur SNMG1 und Kommandantin der Fregatte HNoMS "Otto Sverdrup"

    16.30 Uhr Ende des Termins

    Anmeldung: Medien werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 15. Juni 2020 um 12 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 1, Kiel
    Tel.: 0431 71745 1410/1411
    E-Mail: markdopizpressestellekiel@bundeswehr.org

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  • Modernisierung schreitet voran! Fregatte "Nordrhein-Westfalen" jetzt Teil der Flotte

    Wilhelmshaven (ots) - Am morgigen Mittwoch, den 10. Juni 2020, wird die Deutsche Marine mit der "Nordrhein-Westfalen" die zweite von insgesamt vier Fregatten der Klasse F125 in Dienst stellen. Das Schiff wird zum 4. Fregattengeschwader, einem der Verbände der Einsatzflottille 2, gehören und im Marinestützpunkt Wilhelmshaven beheimatet sein.

    "Wir freuen uns über die Indienststellung der zweiten Einheit der Klasse F125. Es ist ein wesentlicher Meilenstein hin zur vollen Einsatzfähigkeit, denn nun haben wir zwei Plattformen, mit denen uns die Möglichkeit gegeben ist, eigenverantwortlich Einsatzausbildung zu betreiben und damit das Waffensystem für die Marine vollständig verfügbar zu machen", erklärte Flottillenadmiral Ralf Kuchler (50), Kommandeur der Einsatzflottille 2.

    Auf Befehl des gebürtigen Westfalen, Vizeadmiral Rainer Brinkmann (62), Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, wird Fregattenkapitän Stefan Schulz (49), Kommandant der Besatzung "Charlie" und ebenfalls Westfale, die Fregatte in Dienst stellen.

    "Nach einer intensiven und erfolgreichen Erprobungsphase ist die Indienststellung der Fregatte 'Nordrhein-Westfalen' ein weiterer Meilenstein in der Modernisierung unserer Deutschen Marine. Die Besatzung 'Charlie' hatte daran maßgeblichen Anteil und sieht nun mit spannender Erwartung der kommenden Einsatzausbildung entgegen, um die immensen Fähigkeiten dieses modernen Systems endlich unter operativen Bedingungen einsetzen zu können", so Fregattenkapitän Stefan Schulz.

    Zu den geladenen Gästen gehören auch der Ministerpräsident des Patenlandes des Schiffes, Herr Armin Laschet (59), der parlamentarische Staatssekretär Dr. Peter Tauber (45), sowie die Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller (36) und Ingo Gädechens (59).

    "Die Bundeswehr verkörpert unsere freiheitliche und wehrhafte Demokratie und ist bei uns in Nordrhein-Westfalen fest verankert. Deshalb ist die Benennung der Fregatte so passend: Sie wird als fahrende Botschafterin unseres Landes auf den Weltmeeren unterwegs sein, um für den Erhalt von Frieden und Freiheit zu sorgen. Die Mission der Fregatte 'Nordrhein-Westfalen' dient unmittelbar unserem Wohl. Die Patenschaft für die Fregatte ist mir ein Herzensanliegen, das über den 'Freundeskreis Fregatte Nordrhein-Westfalen' auch den Bürgerinnen und Bürgern nahegebracht wird. Ich wünsche der Fregatte allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel", so Ministerpräsident Laschet.

    Hintergrundinformationen

    Neben der "Baden-Württemberg" wird auch die "Nordrhein-Westfalen" mit einem Mehrbesatzungskonzept betrieben. Die hochmoderne und dennoch robuste Technik macht die Intensivnutzung mit bis zu zwei Jahren Stehzeit im Einsatzgebiet ohne planmäßigen Werftaufenthalt möglich. Dank des hohen Automatisierungsgrads können die Schiffe zudem mit einer Besatzungsstärke von nur 120 Männern und Frauen zur See fahren. Zum Vergleich: die "älteren" Fregatten der Deutschen Marine benötigen fast doppelt so viel an Besatzung.

    Mit der Übergabe der "Nordrhein-Westfalen" an die Deutsche Marine demonstriert der maritime wehrtechnische Bereich eindrucksvoll seine Leistungsfähigkeit. Mit den Fregatten der Klasse F125 gewinnt die Marine die Fähigkeiten zur weitreichenden taktischen Feuerunterstützung von Heereskräften an Land sowie zur Abwehr asymmetrischer Bedrohungen. Seeziele bekämpft die "Baden-Württemberg"-Klasse beispielsweise mit den Seezielflugkörpern RGM-84 Harpoon, die eine Reichweite von mehr als 220 km haben.

    Mit den vier sogenannten Buster-Booten und den Bordhubschraubern verfügt jede Fregatte neben einer erweiterten Aufklärungs- und Waffenreichweite über umfassende Verbringungsmittel, um eigene Spezial- bzw. spezialisierte Kräfte zur Rettung und Evakuierung, zur bewaffneten Rückführung sowie zu Operationen gegen gegnerische Kräfte einsetzen zu können. Mit den eingeschifften Marinehubschraubern sind sie zudem in der Lage, in einen modernen U-Jagd-Verbund eingebunden zu werden. Durch ihre großzügigen Einschiffungskapazitäten eignen sich die Schiffe auch gut zur Verbandsführung. Die Marine setzt mit den Kammern für die Besatzung neue Maßstäbe. Jede Kammer ist eigens mit einer angrenzenden Nasszelle ausgestattet und verfügt über eine Internetverbindung, die es den Soldatinnen und Soldaten ermöglicht, auch während längerer Abwesenheiten mit ihren Angehörigen in Verbindung zu bleiben. Die Herstellung der vollen Einsatzfähigkeit erreicht mit dem zweiten Schiff der Klasse F125 einen wichtigen Meilenstein und wird systematisch mit den beiden Folgeschiffen zum Abschluss gebracht.

    Hinweise für die Presse

    Aufgrund der Corona-Lage wird die Indienststellungszeremonie in einem kleinen Kreis gefeiert werden. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wird als alleiniger Vertreter der Medien vor Ort sein und Material generieren, das dann allgemein verfügbar sein wird.

    Termin: Mittwoch, den 10. Juni 2020

    Ort: Marinestützpunkt Heppenser Groden

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  • Deutsche Marine nimmt Flugbetrieb mit den neuen Marinehubschraubern "Sea Lion" auf

    Nordholz (ots) - Heute, am 08. Juni 2020, beginnt der "Anfangsflugbetrieb" mit den neuen Marinehubschraubern des Typs NH90 NTH "Sea Lion" (NATO Helicopter 90 Naval Transport Helicopter). Die Deutsche Marine hatte die drei bereits beim Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz stationierten "Sea Lion" am 04. Juni offiziell übernommen. Geplant ist die Beschaffung von insgesamt 18 Mehrzweckhubschraubern.

    Die Übernahme erfolgte vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Bereits am 27. Mai hatte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause (63), dazu die Übernahmebereitschaft für die Deutsche Marine erklärt und das dafür notwendige Dokument unterzeichnet. Mit einem Festakt am 25. Juni beim Marinefliegerkommando in Nordholz soll die Bedeutung der Übernahme des "Sea Lion" unterstrichen werden.

    Hintergrundinformation

    Der NH90 NTH "Sea Lion" ist der neue Mehrzweckhubschrauber der Marine. Der neue Marinehubschrauber basiert auf dem NATO Frigate Helicopter (NHF) und verfügt - anders als die Heeresvariante TTH (Taktischer Transport Hubschrauber) - über deutlich mehr Sensoren sowie Navigations- und Kommunikationsgeräte.

    Als Marinehubschrauber hat der Naval Transport Helicopter auch wichtige bauliche Unterschiede: Er besitzt unter anderem eine Harpune, um sich auf Flugdecks von Schiffen zu sichern und einen automatisch faltbaren Rotor für den Bordhangar. Als Bordhubschrauber lässt er sich auf den Einsatzgruppenversorgern der Berlin-Klasse einschiffen, kann aber auch auf allen anderen Marineschiffen mit Flugdeck landen.

    Hauptsächlich dient der Helikopter für Such- und Rettungsmissionen (SAR = Search and Rescue) sowie für den Transport von Personal und Material. Bis zu 20 Personen finden im NH90 NTH "Sea Lion" Platz; für SAR-Flüge hat er eine Rettungswinde und spezielle medizinische Ausstattung.

    Zu den Sensoren des "Sea Lion" gehört ein 360-Grad-Seeraum-Überwachungsradar, Infrarot- und Videokameras kombiniert mit Laser-Entfernungsmesser sowie Sensoren für gegnerische Radare. Eine taktische Konsole verarbeitet die Sensordaten und tauscht sie mit anderen Schiffen und Flugzeugen der Flotte aus. Diese Ausrüstung macht den NH90 NTH zum Aufklärungshubschrauber.

    Der "Sea Lion" eignet sich obendrein ideal für den Einsatz von Boardingsoldaten oder Spezialkräften. Begibt sich der Helikopter dabei in eine Risikozone, lässt er sich mit schweren Maschinengewehren bewaffnen. Zum Eigenschutz in solchen Situationen kann er Täuschkörper werfen.

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  • 85 Tage ohne Landgang - Kieler Minenjagdboot "Fulda" vom NATO-Einsatz zurück

    Kiel (ots) - Das Minenjagdboot "Fulda" ist am Freitag, den 5. Juni 2020 nach rund fünfmonatigem NATO-Einsatz in den Heimathafen Kiel zurückgekehrt. Die etwa 40-köpfige Besatzung unter dem Kommando von Kapitänleutnant Mario Bewert (32) war am 8. Januar 2020 in Kiel ausgelaufen, nachdem sie zuvor ein forderndes nationales und internationales Ausbildungsprogramm absolviert hatte. Mitte Januar schloss sich die "Fulda" dem Verband im Mittelmeer an.

    Das Boot unterstand in den zurückliegenden Monaten zuerst dem Ständigen Minenabwehrverband der Allianz im Mittelmeer und Schwarzen Meer (SNMCMG 2, Standing NATO Mine Countermeasures Group 2) und danach dem Verband in Nord- und Ostsee (SNMCMG 1). Die Bündnispartner besetzen diese maritimen Einsatzgruppen dauerhaft mit Schiffen und Booten. Für die Deutsche Marine stellt das 3. Minensuchgeschwader durchgängig zertifizierte Besatzungen und Minenabwehrboote für diese Gruppen in See bereit, sie zählen zu den Eingreifkräften NATO Response Force, trainieren alle Aspekte der Minenkriegführung und sind mit Minenabwehrfahrzeugen und Führungsschiffen in ständiger Einsatzbereitschaft.

    Durch die Auswirkungen der COVID-19-/SARS-CoV-2-Pandemie wurden im Einsatzraum des Bootes fortan Häfen geschlossen oder die Versorgung mit Ersatz- und Austauschteilen aus der Einsatzversorgung der Deutschen Marine durch Einreiseauflagen erheblich erschwert. Deshalb beorderte das Verteidigungsministerium das Boot Ende April in heimatnahe Gewässer, wozu es das Mittelmeer am 3. Mai verließ und von der SNMCMG 2 zur SNMCMG 1 wechselte. Seitdem unterstand die Besatzung dem norwegischen Kommandeur Fregattenkapitän Henning Knudsen-Hauge, der die SNMCMG 1 von Bord des deutschen Tenders "Donau" führt. Als die Soldatinnen und Soldaten von ihren Familien in Empfang genommen wurden, hatten sie zuvor rund 85 Tage keine Gelegenheit mehr zum Landgang.

    Das Minenjagdboot "Fulda" untersteht seit Einlaufen wieder dem deutschen Marinekommando. Das Minenjagdboot "Grömitz" wird für die kommenden Monate dem NATO- Marinehauptquartier Allied Maritime Command in Northwood (Großbritannien) unterstellt und ist ab sofort in Auslaufbereitschaft. Das Boot wird in den nächsten Wochen unter Führung des SNMCMG 1-Kommandeurs bereits an dem Ostseemanöver BALTOPS teilnehmen.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden.

    Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte VERY HIGH READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

    Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG1 operiert ganzjährig in Nord- und Ostsee sowie im Atlantik, die SNMCMG 2 überwiegend im Mittelmeer und angrenzenden Seegebieten. Die Gruppen haben den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkriegführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Das Boot mit der Rumpfnummer M1058 ist ein Minenjagdboot der Frankenthal-Klasse. Diese Minenjäger suchen mit Sonaranlagen unter Wasser nach Objekten ein und können sie mit ferngelenkten Drohnen identifizieren und zerstören. Wo die Technik an ihre Grenzen stößt, setzen die Jäger auch Minentaucher ein - beispielsweise in flachem Wasser, in Häfen, oder dort, wo Seeminen in der Nähe von Pipelines oder Unterwasserkabeln liegen. Zum Schutz vor dem Ansprechverhalten von Minen sind die Boote aus amagnetischem Stahl gefertigt und unterdrücken aktiv die Magnetfelder, die die eigenen elektronischen Anlagen erzeugen. Außerdem können sie extrem leise in Seeminenfeldern operieren. Die Boote können selbst Seeminen legen, um Wasserstraßen zu sperren, eigene Gewässer zu schützen oder einem Gegner die Nutzung von Seegebieten zu verwehren.

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  • Seltener Besuch in Warnemünde - Fregatte "Lübeck" auf dem Weg zum internationalen Manöver

    Warnemünde (ots) - Am Freitag, den 05. Juni 2020 um 10 Uhr, wird die Fregatte "Lübeck" unter dem Kommando von Fregattenkapitän Mathias Rix (45) in Warnemünde einlaufen und bis Sonntag, den 07. Juni 2020, am Passagierkai liegen.

    Bereits am Dienstag, den 02. Juni 2020, hat das mehr als 5.000 Tonnen schwere Schiff und seine rund 200-köpfige Besatzung den Heimathafen Wilhelmshaven in Richtung Ostsee verlassen, um an dem internationalen Manöver Baltic Operations 2020 (BALTOPS) teilzunehmen. Das jährlich stattfindende Manöver dient dazu die multinationale Zusammenarbeit von Boden-, See- und Luftstreitkräften in verschiedenen militärischen Übungsszenarien im Ostseeraum zu trainieren.

    "Der Fokus der diesjährigen Übung liegt in den Bereichen der Luftverteidigung, der Uboot-Jagd und der Überwasserseekriegsführung. Die Männer und Frauen der 'Lübeck' sind daher bestens ausgebildet und hochmotiviert dieses Manöver zu bestreiten, deshalb freue ich mich, mit meiner Besatzung an BALTOPS 2020 teilnehmen zu dürfen", so Fregattenkapitän Rix.

    Geführt wird die Übung von der 6. US Flotte. Knapp 28 Schiffe und 28 Luftfahrzeuge sind daran beteiligt. Zu den teilnehmenden Nationen gehören neben Deutschland und den USA auch die NATO-Mitgliedsaaten Polen, Großbritannien, Litauen, Lettland, Estland, Norwegen, Frankreich, Italien, Dänemark, Kanada, Türkei, Spanien, Portugal, Griechenland, Niederlande sowie die nicht NATO-Mitgliedstaaten Finnland und Schweden.

    Von der Deutschen Marine sind neben der Fregatte "Lübeck" und den zwei an Bord befindlichen Hubschraubern des Typs Sea Lynx Mk 88 A, auch die beiden Tender "Werra" und "Donau", die Minenjagdboote "Weilheim" und "Grömitz" sowie ein Seefernaufklärer vom Typ P-3C "Orion" beteiligt.

    Zum Erhalt der Einsatzbereitschaft werden auch bei BALTOPS besondere Infektionsschutzmaßnahmen zur Eindämmung des COVID-19 Virus getroffen. "An Bord der 'Lübeck' versuchen wir - dort wo es geht - den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Um die Gefahr einer Fremdansteckung durch bordfremde Personen zu minimieren, habe ich deshalb entschieden, dass meine Besatzung und ich in Warnemünde an Bord verbleiben. Das heißt im Umkehrschluss leider auch, dass während des Hafenaufenthaltes keine Besuche auf der Fregatte gestattet sind", erklärt Rix.

    Der kurze Aufenthalt in Warnemünde wird von Schiff und Besatzung für letzte Vorbereitungen, wie beispielsweise eine Kraftstoffübernahme genutzt, bevor es auf den weiteren Weg in die Ostsee geht. Nach Abschluss des Manövers wird die Fregatte "Lübeck" in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurückkehren, um sich auf weitere Seefahrten vorzubereiten.

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  • BALTIC OPERATIONS 2020 (BALTOPS 2020)

    Kiel (ots) - BALTIC SEA - The 49th Baltic Operations (BALTOPS 2020) exercise, the premier maritime-focused exercise in the Baltic Region, kicks off today, June 7, in the Baltic Sea.

    Between June 7-16, air and maritime assets from 19 NATO allies and partner nations will participate in live training events that include air defence, anti-submarine warfare, maritime interdiction and mine countermeasure operations.

    For the first time, the exercise will be commanded ashore by Naval Striking and Support Forces NATO (STRIKFORNATO) at its headquarters in Lisbon, Portugal through its new maritime operations center.

    To ensure the safety and health of participating military personnel, BALTOPS 2020 will take place exclusively at sea. This precaution allows units to enhance multinational operational cooperation, while ensuring that crews remain healthy and ready to provide continuous regional security.

    "BALTOPS provides the opportunity for NATO and partner nations to operate together, sharing best practices to improve real world operations," said U.S. Vice Adm. Lisa Franchetti, commander, Naval Striking and Support Forces NATO and commander, U.S. 6th Fleet. "Although we'll conduct this year's event entirely at sea, BALTOPS 2020 will demonstrate our continuous commitment to regional security and reinforce the inherent flexibility of our combined naval force to operate together under any circumstances."

    BALTOPS 2020 is divided into two at sea training phases: the combat enhancement training (CET) and force integration training (FIT) portion and the final tactical phase of the exercise (TACEX).

    During the first six days (the CET/FIT phase) ships and aircraft will rehearse common tactics, techniques, and procedures under a scripted programme of events, enabling them to safely operate together as a force.

    The exercise will culminate with the TACEX phase where forces will shift into a "free-play" portion, and commanders are given more freedom to run their own tactical programs. The TACEX phase is designed to better represent operating in real world situations.

    Participating nations include Canada, Denmark, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Italy, Latvia, Lithuania, the Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Spain, Sweden, Turkey, the U.K., and the U.S., with 29 maritime units, 29 aircraft and 3.000 personnel.

    BALTOPS, held in the Baltic region since in 1972, is a joint, maritime-focused exercise that brings together NATO Allies and Partners in order to increase interoperability and enhance flexibility among the participants.

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  • Auge an der Außengrenze - U33 kommt von NATO-Patrouille zurück

    Eckernförde (ots) -

    Sperrfrist: 24.05.2020 00:00
    Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
    Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist. 

    Am Montag, den 25. Mai 2020 um 11.30 Uhr, wird das Uboot U33 im Marinestützpunkt und Heimathafen Eckernförde einlaufen. Das Boot unter der Führung von Kapitänleutnant Tobias Eikermann (33) hat seit Februar mehrere Aufklärungsfahrten an der Außengrenze der NATO unternommen und war in den zurückliegenden Wochen dem Maritimen Hauptquartier der Allianz (Allied Maritime Command, MARCOM) in Northwood (Großbritannien) unterstellt.

    Die Patrouille gehört zu den NATO Assurance Measures und hatte zum Schwerpunkt, die Aktivitäten der russischen Flotte zu beobachten. U33 gehört zu den ersten deutschen Ubooten, die dafür dem MARCOM unterstellt und von dessen Uboot-Führungszelle eingesetzt wurden. Die Maßnahmen der Rückversicherung sind Zeichen des Zusammenhalts der Allianz nach innen und der Entschlossenheit nach außen; sie sind eine Säule des NATO Readiness Action Plan und gehen auf den Gipfel von Wales 2014 zurück, auf dem die Alliierten eine verstärkte Präsenz an der Ostflanke vereinbart hatten.

    "Wir tragen in der Ostsee besondere Verantwortung für die Sicherheit der Allianz. Unsere Partner erwarten von uns eine Führungsrolle", sagt Flottillenadmiral Christian Bock (50). Er ist Kommandeur der Einsatzflottille 1 der Deutschen Marine, zu der das 1. Ubootgeschwader gehört. "Die Ostsee ist eine Verlängerung der Nordflanke. Für unsere Alliierten in Polen und im Baltikum ist sie der einzige 'nasse' Versorgungsweg, eine Lebensader, mit nur einem natürlichen Zugang. Schon in Krisenzeiten, vor jedem Ernstfall, kommen über diesen Seeweg Verstärkungskräfte und Versorgung für die Bevölkerung. Deshalb müssen wir die Freiheit und Sicherheit dieser Routen sicherstellen. Dazu gehört, dass wir wissen, wer sich wann, wo und mit welchen Absichten auf der Ostsee bewegt."

    Die Deutsche Marine ist nicht nur die größte Bündnismarine mit Ostseezugang, sondern besitzt vor allem detaillierte Kenntnisse des navigatorisch und taktisch anspruchsvollen Einsatzraums über und unter Wasser. In den flachen, engen und viel befahrenen Gewässern der Ostsee lange und unentdeckt zu tauchen, erfordert nach höchsten Standards ausgebildete und eingespielte Besatzungen. Die Deutsche Marine ist der einzige Ostsee-Anrainer des Bündnisses, der seine Uboote in der ganzen Ostsee getaucht einsetzen kann.

    Hintergrundinformationen

    Unter dem Eindruck der Geschehnisse auf der Krim und in der Ukraine hat die NATO auf dem 26. Gipfeltreffen in Wales im September 2014 den Readiness Action Plan beschlossen. Neben den als "Speerspitze" bekannten Einsatzkräften der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) gehören dazu auch der Einsatz von Aufklärungs- und Kampfflugzeugen und die stärkere Präsenz von Marinekräften in der Ostsee.

    Link zur Gipfelerklärung: https://www.bmvg.de/de/themen/dossiers/die-nato-staerke-und-dialog/nato-gipfel-2014-erhoehte-einsatzbereitschaft

    Deutschland beteiligt sich seit 2014 regelmäßig mit Schiffen und Booten sowie Seefernaufklärungsflugzeugen im Rahmen von Manövern und Aufklärungsflügen an den NATO Assurance Measures, um Präsenz und Entschlossenheit des Bündnisses zu demonstrieren. Die Allianz stellt darüber hinaus mit den Marine-Einsatzgruppen vier ständige Verbände in See - zwei davon haben ihr Einsatz- und Patrouillengebiet in Nord- und Ostsee und sind momentan auch mit deutschen Schiffen und Booten besetzt.

    Zum 1. Ubootgeschwader gehören sechs Uboote der Klasses 212A, der Tender "Main", drei Flottendienstboote, das Ausbildungszentrum Uboote und das Hydroakustische Analysezentrum der Marine. Insgesamt dienen rund 800 Männer und Frauen in dem Eckernförder Verband. Uboote sammeln mit ihrem weitreichenden Sonar und elektronischer Fernmeldeaufklärung unentdeckt Informationen und können Unterwasser- sowie Überwasserseeziele bekämpfen. Die deutschen Uboote gehören zu den modernsten konventionellen (nicht nukleargetriebenen) Ubooten und sind für weltweite und lang dauernde Missionen konzipiert. Aufgrund ihrer Größe, Bauweise und Manövriereigenschaften sind sie aber besonders gut in Küstennähe, in schwierigen und engen Gewässern sowie bei geringen Wassertiefen einsetzbar und können mit ihrem außenluftunabhängigen Antrieb lange Zeit getaucht fahren. Unter Wasser können Spezialkräfte unentdeckt ein Uboot über das Torpedorohr verlassen, beispielsweise für Einsätze zur Geiselbefreiung oder für Rettungsmissionen.

    Zum Termin "Auge an der Außengrenze - U33 kommt von NATO-Patrouille zurück" wird um frühzeitige Anmeldung gebeten:

    Termin:

    Montag, den 25. Mai 2020, Eintreffen bis spätestens 10.00 Uhr

    Ort: Hauptwache Marinestützpunkt (Am Ort 6, 24340 Eckernförde)

    11:30 Uhr Einlaufen Uboot U33 (Mittelmole)

    anschl. Begrüßung durch Kommandeur Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Bock

    Beim Termin besteht die Gelegenheit für Schnittbilder, Fotos, Hintergrundgespräche und Statements.

    Akkreditierung: Es besteht die Möglichkeit der kurzfristigen Akkreditierung. Melden Sie sich dazu bitte mit beiliegendem Formular bis Sonntag, den 24. Mai 2020 um 18.00 Uhr per Fax +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail an. Nachmeldungen sind danach nicht möglich.

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  • Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" kehrt aus NATO-Einsatz in der Ägäis zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Dienstag, den 28. April 2020, kehrt die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" aus der Ägäis nach Wilhelmshaven zurück. Um 10 Uhr wird die Fregatte an der Instandsetzungspier im Innenhafen festmachen. Am 17. Januar hatte sie ihren Heimathafen mit Kurs Mittelmeer verlassen. Dort war das zum 2. Fregattengeschwader gehörige Schiff Teil des NATO-Verbandes "Standing Nato Maritime Group 2 (SNMG2)".

    Während der vergangenen gut drei Monate stand in der Hauptsache die Seeraumüberwachung im Ägäischen Meer im Fokus des Handelns. Das Schiff und seine Besatzung haben im Auftrag der NATO ihren Beitrag zur Unterstützung der türkischen und griechischen Küstenwache sowie der Europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (FRONTEX) geleistet. Nach rund 22.300 Seemeilen, was gut 41.000 Kilometern entspricht, kehrt die "Mecklenburg-Vorpommern" nach Hause zurück, nachdem sie vor Ort durch den Einsatzgruppenversorger "Berlin" abgelöst wurde.

    "Unser Einsatz als Flaggschiff des 14. Kontingents 'NATO-Unterstützung Ägäis' war in vielfacher Hinsicht 'außergewöhnlich'. Neben der kurzfristigen Verschärfung der Migrationskrise Anfang März 2020 waren wir als erstes deutsches Schiff dort aktiv in einen SOLAS-Fall (Safety of Life at Sea) involviert und haben 27 Menschen aus Seenot gerettet. Zusätzlich haben die Maßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie dazu geführt, dass wir über neun Wochen das Schiff nicht verlassen konnten", erklärt der Kommandant des Schiffes, Fregattenkapitän Torben Jürgensen (44). "Ich bin stolz auf die Besatzung der 'Mecklenburg-Vorpommern', die hervorragende Arbeit geleistet und ihren Teil zur Stabilisierung der Situation beigetragen hat. Die Erfahrungen haben uns zusammengeschweißt, aber nun freuen wir uns auf zu Hause", sagt er abschließend.

    Nach der Heimkehr geht das Leben an Bord mit reduzierter Besatzung weiter. Ein Großteil der Crew wird Urlaub nehmen können, während parallel diverse Instandsetzungsmaßnahmen für die nächsten Vorhaben durchgeführt werden müssen. Auf dem Programm steht im Juni zunächst eine Einzelausbildungsphase auf See. Nach der Sommerpause ist die Fregatte in der zweiten Jahreshälfte als Flaggschiff für verschiedene Manöver eingeplant.

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  • Fregatte "Baden-Württemberg" kehrt von Warmwassererprobung vor Brasilien zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 16. April 2020 kehrt um 10:00 Uhr die Fregatte "Baden-Württemberg" von ihrer Warmwassererprobung aus Brasilien zurück. Dorthin war das Schiff am 7. Februar ausgelaufen, um die technischen Anlagen an Bord unter den Einflüssen warmer Luft und warmen Wassers zu testen.

    Eine große Anzahl technischer Anlagen eines Schiffes ist auf Kühlung angewiesen. Diese erfolgt entweder durch Luft oder Seewasser, sodass mit steigenden Luft- und Wassertemperaturen in der Schiffsumgebung Veränderungen in den Kühlungsprozessen denkbar sind. Um herauszufinden, ob ein neues Schiff auch den Anforderungen in potentiell warmen Einsatzgebieten wie erwartet standhält, müssen die entsprechenden Anlagen verschiedene Testprogramme durchlaufen. Die aktuellen Testergebnisse haben die Belastbarkeit der Anlagen der "Baden-Württemberg" auch unter Extrembedingungen bestätigt.

    Die bereits durchgeführte Kaltwassererprobung sowie die nun abgeschlossene Erprobung in warmen Gewässern können erst nach der Indienststellung eines Schiffes erfolgen. Um ein Schiff sinnvoll testen zu können, sind Fahrprogramme notwendig, die einem Einsatzszenario nahekommen. Dies wiederum erfordert einen entsprechenden Ausbildungsstand der Besatzung, der über eine "sichere Teilnahme am Seeverkehr" hinausgeht. Solche operativen Ausbildungsanteile sind jedoch erst nach der Indienststellung eines Schiffes möglich.

    Als das Schiff Anfang Februar den Heimathafen verließ, stand die Reise noch unter anderen Vorzeichen. Die Corona-Pandemie war zu dieser Zeit noch nicht präsent, Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland und in weiten Teilen der Welt noch nicht vorhanden. Durch die Ausweitung zur Pandemie sahen sich Schiff und Besatzung jedoch einer neuen und ungewohnten Herausforderung gegenübergestellt. Seit dem 10. März durfte zum Schutz der Besatzung niemand mehr das Schiff verlassen und niemand durfte an Bord. Der Landgang in Salvador de Bahia, Brasilien, auf den sich die Besatzung so gefreut hatte, musste entfallen. Auf die Erprobungen indes hatte die neue Lage keine Auswirkungen. Die vorgesehenen Tests in warmen Gewässern konnten wie geplant durchgeführt werden.

    Auf ihrer Reise nach Salvador de Bahia in Brasilien und zurück hat die "Baden-Württemberg" insgesamt rund 13.500 Seemeilen (25.000 Km) zurückgelegt und unter anderem auch Häfen auf den Kanarischen und den Kapverdischen Inseln angelaufen. Als nächstes steht ab Anfang Mai eine etwa dreimonatige Gewährleistungswerftliegezeit bei Blohm & Voss in Hamburg an.

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  • Fregatte "Lübeck" kehrt von multinationalem Flugzeugträgerverband zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Mittwoch, den 15. April 2020 kehrt die Fregatte "Lübeck" nach knapp zwei Monaten wieder in den Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurück. Sie war Teil des multinationalen Flugzeugträgerverbandes "Mission Foch" rund um den französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle".

    Im Ostatlantik und der Nordsee hatten die teilnehmenden Fregatten, Zerstörer und Versorgungsschiffe geübt, im Verband zu agieren. Dafür wurden standardisierte Verfahren vertieft. Der 30 Jahre alten Fregatte "Lübeck" ist dabei eine besondere Rolle zugekommen. Im Trägerverband konnte die älteste, noch aktive Fregatte Deutschlands durch ihre U-Boot-Jagd-Fähigkeiten unterstützen. Auch über Wasser bot sie der "Charles de Gaulle" Schutz, indem sie sich zwischen Flugzeugträger und eine mögliche (simulierte) Bedrohung positionierte oder beim Flugbetrieb den Bereich um das Flaggschiff herum freihielt.

    Mit diesen Fähigkeiten hat die "Lübeck" einen essentiellen Beitrag zur "Mission Foch" geleistet. Durch die internationale Kooperation im multinationalen Trägerverband konnte die operative Zusammenarbeit von Seestreitkräften verbessert werden. Damit haben die Fregatte "Lübeck" und der gesamte Verband zur Sicherheit der Seewege in nationalen und internationalen Gewässern von EU- und NATO-Mitgliedstaaten beigetragen.

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  • Kommodore wechselt im Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin"

    Nordholz (ots) -

    Sperrfrist: 03.04.2020 11:05
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    Am heutigen Freitag, den 03. April 2020 wechselte die Spitze des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin". Der Kommodore, Fregattenkapitän Jörg Matthée, übergab das Kommando an seinen Nachfolger, Fregattenkapitän Oliver Ottmüller. Aufgrund der derzeitigen Corona-Krise verzichtet man auf das sonstige militärische Zeremoniell. Die Übergabe fand im "engsten Kreis" statt.

    Ursprünglich sollte der Kommodorewechsel mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft, Partnern und Musikkorps vollzogen werden, doch die "Corona-Krise" schränkt nicht nur das öffentliche Leben erheblich ein. Auch der Dienstbetrieb im Marinefliegerstützpunkt Nordholz steht Kopf. Der Kommandeur des Marinefliegerkommandos, Kapitän zur See Thorsten Bobzin, steht vor der Herausforderung, Einsätze und andere Verpflichtungen wie den Such- und Rettungsdienst aufrecht zu erhalten, Kräfte für Hilfeleistungen vorzuhalten und gleichzeitig Maßnahmen zum Schutz der eigenen Soldaten und Mitarbeiter zu treffen."Routineaufgaben haben wir weitgehend eingestellt, um Einsatzbereitschaft, Fürsorge und Hilfestellung für die Region gleichermaßen bieten zu können", betont der Kommandeur.

    Vom Cuxland in die Hansestadt

    Der scheidende Kommodore hatte die Verantwortung über das Traditionsgeschwader "Graf Zeppelin" im November 2015 übernommen. Während seiner Amtszeit hatte Fregattenkapitän Jörg Matthée viele Herausforderungen zu meistern. Neben zahlreichen infrastrukturellen Hürden im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Hubschraubers vom Typ "Sea Lion" beschäftigte Matthée vor allem die Umrüstung der eigenen P-3C Orion Flotte, die in den zurückliegenden Jahren leider massiven Einfluss auf die technische Bereitschaftslage mit sich führte. Die Regeneration von fachlich hoch qualifiziertem Personal stellte eine weitere Hürde dar, so dass die Sicherstellung der laufenden Einsatzverpflichtungen einem steten Drahtseilakt glich. Kapitän zur See Bobzin hob daher abschließend auch die aus seiner Sicht beeindruckende Gesamtleistung des Geschwaders unter Matthées Führung bei schwierigen Rahmenbedingungen hervor. Als besonderes Highlight verzeichnete Matthée hingegen die Besuche der Orion-Staffeln in Brasilien und Pakistan im Rahmen der internationalen Kooperationsprogramme. Fregattenkapitän Matthée wechselt nach knapp viereinhalb Jahren als Dienststellenleiter an die Elbmetropole, wo er in der Fakultät Management an der Führungsakademie der Bundeswehr im Bereich der Lehre eingesetzt wird.

    Das Zepter übernommen

    Staffelkapitän der 2. fliegenden Staffel, Kommandeur der Fliegenden Gruppe im Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" und zuletzt als Chef des Stabes im Marinefliegerkommando. Fregattenkapitän Oliver Ottmüller hat im Rahmen seiner militärischen Laufbahn bereits diverse wichtige Führungspositionen im Marinefliegerstützpunkt besetzt und kennt die militärischen Strukturen am Standort wie seine Westentasche. Er selbst bezeichnet den Marinefliegerstützpunkt als seine militärische Heimat. Mit der kommenden Verwendung als Kommodore des Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" geht ein Traum in Erfüllung.

    "Die Verwendung als Kommodore eines fliegenden Verbandes ist und bleibt DIE fliegende Verwendung. Ich freue mich riesig auf die neue Verwendung, die die Krönung meiner fliegerischen Laufbahn darstellt! Mit der Verwendung sind viele Herausforderungen verbunden, die ich mit allen Geschwaderangehörigen gemeinsam meistern möchte. In der aktuell schwierigen Situation der Corona-Krise gilt es, auch weiterhin die Einsatzbereitschaft sowohl der P-3C Orion als auch der DO-228 und auch des Marinefliegerstützpunktes aufrecht zu erhalten und den Einsatzverpflichtungen nachzukommen, stets mit dem Blick für die angespannte personelle und materielle Situation", hebt der neue Kommodore Ottmüller hervor.

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  • Leinen Los! Einsatzgruppenversorger "Berlin" verlässt Wilhelmshaven in Richtung Ägäis

    Wilhelmshaven (ots) - Am morgigen Donnerstag, den 02. April 2020, wird der Einsatzgruppenversorger "Berlin" um 09:30 Uhr für gut fünf Monate aus seinem Heimathafen Wilhelmshaven in Richtung Ägäis auslaufen, um dort die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" in der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) abzulösen. Diese war Mitte Januar in Richtung Mittelmeer aufgebrochen. Nach der Übergabe auf Kreta wird sie die Heimreise antreten und Ende April in Wilhelmshaven zurückerwartet.

    "Dieser Einsatz wird angesichts der Corona-Krise eine besondere Herausforderung für die Besatzung. Gerade aber wegen dieser Besatzung gehe ich besonders zuversichtlich in den Einsatz. Das sind ganz besonders wertvolle Menschen, die für andere da sein wollen. Wenn es eine Besatzung schafft, unter diesen besonderen Bedingungen den Einsatzauftrag zu erfüllen, dann ist es die der "Berlin", sagt der Kommandant Fregattenkapitän Stefan Klatt (51) mit Blick auf die bevorstehende Aufgabe.

    In der Ägäis erwartet die Besatzung eine enge Zusammenarbeit mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der Europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (FRONTEX). Hierbei wird die Hauptaufgabe der "Berlin" die Seeraumüberwachung sein.

    Auf die Frage, wie sich Schiff und Besatzung auf diesen Einsatz vorbereitet haben, antwortet der Kommandant: "An den üblichen Vorbereitungen hat sich nicht viel geändert. Die Besatzung ist vollumfänglich für jedweden Einsatz ausgebildet. Zudem ist auch das Schiff technisch in einwandfreiem Zustand. Die Corona-Krise hat uns natürlich, wie alle anderen auch, vor zusätzliche Herausforderungen gestellt, die wir aber meistern konnten. In diesem Zusammenhang sei gesagt, dass die Besatzung trotz Krisenzeiten willens und bereit ist, den Auftrag zu erfüllen."

    Angesichts der aktuellen Lage mussten sich die rund 190 Besatzungsmitglieder bereits vorab von ihren Angehörigen verabschieden. Das Schiff wird den Marinestützpunkt ohne Publikum quasi klammheimlich verlassen. Voraussichtlich Mitte September wird die "Berlin" in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurückkehren, dann hoffentlich wieder mit dem üblichen "großen Bahnhof".

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  • Neuer Kommandant auf der Brücke der Fregatte "Hamburg"

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 26. März 2020 um 10 Uhr, hat auf der Fregatte "Hamburg" ein Kommandowechsel stattgefunden. Nach zweieinhalb Jahren als Kommandant ist Fregattenkapitän Christian Herrmann (43) von Fregattenkapitän Jan Fitschen (42) abgelöst worden. Aufgrund der besonderen Umstände, die die aktuelle Corona-Lage mit sich bringt, fand das feierliche Zeremoniell ohne geladene Gäste statt. Die Besatzung trat dazu in aufgelockerter Formation auf dem Flugdeck an, um die derzeit gebotenen Sicherheitsabstände einhalten zu können.

    Im September 2017 hatte Fregattenkapitän Christian Herrmann das Kommando über das Schiff und die Besatzung übernommen. "Ich blicke mit Stolz und Dank auf meine vergangene Kommandantenzeit an Bord der Fregatte "Hamburg". Das Spektrum der Aufgaben für Schiff und Besatzung konnte in den vergangenen zwei Jahren breiter nicht sein. Mir oblag es, das Schiff aus einer langen Werftphase zu führen und die Besatzung während einer fordernden Einsatzausbildung - gipfelnd im GOST (German Operational Sea Training) - zum Team Hamburg zu formen. Gemeinsam bestritten wir fernerhin eine Warmwassererprobung in der Karibik, ein Flugkörperschießen in Skandinavien und schließlich ein Einsatz im Rahmen der NATO-Unterstützung in der Ägäis. Die vergangene Fahrenszeit war in der Rückschau betrachtet fordernd, mit langen Abwesenheitszeiten verbunden, aber stets außerordentlich packend und erzeugte schönste Erinnerungen, die ein Leben lang nachklingen werden", so der alte "Alte" mit Blick auf seine Zeit als Kommandant. Er wechselt von der Brücke der "Hamburg" in das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und wird dort als Referent im Bereich Marineführungsdienste tätig sein.

    Neuer Kommandant wird Fregattenkapitän Jan Fitschen. Er kommt von der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er als Dozent tätig gewesen ist, nun auf die Fregatte "Hamburg". Das freut ihn als gebürtigen und auch immer noch wohnhaften Hamburger besonders. Doch die Auswirkungen der Corona-Lage bekommt der neue Kommandant leider unmittelbar zu spüren. Nicht nur ein Flugkörperschießen in Norwegen Ende Mai ist abgesagt worden, sondern auch die Teilnahme am Hamburger Hafengeburtstag. "Was dies für uns als Besatzung in nächster Zeit bedeutet, ist somit mal wieder ungewiss. Es hilft aber nicht über eine Situation zu klagen, die man selber nicht beeinflussen kann. Es gilt nach vorne zu blicken", so Fregattenkapitän Jan Fitschen mit Blick auf seine bevorstehende Zeit als Kommandant.

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  • Fregatte Hamburg zeigt Präsenz im Indo-Pazifischen Raum

    Rostock (ots) - Am Donnerstag, den 7. Mai 2020, begibt sich die Fregatte "Hamburg" auf große Reise. Für den Kommandanten Christian Herrmann (43) und seine Besatzung stehen fordernde Monate bevor. Das Schiff der Deutschen Marine war bis Ende Januar Teil des NATO-Verbandes Standing Nato Maritime Group 2 (SNMG2) in der Ägäis.

    Die Einsatznachbereitungen gehen nahtlos in die Vorbereitungen für die kommende Seefahrt über. Denn nach dem Auslaufen aus dem Heimatstützpunkt Wilhelmshaven wird die Fregatte dem Hamburger Hafengeburtstag vom 8. bis 10. Mai 2020 als Flaggschiff beiwohnen. Danach tritt die Einheit die Reise zum Flugkörperschießen Richtung Norwegen an.

    Im Anschluss erwartet die Crew eine fünfmonatige Auslandsausbildungsreise um den halben Globus. Diese umfasst insbesondere die Teilnahme am Indian Ocean Naval Symposium (IONS unter französischer Führung) in Réunion Ende Juni. IONS umfasst 23 Nationen, die dauerhaft Gebiete halten, die im Indischen Ozean anstoßen oder liegen, und 9 Beobachternationen. Deutschland hat hierbei eine Beobachterrolle.

    Nach der Teilnahme am IONS fügt sich die Fregatte in das Deutsch-Französische Manöver DEFRAM ein. Dort wird die Zusammenarbeit mit der französischen Marine trainiert bzw. gefestigt. Nach Beendigung des Verbandes macht sich die "Hamburg" auf den Weg Richtung Australien und wird voraussichtlich von dort aus verschiedene Häfen im Indischen Ozean besuchen. Neben den Hafenbesuchen sind jeweils Übungsabschnitte mit den Marinen der jeweiligen Gastländer geplant.

    Hintergrundinformationen

    Das Indian Ocean Naval Symposium, allgemein bekannt als IONS, ist ein Forum zur Verbesserung der maritimen Zusammenarbeit zwischen den Küstenstaaten der Region indischer Ozean. Das Forum trägt zur Erhaltung friedlicher Beziehungen zwischen den Nationen bei und ist daher entscheidend für den Aufbau einer effektiven maritimen Sicherheitsarchitektur in der Region des Indischen Ozeans und ist auch von grundlegender Bedeutung für unseren kollektiven Wohlstand. Das erste IONS-Seminar wurde 2008 von der indischen Marine abgehalten.

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  • NATO-Minenjäger in Kiel - Norwegischer Kommandeur auf deutschem Flaggschiff

    Kiel (ots) - Am Freitag, dem 13. März um 8 Uhr, wird der Ständige NATO-Minenabwehrverband SNMCMG1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) im Marinestützpunkt Kiel einlaufen. Die Schiffe bleiben bis Montag, den 16. März, im Hafen in der Wik. Der Verband besteht neben dem Führungsschiff aus einem belgischen, einem britischen und einem niederländischen Minenjagdboot. Ende kommender Woche stoßen noch ein norwegischer Minensucher und ein deutsches Minenjagdboot hinzu. Der deutsche Tender "Donau" aus dem Kieler Unterstützungsgeschwader ist Flagg- und Führungsschiff für den norwegischen Fregattenkapitän Henning Knudsen-Hauge, der den Verband als Commander SNMCMG1 in See führt. Die Allianz kann mit dieser Einsatzgruppe schnell auf Bedrohungen durch Unterwasser-Minen in den nordeuropäischen Gewässern reagieren.

    Der belgische Minenjäger "Bellis", der britische Minenjäger "Grimsby" und der niederländische Minenjäger "Willemstad" bilden derzeit die SNMCMG1 und werden in der kommenden Woche durch das deutsche Minenjagdboot "Grömitz" aus dem Kieler 3. Minensuchgeschwader und das norwegische Minensuchboot "Otra" verstärkt. Die Besatzungen haben alle ein forderndes Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf höchstem Standard ausgebildete und zertifizierte Minenabwehrkräfte. Sie trainieren alle Aspekte der Minenkampfführung, sind in ständiger Einsatzbereitschaft und gehören zu den Eingreifkräften NATO Response Force.

    Für den norwegischen Kommandeur ist dabei klar, welche Bedeutung die Minenabwehr für die Versorgungswege über See hat: "Keine Minenabwehr bedeutet auch keine Verstärkung", sagt Fregattenkapitän Knudsen-Hauge. Und meint damit, dass Seeminen ganze Versorgungsketten blockieren können. Die Seeverbindungswege sind für Deutschland und seine Verbündeten zweierlei: Lebensader und nasse Flanke. Erst recht dort, wo nur wenige künstliche oder natürliche Wege in ein Gewässer führen - wie in die Ostsee, die für die NATO-Partner im Baltikum der einzige "nasse" Versorgungsweg ist. Schon das Bedrohungspotenzial einer einzigen Mine kann dafür sorgen, dass Schifffahrtswege wie der Große Belt oder der Nord-Ostsee-Kanal tagelang unpassierbar werden.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier maritime Einsatzverbände, die zusammen mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die NATO Response Force bilden. Zwei davon sind Minenabwehrverbände, zu denen das 3. Minensuchgeschwader und das Unterstützungsgeschwader der Deutschen Marine dauerhaft auf höchstem Niveau ausgebildete Besatzungen schicken. Neben dem Tender "Donau" und dem Minenjagdboot "Grömitz" in der SNMCMG1 operiert das Minenjagdboot "Fulda" derzeit in der Einsatzgruppe SNMCMG2 im Mittelmeer. Die Minenabwehrboote suchen unter Wasser nach Objekten und können sie durch ferngelenkte Drohnen oder Minentaucher zerstören oder sie mit Simulationsgeräten zur Detonation bringen. Regelmäßig werden sie zur Suche nach Altlasten aus vergangenen Kriegen und Konflikten eingesetzt, die noch zuhauf in den Gewässern liegen und eine Gefahr für Schifffahrt und Meeresumwelt darstellen.

    Die Besatzungen können nach NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung.

    Zum Termin "NATO-Minenjäger in Kiel" wird um frühzeitige Anmeldung gebeten:

    Termin:

    Freitag, den 13. März 2020, Eintreffen bis spätestens 7.15 Uhr

    Ort:

    Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    8.00 Uhr Einlaufen SNMCMG1 (Tirpitzmole und Weddigenbrücke)

    anschl. Begrüßung

    anschl. Besichtigung des Minenjagdbootes HNLMS "Willemstad",

    dabei Interview Kommandeur SNMCMG1 (Fregattenkapitän Henning Knudsen-Hauge, Königlich Norwegische Marine)

    dabei Interview Kommandant Minenjagdboot "Willemstad" (Korvettenkapitän Sander Kool, Königlich Niederländische Marine)

    Während des Einlaufens und bei der Besichtigung besteht die Gelegenheit für Schnittbilder, Fotos sowie Hintergrundgespräche und Statements.

    Anmeldung:

    Sie werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Formular bis Donnerstag, den 12. März 2020 um 13.30 Uhr per Fax +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

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  • "Fliegendes Auge" startet erneut Richtung Afrika

    Nordholz (ots) - Am Dienstag, den 10. März 2020, startet ein deutscher Seefernaufklärer P-3C "Orion" Richtung Dschibuti am Horn von Afrika. Bis Mitte Juni werden rund 70 Soldaten des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin" Teil der EU-geführten Mission "Atalanta" sein.

    Die deutschen Marineflieger tragen bereits seit 2008 einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Piraterie und zur Sicherheit der Schifffahrtswege am Horn von Afrika bei. Der Kontingentführer, Fregattenkapitän Michael Buchert, verlegte bereits eine Woche zuvor mit dem Vorkommando Richtung Süden. Sie treffen alle Vorbereitungen, damit die Einsatzflüge schnellstmöglich starten können.

    Der Kontingentführer fasst die Wichtigkeit des Einsatzes zusammen: "Wir Marineflieger stellen mittlerweile das 30. Kontingent dieses äußerst erfolgreichen Einsatzes. In enger Kooperation mit weiteren Bündnispartnern leisten wir unseren Beitrag zur Sicherheit der Schifffahrt auf einer der meistbefahrenen Handelsrouten der Erde. Auch unter den extremen klimatischen Bedingungen am Horn von Afrika stellen wir sicher, dass das Luftfahrzeug und seine Besatzung für die Einsatzflüge optimal vorbereitet ist und den Auftrag erfüllen können."

    Die "Orion" ist in der Lage, mit ihrem Radar die Schiffe im Einsatzgebiet aufzufassen und kann somit ein aktuelles Lagebild an die Kriegsschiffe im Seegebiet weitergeben. Im Schnitt wird der Seefernaufklärer, mit dem Spitznamen "Jester", alle zwei Tage seine Triebwerke anwerfen. Die Einsatzflüge dauern etwa acht Stunden, indem der Golf von Aden sowie die angrenzenden Gewässer des Indischen Ozeans überwacht werden. Dabei befinden sich die deutschen sowie spanischen Besatzungen in einer ständigen Rotation, um eine durchgehende Seeraumüberwachung zu gewährleisten.

    Der Seefernaufklärer P-3C Orion ist als "Fliegendes Auge" mit hochmoderner Sensorik ausgerüstet und eine unverzichtbare Ergänzung zur Aufklärungsfähigkeit im Einsatzgebiet am Horn von Afrika, welches etwa die eineinhalbfache Größe von Europa aufweist. Der eigentliche wichtige Hauptsensor (das "Auge") ist das elektrooptische Kamerasystem. Mit Hilfe dieses Hilfsmittels können gestochen scharfe Bilder und Videos aus weiter Entfernung gemacht werden. Diese spielen bei der Aufklärung von bekannten Piratencamps eine wichtige Rolle.

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  • Betriebsstofftanker "Rhön" läuft zur "Standing NATO Maritime Group 1" aus

    Wilhelmshaven (ots) - Am Freitag, den 06. März 2020 um 13 Uhr, wird der Betriebsstofftransporter "Rhön" seinen Heimathafen in Wilhelmshaven verlassen, um sich der "Standing NATO Maritime Group 1" (SNMG 1) anzuschließen.

    Bevor es für das Schiff und die Besatzung in den Einsatz geht, steht eine kurze Einsatzunterstützungsausbilung in Neustadt an. Diese Zeit nutzt der zivil besetzte Tanker, um auch die für den Einsatz eingeschifften Soldaten auf ihre Aufgaben an Bord vorzubereiten. Die Besatzung der "Rhön" sieht dem kommenden Einsatz mit Spannung entgegen. "Wir sind dankbar, dass es uns ermöglicht wird, diesen Einsatz fahren zu können. Ich bin stolz auf meine Besatzung, die in den letzten Wochen zur Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben alles gegeben hat und bin froh, wenn wir am Freitag endlich die Leinen losmachen können, um zur See zu fahren.", so Kapitän Egon Rhauderwiek (57) zum bevorstehenden Einsatz.

    Die "Standing Nato Maritime Group 1" besteht im Kern aus einem norwegischen Flaggschiff, einer dänischen Fregatte und dem Tanker "Rhön" der deutschen Marine. Im bevorstehenden Einsatzzeitraum stehen zwei Manöver in Nord- und Ostsee an. Andere Nationen, wie Kanada, Portugal und Belgien stoßen zeitweise dazu und unterstützen den NATO-Verband. Die Hauptaufgabe der "Rhön" wird das Betanken sowie die Versorgung mit Frischwasser und Ölen der anderen Schiffe der SNMG 1 sein.

    Die "Rhön" wird voraussichtlich Anfang Juli 2020 nach Wilhelmshaven zurückkehren.

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  • "Seehunde" zum Minenräumen - Marine übernimmt Multitools für den Minenkampf

    Kiel (ots) - Die Änderungen an der Silhouette nehmen höchstens Experten wahr: Die Marine übernimmt gerade drei ihrer Minenjagdboote "zurück". Sie haben ein Werft- und Testprogramm hinter sich und sind zu Multitools im Minenkampf geworden. Die Boote setzen ferngelenkte Unterwasserdrohnen ein, sind schwimmende Basis für Minentaucher, legen selbst Minen - und können nun auch Simulationsboote fernsteuern, mithilfe derer man Minen auslösen kann, ohne Menschenleben zu gefährden. Am 2. März 2020 bietet das 3. Minensuchgeschwader für Medien die Gelegenheit, das System auf dem Minenjagdboot "Grömitz" aus der Nähe zu erleben. Die "Grömitz" wird am 16. März 2020 in den Ständigen NATO-Minenabwehrverband für Nord- und Ostsee entsendet.

    Ein Seehund zum Minenräumen

    "Minenjäger mit Drohnen" lautet die Fachbezeichnung für die Boote "Bad Bevensen", "Datteln" und "Grömitz". Wie andere Minenjagdboote suchen sie mit Sonar unter Wasser nach Objekten und können sie mit ferngelenkten Drohnen identifizieren und zerstören. Wo die Technik an Grenzen stößt, setzen die Jäger Minentaucher ein - in flachem Wasser, in Häfen oder dort, wo Minen in der Nähe von Pipelines oder Unterwasserkabeln liegen. Eine andere Möglichkeit bietet der "Seehund" - ein etwa 27 Meter langes und 4,60 Meter breites Boot, in das eine magnetische Spule eingebaut ist und das mittels Geräuschboje Töne ins Wasser sendet. So lassen sich Magnetfelder und Geräusche von Schiffen simulieren, um Minen auszulösen. Der unbemannt fahrende "Seehund" nimmt dabei selbst keinen Schaden. Bis zu vier dieser Räumfahrzeuge können aus der Zentrale eines Minenjägers gesteuert werden. Sie sind mit bis zu neun Knoten Geschwindigkeit schneller und können größere Flächen abdecken als ein Minenjagdboot alleine. Außerdem bleibt die Besatzung außerhalb der Gefahrenzone. Diese Art des Minenräumens hatte sich schon in der "Operation Südflanke" im Persischen Golf zu Anfang der 90er Jahre bewährt. Damals brachten Seehund-Fahrzeuge 20 Minen zur Detonation - obwohl das Gebiet bereits als minenfrei gegolten hatte.

    Hintergrundinformationen

    Das Kieler Minensuchgeschwader ist verantwortlich für Seeminenabwehr und Seemineneinsatz in der Deutschen Marine. Besatzungen, Stab, Techniker, Sanitätsbereich und Ausbildungszentrum kommen zusammen auf 800 Männer und Frauen. Zehn auf den ersten Blick ähnliche Minenjagdboote gehören zu dem Geschwader. Alle sind mit einer Sonaranlage ausgestattet, um unter Wasser nach Objekten zu suchen. Im Detail unterscheiden sich die grauen Boote: Fünf sind Minenjagdboote, die mit einer Unterwasserdrohne Kampfmittel unter Wasser identifizieren und beseitigen. In zweiter Rolle können sie kleinere Minentaucherteams aufnehmen. Zwei Minentauchereinsatzboote sind darauf ausgerichtet, diese Spezialisten für Kampfmittelbeseitigung auf See, in Häfen und in Brandungsgebieten einzusetzen. In zweiter Rolle können sie auch Unterwasserdrohnen zum Einsatz bringen. Die drei zuletzt renovierten Boote sind Multitools für den Minenkampf. Sie beherrschen den Einsatz von Unterwasserdrohnen, steuern die ferngelenkten Simulationsboote oder bieten kleinen Minentaucherteams Platz zur Einschiffung.

    Zum Schutz vor dem Ansprechverhalten von Minen sind alle Boote aus amagnetischem Stahl gefertigt und unterdrücken aktiv die Magnetfelder, die die eigenen elektronischen Anlagen erzeugen. Sie können auf extrem leise Schleichfahrt gehen und geben kaum Unterwasserschall ab. Die Boote können selbst Seeminen legen, um Wasserstraßen zu sperren oder eigene Gewässer gegen andere Schiffe zu schützen. Operiert eine Minenjagdgruppe auf See mit Tendern des Unterstützungsgeschwaders, entsteht daraus ein von nahegelegenen Häfen unabhängiger Verband mit Führungs- und Logistikplattformen.

    Hinweise für Medien

    Sie sind zum Termin "'Seehunde' zum Minenräumen - Marine übernimmt Multitools für den Minenkampf" an Bord des Minenjagdbootes "Grömitz" eingeladen.

    Termin:

    Montag, den 2. März 2020. Eintreffen bis spätestens 8.30 Uhr.

    Ort:

    Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    Programm:

    08:30 Uhr Empfang an der Hauptwache Marinestützpunkt Kiel

    09:00 Uhr Ablegen, Systemdemonstration Vorbereitung Minenjagddrohne "Seefuchs" und Simulationsfahrzeug "Seehund"

    11:00 Uhr Seegebiet rund um Leuchtturm Kiel, Systemdemonstration Einsatz (Operationszentrale) Minenjagddrohne "Seefuchs" und Simulationsfahrzeug "Seehund"

    12:00 Uhr Seegebiet rund um Leuchtturm Kiel, Systemdemonstration Einsatz (Oberdeck) Minenjagddrohne "Seefuchs" und Simulationsfahrzeug "Seehund"

    13:30 Uhr Beginn Rücktransit

    14:30 Uhr Einlaufen Marinestützpunkt Kiel

    Vor Beginn des Rücktransits besteht die Möglichkeit für einen Kameramann und einen Fotografen, Außenaufnahmen von Bord eines Speedbootes aus zu fertigen. Medien werden gebeten, sich auf ein Pooling des entstehenden Materials zu einigen. Aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer an Bord wird kein Mittagessen angeboten.

    Anmeldung:

    Sie sind gebeten, sich mit dem beiliegenden Formular bis Donnerstag, 27. Februar 2020 um 16 Uhr per Fax an +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich. Wir behalten uns vor, den Termin kurzfristig aufgrund der Wetterlage abzusagen.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 1, Kiel
    Tel.: +49 (0)431 71745 1410/1411
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  • Fregatte "Hamburg" kehrt nach 28.500 gefahrenen Seemeilen vom Einsatz aus der Ägäis zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Samstag, den 8. Februar 2020 um 12 Uhr, kehrt die Fregatte "Hamburg" aus der Ägäis zurück. Dort war das Schiff der Klasse F124 Teil des NATO-Verbandes Standing Nato Maritime Group 2 (SNMG2).

    Während der vergangenen Monate über Weihnachten und Silvester stand der militärische Auftrag in der Ägäis im Fokus des Handelns. Das Schiff und die Besatzung haben ihren Beitrag zur Unterstützung in der Flüchtlings- und Migrationskrise geleistet. Außerdem wurden mehrere Übungen und Manöver mit Nato-Partnern durchgeführt, um die Zusammenarbeit im Bündnis zu stärken.

    "Wir haben in den letzten fünf Monaten dazu beigetragen, in mindestens 30 Fällen teilweise sehr voll besetzte Flüchtlingsboote sicher an Land zu begleiten. Darauf kann die Besatzung sehr stolz sein. Jetzt freuen wir uns allerdings alle auf die Rückkehr zu unseren Lieben in der Heimat - und vielleicht darf der ein oder andere ja auch noch Weihnachtsgeschenke öffnen", so der Kommandant, Fregattenkapitän Christian Herrmann (43).

    Nach der Rückkehr aus der Ägäis wird die Besatzung zunächst in eine mehrwöchige Einsatznachbereitung übergehen. Die Vorbereitungen für die kommenden Seefahrten werden allerdings nicht lange auf sich warten lassen. Bereits Anfang Mai 2020 wird die "Hamburg" wieder in See stechen, um als Flaggschiff am Hamburger Hafengeburtstag teilzunehmen und von dort direkt in Richtung Norwegen zum Flugkörperschießen auszulaufen.

    Nun freuen sich die Soldatinnen und Soldaten nach dem langen Einsatz über Weihnachten und den Jahreswechsel auf die erste Zeit mit ihren Familien und Angehörigen im Jahr 2020.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Fregatte 'Hamburg' kehrt nach 28.500 gefahrenen Seemeilen vom Einsatz aus der Ägäis zurück" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Samstag, den 8. Februar 2020. Eintreffen bis spätestens 11.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Heppenser Groden, Alfred-Eckhardt-Straße 1, 26384 Wilhelmshaven (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Freitag, den 7. Februar 2020, 10 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)4421-68-68796 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

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  • Leinen Los! Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" verlässt Wilhelmshaven in Richtung Ägäis

    Wilhelmshaven (ots) - Am Freitag den 17. Januar 2020 um 12 Uhr läuft die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" für rund drei Monate in Richtung Ägäis aus, um dort die Fregatte "Hamburg" in der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) abzulösen. Diese ist Anfang September letzten Jahres in Richtung Mittelmeer aufgebrochen. Sie wird nach der Übergabe die Heimreise antreten und Anfang Februar in Wilhelmshaven zurückerwartet.

    "Nach einer fordernden Einsatzausbildung und der abschließenden Zertifizierung als 'einsatzklar' in Plymouth, Großbritannien im Dezember 2019 sind wir nun 'klar für alle Fahrtstufen'. Wir können als Fregatte 'Mecklenburg-Vorpommern' das machen wofür wir da sind. Natürlich lassen wir unsere Familien und Freunde zurück, aber es sind ja 'nur' drei Monate Abwesenheit geplant", so der Kommandant, Fregattenkapitän Torben Jürgensen (43).

    In der Ägäis erwartet die Besatzung und das Schiff die enge Zusammenarbeit mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (FRONTEX). Hierbei wird die Hauptaufgabe der Fregatte die Seeraumüberwachung sein.

    Ende April wird die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" in ihren Heimathafen nach Wilhelmshaven zurückkehren.

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  • Mecklenburger führt Tender "Donau" und seine Besatzung in den NATO-Einsatz

    Warnemünde (ots) - Am Samstag, den 11. Januar 2019, um 15 Uhr wird der Tender "Donau" unter dem Kommando von Korvettenkapitän Bernd Abshagen (39) seinen Heimathafen Warnemünde verlassen, um sich für sechs Monate dem ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) anzuschließen.

    Zunächst wird die "Donau" nach Oslo in Norwegen verlegen, um dort den norwegischen Führungsstab an Bord aufzunehmen. Nachdem der Tender den Hafen von Oslo verlassen hat, beginnt der Transit in Richtung Nordsee. "Ich persönlich freue mich sehr mit der ,Donau' als Führungsplattform ein Teil des NATO Verbandes sein zu dürfen. Ich konnte mich in den zurückliegenden Monaten von der uneingeschränkten Leistungsfähigkeit und der sehr hohen Motivation meiner 66 Mann starken Besatzung überzeugen und bin überaus stolz, dieses ausgezeichnete Team in den Einsatz führen zu dürfen", so Korvettenkapitän Bernd Abshagen.

    "Unsere primäre Aufgabe während dieser einsatzgleichen Verpflichtung wird es sein, mit dem Fähigkeitsprofil eines Tenders einen Beitrag zur Sicherstellung der ständigen Einsatzbereitschaft des gesamten Minenabwehrverbandes zu leisten. Zum Erhalt der Einsatzbereitschaft werden innerhalb des Verbandes regelmäßig Übungen durchgeführt sowie an diversen internationalen Manövern teilgenommen. Darüber hinaus gehört die Altlastenbeseitigung in Nord- und Ostsee zu einem der wesentlichen Aufgabenfelder des NATO-Minenabwehrverbandes, da auch heutzutage noch zahlreiche Munitionsreste aus den Weltkriegen eine Gefahr für die Seeschifffahrt sowie für die Meeresumwelt darstellen" so der Kommandant.

    Bereits über 200 Angehörige haben sich angemeldet um dabei zu sein, wenn der Tender und seine Besatzung ihren Heimathafen verlassen. "Viele Besatzungsangehörige der ,Donau' stammen aus der Region, weshalb wir sehr viele Gäste erwarten, was mich natürlich besonders freut und die tiefe Verbundenheit der 'Donau' zu Ihrer Heimatstadt Rostock widerspiegelt", erklärt Korvettenkapitän Abshagen.

    Geführt wird der NATO-Einsatz vom norwegischen Stabsoffizier Henning Knudsen-Hauge (42). Zu seinem Verband gehören neben dem deutschen Tender "Donau" bis zu zehn Minenabwehreinheiten aus den Mitgliedstaaten der NATO.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden. Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte VERY HIGH READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen. Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teil-nehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig überwiegend in Nord- und Ostsee und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, in See die Einsatzbereitschaft sicherzustellen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin Mecklenburger führt Tender "Donau" und seine Besatzung in den NATO-Einsatz eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Samstag, den 11. Januar 2020. Eintreffen bis spätestens 13.50 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Rostock, Hohe Düne 30

    18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    bis 14.10 Uhr: Verabschiedung von den Angehörigen

    14.15 Uhr: Antreten

    14.20 Uhr: Ansprache / Verabschiedung durch den Kommandeur des Unterstützungsgeschwaders, Fregattenkapitän Torsten Eidam

    anschl.: Nationalhymne

    anschl.: Kommandant meldet sich ab und geht mit Holländischen Ehrenmarsch an Bord

    15:00: Manöveranpfiff / Ablegen

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Donnerstag, den 10. Januar 2020, 09.00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Dezernat Pressearbeit, Außenstelle Warnemünde
    Tel.: +49 (0)381 636 2170
    E-Mail: markdopizastwarnemuende@bundeswehr.org

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  • NATO-Einsatzverbände - Minenjagdboot "Fulda" bis Sommer ins Mittelmeer

    Kiel (ots) - Am Mittwoch, dem 8. Januar 2020 wird das Minenjagdboot "Fulda" um 13 Uhr den Heimathafen Kiel verlassen. Das Boot untersteht in den kommenden fünfeinhalb Monaten dem Ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG2 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 2), den das Bündnis im Mittelmeer und im Schwarzen Meer einsetzt und der von den NATO-Partnern dauerhaft mit Schiffen und Booten besetzt wird.

    Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Mario Bewert (32) macht sich die rund 40-köpfige Besatzung zunächst auf den annähernd zwei Wochen dauernden Transit und wird sich Mitte Januar dem Verband anschließen. "Die wichtigste Aufgabe am Anfang wird es sein, dass sich die 'Fulda' schnell in die SNMCMG2 einreiht, um die Handlungsfähigkeit dieses Verbands als Teil der Eingreifkräfte NATO Response Force zu beweisen", betont Geschwaderkommandeur Fregattenkapitän Christian Meister (42). Die SNMCMG2 trainiert alle Aspekte der Minenkampfführung, ist mit Minenlegern, Minenabwehrfahrzeugen und Führungsschiffen in ständiger Einsatzbereitschaft.

    Das Minenjagdboot "Fulda" hat in den vergangenen Monaten ein forderndes Einsatzausbildungsprogramm absolviert. Die Besatzung wurde im Oktober durch das Minenabwehr-Zentrum MOST (Mine Countermeasure Vessels Operational Sea Training) der belgisch-niederländischen Minenkriegsschule als einsatzklar zertifiziert und hat zuletzt im November die ABC-Abwehrfähigkeitsüberprüfung in Kiel gemeistert. Mit der "Fulda" entsendet das 3.Minensuchgeschwader erneut und zuverlässig auf höchstem Standard ausgebildete Minenjäger zur NATO.

    Das Boot mit der Rumpfnummer M1058 ist ein Minenjagdboot der Frankenthal-Klasse. Diese Einheiten suchen mit Sonaranlagen unter Wasser nach Objekten und können sie mit ferngelenkten Drohnen identifizieren und zerstören. Wo die Technik an ihre Grenzen stößt, setzen die Jäger auch Minentaucher ein - beispielsweise in flachem Wasser, in Häfen, oder dort, wo Minen in der Nähe von Pipelines oder Unterwasserkabeln liegen. Zum Schutz vor dem Ansprechverhalten von Minen sind die Boote aus amagnetischem Stahl gefertigt und unterdrücken aktiv die Magnetfelder, die die eigenen elektronischen Anlagen erzeugen. Außerdem können sie auf extrem leise Schleichfahrt gehen und geben kaum Unterwasserschall ab. Die Boote können selbst Seeminen legen, um Wasserstraßen zu sperren oder eigene Gewässer gegen andere Schiffe zu schützen.

    Boot und Besatzung werden für die Dauer des NATO-Deployments dem Marinehauptquartier Allied Maritime Command in Northwood (Großbritannien) unterstellt. Sie werden kurz vor der Kieler Woche 2020 in Kiel zurückerwartet.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden.

    Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte VERY HIGH READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

    Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 2 operiert ganzjährig überwiegend im Mittelmeer und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "NATO-Einsatzverbände - Kieler Minenjagdboot 'Fulda' bis Sommer ins Mittelmeer" eingeladen. Für die weitere Planung wird um frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Mittwoch den 8. Januar 2020. Eintreffen bis spätestens 12.15 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    Programm:

    12:40 	3. Minensuchgeschwader tritt auf der Pier an
    anschl.	Verabschiedung durch Kommandeur 3. Minensuchgeschwader 

    13:00 Auslaufen Minenjagdboot "Fulda"

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Dienstag, den 7. Januar 2020 um 13 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

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    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Kiel, Einsatzflottille 1
    Tel.: +49 (0)431 71745 1410/1411
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  • Deutsche Marine - Segelausbildung auf der "Alexander von Humboldt II" hat begonnen

    Rostock (ots) - Am heutigen 3.Januar hat die Ausbildung neuer Offiziersanwärter der Deutschen Marine auf dem Segelschulschiff "Alexander von Humboldt II" begonnen. Den Segler der Deutschen Stiftung Sail Training (DSST) zu nutzen, ist eine Zwischenlösung, bis der Flotte das eigene Schulschiff "Gorch Fock" wieder zur Verfügung steht.

    Diese sogenannte seemännische Basisausbildung durchläuft die Crew des Jahrgangs 2019 der Marineschule Mürwik. Vorgesehen dafür sind fünf zweiwöchige Segeltörns der "Alexander von Humboldt II" mit je maximal 55 Marineangehörigen. Es werden 15 Soldatinnen und Soldaten der Stammcrew der "Gorch Fock" sowie 40 Offiziersschülerinnen und -schüler an Bord des Segelschiffes sein. Des Weiteren werden auch 24 Crewmitglieder der "Alexander von Humboldt II" an Bord sein. Das Training dauert bis zum 15. März und findet im Seegebiet um die Kanarischen Inseln und auf der Heimfahrt des Schiffs nach Bremerhaven statt.

    Zentraler Inhalt der Ausbildung der Offiziersanwärter wird dabei unter anderem sein, dass einzigartige Berufs- und Arbeitsumfeld "See" zu erleben, was in dieser Form und Intensität nicht auf modernen Motorschiffen, sondern nur auf Segelschiffen möglich ist. Als Lerneffekt damit verknüpft soll die Erkenntnis sein, welche Bedeutung der Zusammenhalt einer Schiffsgemeinschaft und ihr gemeinsames Handeln angesichts von Naturgewalten auf hoher See hat. Diese beiden zentralen Aspekte der Ausbildung gehen einher damit, dass die Kadetten elementare seemännische und meteorologische Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt bekommen.

    Die Marine hatte sich vergangenes Jahr dazu entschieden, diese Zwischenlösung zu nutzen, auch um die Fähigkeiten der Stammbesatzung des Marineschiffs und die Expertise zum Betreiben eines Segelschulschiffs zu erhalten. Bereits im November und Dezember 2019 segelte ein Teil der "Gorch Fock"-Stammcrew dafür auf der "Alexander von Humboldt II" mit, um die eigenen Fertigkeiten aufzufrischen. Die "Gorch Fock" soll ihren Ausbildungsbetrieb 2021 wiederaufnehmen.

    Hintergrundinformationen

    Die "Alexander von Humboldt II" ist über ihre Takelung als Bark in ihren Segeleigenschaften der gleich getakelten "Gorch Fock" sehr ähnlich. Vor diesem Hintergrund ist der zivile Segler auch die bestmögliche Alternative zum Marineschiff. Auch wenn ein deutlicher Größenunterschied zwischen den Schiffen besteht: Die "Alexander von Humboldt II" ist 65 Meter lang und hat eine Segelfläche von gut 1.400 Quadratmetern, die "Gorch Fock" ist 89 Meter lang bei über 2.000 Quadratmeter Segelfläche.

    Die Kadetten der Marine werden auf der "Alexander von Humboldt II" nicht nur an Deck, sondern auch in der Takelage ausgebildet. Dazu wurde an Bord des Schiffs ein sogenanntes Höhensicherungssystem nachgerüstet und durch den Germanischen Lloyd zertifiziert. Diese Einrichtung ist mit den an Bord der "Gorch Fock" vorhandenen Sicherheitsstandards weitgehend vergleichbar.

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  • Flugbetrieb der Bordhubschrauber Sea Lynx vorerst ausgesetzt

    Rostock (ots) - Die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten hat auch in der täglichen Nutzung von technischem Großgerät oberste Priorität. Die Marine verfügt über 22 Hubschrauber des Typ Sea Lynx, die hauptsächlich zur U-Boot Jagd eingesetzt werden.

    Im Zuge der technischen Überwachung der Luftfahrzeuge wurde eine Zunahme an metallischen Ablagerungen im Triebwerköl festgestellt. Als Ursache für die metallischen Ablagerungen wurde ein Bauteil im Triebwerk identifiziert, das nicht den Spezifikationen entspricht und damit einen höheren metallischen Abrieb erzeugt. Im schlechtesten Fall könnte dies zum Ausfall eines Triebwerks im Flug führen.

    Da derzeit nicht mit hinreichender Sicherheit festgestellt werden kann, welche Triebwerke der Sea Lynx davon betroffen sind, wurde aus Sicherheitsgründen der Flugbetrieb vorerst ausgesetzt.

    Die systembetreuende Industrie wurde aufgefordert, im Rahmen einer Analyse das damit verbundene Risiko zu bewerten und erforderliche Maßnahmen zur Mangelabstellung festzulegen, um die uneingeschränkte Einsatzbereitschaft des Waffensystems Sea Lynx schnellstmöglich wiederherzustellen.

    Der Hubschrauber wird zurzeit nicht im Einsatz oder SAR-Dienst verwendet, sodass sich derzeit keine Auswirkungen auf den unmittelbaren Einsatzbetrieb ergeben. Die zeitliche befristete Aussetzung des Flugbetriebes mit Sea Lynx ist als Sicherheitsmaßnahme erforderlich, um jegliche Gefährdung für Mensch und Material auszuschließen.

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