• "Alte Lady" neu besetzt: Kommandowechsel auf der Fregatte "Lübeck"

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 25. Februar 2021 um 10 Uhr, wird der Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders, Kapitän zur See Dirk Jacobus (51), das Kommando über die Fregatte "Lübeck" von Fregattenkapitän Mathias Rix (46) an seinen Nachfolger Fregattenkapitän Kai Röckel (42) übergeben.

    Fregattenkapitän Rix hatte das Kommando über die "Lübeck" im September 2019 übernommen und seither viel mit Schiff und Besatzung erleben dürfen. "Ich blicke auf eine intensive und erfüllte Kommandantenzeit an Bord der letzten beiden Fregatten der Klasse 122 zurück und bin stolz darauf, gemeinsam mit meinen Besatzungen die hinter uns liegenden Aufgaben erfolgreich gemeistert zu haben. Die Menschen an Bord werde ich nie vergessen. Der Besatzung und dem neuen Kommandanten der 'Lübeck' wünsche ich alles erdenklich Gute, sichere und erfolgreiche Seefahrten sowie das notwendige Seemannsglück für die verbleibende, aktive Fahrenszeit der letzten 'alten Lady'", so der scheidende Kommandant. Er wird in Zukunft in das Ausbildungsmanagement im Streitkräfteamt in Bonn wechseln.

    Sein Nachfolger, Fregattenkapitän Röckel, wechselt nun nach seiner Verwendung als Dezernatsleiter der Einsatzplanung und -steuerung im Stab der Einsatzflottille 2 an die Spitze der letzten Fregatte der Klasse F122. "Ich bin stolz und freue mich dieses besondere Schiff mit seiner hervorragenden Besatzung führen zu dürfen. In einem Marineleben ist dies die wahrscheinlich schönste Verwendung in der Marine. Die nächsten Monate werden intensiv und für Schiff und Besatzung eine Herausforderung, die wir gerne annehmen. Ich bedanke mich für die phantastische Übergabe und wünsche meinem Vorgänger auch in seiner neuen Verwendung Fair Winds and Following Seas", so der zukünftige Kommandant mit Blick auf die bevorstehende Zeit.

    Hintergrundinformationen

    Die Fregatte "Lübeck" ist die letzte aktive Vertreterin der Bremen-Klasse der Deutschen Marine. Konzipiert und gebaut am Ende des Kalten Krieges, ist ihre Hauptfähigkeit die U-Boot-Jagd in Nordsee und Nordatlantik. Erstmals in der Marine bekamen die Fregatte "Lübeck" und ihre Schwesterschiffe der Klasse F122 dafür Bordhubschrauber - heute ein Standard für alle Fregattenklassen.

    Doch die Fregatte "Lübeck" ist in der Lage, auch andere Aufgaben zu übernehmen. Sie kann mit ihren Flugabwehrraketen des Typs NATO Sea Sparrow sich und andere Schiffe in ihrer Nähe gegen feindliche Flugzeuge und Raketen verteidigen. Mit ihren Seezielflugkörpern Harpoon kann sie gegnerische Kriegsschiffe angreifen. Im Laufe der Jahre wurde die Fregatte "Lübeck" mehrfach mit neuen Systemen nachgerüstet, darunter mit den heute üblichen Marine-Leichtgeschützen und dem "RAM" (Rolling Airframe Missile-Flugabwehrsystem).

    Eine weitere Besonderheit der 122er: Ebenfalls erstmals in der Flotte erhielten sie einen sogenannten CODOG-Antrieb. Diese Kürzel steht für "Combined Diesel engine or gas turbine". Bei diesem System kann die Besatzung Dieselmotoren für Marschfahrt oder Gasturbinen für Höchstgeschwindigkeit auf die Antriebswellen schalten. Die Fregatte "Lübeck" und ihre inzwischen außer Dienst gestellten sieben Schwesterschiffe haben sich nach 1990 in den Auslandseinsätzen der Marine enorm bewährt. Neben der Teilnahme an Manövern, um ihre militärischen Kernfähigkeiten zu trainieren, haben sie an Embargokontrollen, Evakuierungen, Piratenjagd und Seenotrettungen in Mittelmeer und Indischem Ozean teilgenommen.

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  • Ein süßes "Dankeschön" für eingesetzte Soldaten im Impfzentrum Rostock

    Rostock (ots) - Am Donnerstag, den 25. Februar 2021 um 13.30 Uhr, bedankt sich Landesinnungsmeister der Bäcker und Konditoren in Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Grenzer, für die geleistete Unterstützung der Deutschen Marine.

    Hierzu stellt er in der Hanse-Messe 240 Quarkbällchen bereit, die natürlich auch dem zivilen Personal vor Ort nicht vorenthalten bleiben.

    Mit insgesamt 10.000 Quarkbällchen bedanken sich die Innungs-Bäcker und -Konditoren in Mecklenburg-Vorpommern seit dem 15.02.2021 für das Engagement vieler Menschen, die während der Corona-Pandemie anderen geholfen haben oder immer noch helfen.

    In Rostock und Umgebung sind derzeit mehr als 100 Soldatinnen und Soldaten der Deutschen Marine in sogenannten Zügen zur Unterstützung der Bevölkerung (ZUB) eingesetzt. Sie unterstützen vor allem die Gesundheitsämter, die Impfzentren im Rahmen der bundesweiten Impfkampagne, die Alten- und Pflegeeinrichtungen mit pflegerischen sowie nicht-pflegerischen Tätigkeiten und bei der Durchführung von Schnelltests.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Ein süßes 'Dankeschön' für eingesetzte Soldaten im Impfzentrum Rostock" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Donnerstag, den 25. Februar 2021. Eintreffen bis spätestens 13 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Vor dem Termin wird bei jedem Medienvertreter ein PCR-Schnelltest durchgeführt. Daher ist rechtzeitiges Erscheinen unerlässlich.

    Ort: Hanse-Messe Rostock

    Zur Hanse-Messe 1-2

    18106 Rostock

    (hierzu bitte hinter das Gebäude bis zum Ende durchfahren)

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 24. Februar 2021, 15 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49 (0)381 802 51509 oder per E-Mail zu akkreditieren.

    Nachmeldungen sind nicht möglich.

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  • Willkommen zurück: Fregatte "Brandenburg" beendet NATO-Einsatz in der Ägäis

    Wilhelmshaven (ots) - Am Samstag, den 6. Februar 2021 um 10 Uhr, kehrt die Fregatte "Brandenburg" nach fünf Monaten in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurück, nachdem sie als Teil der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) gemeinsam mit anderen NATO-Einheiten den Seeraum zwischen der Türkei und Griechenland überwacht hat.

    Die Teilnahme an der NATO-Unterstützungsmission Ägäis sah für die Fregatte "Brandenburg" die Rolle als dessen Flaggschiff vor. Der Auftrag beinhaltete unter anderem, zu einem lückenlosen Lagebild in der Ägäis beizutragen und dabei erlangte Informationen über Schleuseraktivitäten griechischen und türkischen Stellen sowie der EU-Grenzschutzagentur Frontex zur Verfügung zu stellen. Zeitgleich nahm die Fregatte der Klasse F123 während des gesamten Aufenthaltes im Mittelmeer an der NATO-Operation Sea Guardian zur Seeraumüberwachung teil und war zudem von August bis Ende Dezember der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) der NATO zugeordnet, ein Teil der "maritimen Speerspitze" der NATO.

    "Hinter uns liegen mehr als fünf Monate Abwesenheit vom Heimathafen. 166 Tage ohne Landgang sind selbst für langjährige Seefahrer eine völlig neue Erfahrung gewesen. Letztlich haben wir diese Herausforderung mit einer klaren Führung, Struktur, Freizeit und Freiheiten für die Besatzung gut überstanden, weit besser, als wir das im Vorfeld befürchtet hatten. Nun freuen wir uns sehr auf die Rückkehr zu unseren Liebsten, die auch eine schwere Zeit und schwierige Umstände hinter sich haben. Es ist gut, wieder wohlbehalten in der Heimat anzukommen", so der Kommandant, Fregattenkapitän Jan Hackstein (47).

    Nach der Rückkehr in den Heimathafen steht für die Besatzung zunächst ausreichend Zeit für Urlaub und Regeneration an. Ab Anfang März beginnen die Vorbereitungen für die kommende Seefahrt, eine Ausbildung für Hubschrauberbesatzungen in der Nord- und Ostsee ab Mitte März.

    Hintergrundinformationen zur Unterstützungsmission in der Ägäis

    Die NATO-Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister haben auf Initiative Griechenlands, der Türkei und Deutschlands am 10. Februar 2016 beschlossen, in der Ägäis einen Beitrag zu den europäischen Maßnahmen gegen die Schleuserkriminalität zu leisten. Hierfür wurde die Einsatzgruppe der Standing NATO-Maritime Group 2 in das Seegebiet der Ägäis entsandt. Die Einsatzgruppe wird im Ägäischen Meer zwischen dem türkischen und griechischen Festland eingesetzt. Derzeit besteht sie aus vier bis sieben Schiffen. Die Schiffe operieren sowohl auf hoher See als auch seit März 2016 in den Hoheitsgewässern beider Anrainerstaaten.

    Die NATO ist im Seegebiet der Ägäis unterstützend tätig - die Schiffe haben keine hoheitlichen Befugnisse. Es ist nicht ihre Aufgabe, Fahrzeuge anzuhalten oder gegen Schleuser vorzugehen - weder in fremden Hoheitsgewässern noch auf hoher See. Entsprechende Befugnisse liegen bei den nationalen Küstenwachen und weiteren zuständigen Behörden.

    Zudem trägt die NATO zum verbesserten Informationsaustausch zwischen der griechischen und der türkischen Küstenwache sowie der Europäische Union-Grenzschutzagentur Frontex für die Grenz- und Küstenwache in der Ägäis bei. Die Schiffe liefern Informationen für ein vollständiges Lagebild in der Ägäis und über die Schleuseraktivitäten im Seegebiet an griechische und türkische Stellen. Das ist notwendig, um das Vorgehen der nationalen Behörden gegen Schlepper und ihre Netzwerke zu optimieren.

    Verbindungsoffiziere türkischer und griechischer Behörden sowie eine Beamtin oder ein Beamter von Frontex befinden sich an Bord des deutschen Führungsschiffes. Sie sind die Schnittstelle zu ihren Organisationen und beschleunigen den Informationsfluss. Die NATO dient in dieser Hinsicht als Kooperationsplattform der Anrainerstaaten.

    Mit dem Höhepunkt der Querungen über die Ägäis von rund 853.000 Menschen im Jahr 2015 sank die Zahl in den Folgejahren zunächst sehr stark ab. Im Jahr 2019 wurden 83.300 Migrantinnen und Migranten in der Ägäis registriert. Hierbei sind die Grenzübertritte auf dem Landweg einbezogen. Von Januar bis Ende Mai 2020 wurden rund 7.800 Grenzübertritte registriert.

    Die Bundeswehr beteiligt sich mit einem Kriegsschiff und der Verband wird von einem Kapitän zur See geführt.

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  • "Spessart" schließt sich NATO-Einsatzverband an

    Wilhelmshaven (ots) - Am Freitag, den 15. Januar 2021 wird der Betriebsstofftransporter "Spessart" formal ein Teil der Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1). Am 18. Januar 2021 stößt das Schiff im Ärmelkanal dann zu den anderen Einheiten des Verbandes.

    Der Tanker der Rhön-Klasse war bereits am vergangenen Montag aus Wilhelmshaven ausgelaufen und hat mit einer 14-tägigen Kohortenisolation begonnen, an deren Ende das Schiff bedenkenlos als coronafrei bezeichnet werden kann. Die letzten Tage wurden für verschiedene Ausbildungsvorhaben genutzt. Dazu waren zur Unterstützung auch Ausbilder vom Einsatzausbildungszentrum Schadenabwehr Marine aus Neustadt i.H. an Bord. In dieser Zeit wurde intensiv an der Integration der für den Einsatz eingeschifften Soldaten in das zivil besetzte Schiff gearbeitet. Die Besatzung der "Spessart" sieht dem kommenden Einsatz gespannt entgegen. "Wir freuen uns alle auf den bevorstehenden Einsatz und die verschiedenen Aufgaben, die vor uns liegen. Ich bin stolz und dankbar, dass meine Besatzung sich in der Vorbereitung so ins Zeug gelegt hat. Es ist toll, endlich wieder zur See fahren zu können", so Kapitän Rolf-Heinrich von Bebern (53) zum bevorstehenden Einsatz.

    Die Standing Nato Maritime Group 1 besteht derzeit aus dem portugiesischen Flaggschiff "Corte Real", der kanadischen Fregatte "Halifax" und dem Tanker "Spessart" der Deutschen Marine. Im bevorstehenden Einsatzzeitraum steht das Manöver "Dynamic Guard" vor Norwegen an. Außerdem sind Besuche in Gdynia (Polen) und Kiel geplant. Die Hauptaufgabe der "Spessart" wird das Betanken sowie die Versorgung mit Frischwasser und Ölen der anderen Schiffe der SNMG 1 sein.

    Die "Spessart" wird voraussichtlich Ende März 2021 nach Wilhelmshaven zurückkehren.

    Hintergrundinformationen zur Rhön-Klasse

    Die Betriebsstofftransporter der Klasse 704 sind wichtige Service-Dienstleister für Kampfschiffe in See. Ihre Hauptaufgabe ist, diese abseits von Häfen mit Kraftstoff zu versorgen. Damit verlängern die sogenannten Flottentanker die Mobilität und Flexibilität von Marineschiffen im Einsatz erheblich.

    Ihr weithin sichtbares Kennzeichen als "schwimmende Tankstelle" ist der große bügelartige Mast. Dieser Aufbau wurde speziell für das Replenishment-at-sea (RAS), die Abgabe flüssiger Güter in See, konzipiert. An ihm hängen Stahlseile und Versorgungsschläuche zur möglichst unkomplizierten Übergabe von Schiffsdiesel. Ein Flottentanker kann damit zwei Schiffe gleichzeitig betanken - während des Fahrens und auch bei Nacht. Die Pumpkapazität beträgt pro Stunde rund 600 Kubikmeter.

    Aber Kraftstoff ist nicht alles: Zum Leistungsangebot gehören auch Frischwasser sowie Schmierölfässer, Proviant- und Munitionsboxen. Für den Extrabedarf von Kampfschiffen in Einsätzen können die Versorgungsschiffe zusätzlich zwei Container an Bord nehmen, davon maximal einer mit Munition.

    Für die weltweite Verfügbarkeit dieser Einsatzressourcen sorgen ausnahmslos zivile Besatzungen. Ihre Schiffe gehören aber zur Marine und sind unter der Bundesdienstflagge auch in multinationalen Einsätzen und Seeoperationen aktiv.

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  • "Datteln" gewappnet - Kieler Minenjagdboot fährt unter NATO-Flagge

    Kiel (ots) - Am Dienstag, den 12. Januar 2021 um 18 Uhr, verlässt das Minenjagdboot "Datteln" seinen Heimathafen Kiel Richtung Einsatzgebiet. Das Boot gehört für die kommenden drei Monate dem ständigen Minenabwehrverband 1 der NATO (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1, kurz: SNMCMG 1) an.

    Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Tanja Merkl (34) begab sich die 45-köpfige Besatzung, bereits am 4. Januar in eine gemeinsame Quarantänephase. Teil der Crew ist auch ein Soldat der US Navy, der im Rahmen eines Austauschprogrammes sein Können im Bereich des Sonars zur Verfügung stellt. Der erste Teil des rund dreimonatigen Einsatzes wird die "Datteln" in die Nordsee führen, bevor es anschließend Ende Februar in Richtung Ostsee geht. "Die Besatzung des Minenjagdbootes 'Datteln' hat planmäßig eine umfassende operative und seemännische Einsatzvorbereitung durchlaufen. Die Teilnahme an der SNMCMG 1 ist für uns daher das Ziel, auf das wir uns intensiv vorbereitet haben", so die Kommandantin.

    Auf die "Datteln" warten verschiedenen Manöver und Ausbildungsabschnitte im multinationalen Rahmen. Dieses ist aber nur ein Teil der Aufgaben für die NATO-Boote. Sie sichern die Seewege durch Präsenz und Minenabwehr. Unter anderem wird die "Datteln" auch an sogenannten HOD Operations im Bereich der holländischen und dänischen Küste teilnehmen. HOD steht für Historic Ordnance Disposal oder "Altlastenbeseitigung", die regelmäßig in Nord- und Ostsee durchgeführt wird. Zum Ende ihres Einsatzes im NATO-Verband ist die Teilnahme an einem Manöver mit schwedischen Marine-Einheiten geplant.

    "Wir werden in den nächsten Monaten ein intensives und facettenreiches Miteinander erleben. Meine Besatzung und ich sind hochmotiviert und das Einsatzausbildungsprogramm unter Corona-Schutzmaßnahmen hat uns zu einer Gemeinschaft geformt, die mit Wind, Welle und widrigen Bedingungen umzugehen weiß", freut sich Korvettenkapitän Merkl auf den Einsatz mit ihrer Besatzung. Die Rückkehr nach Kiel ist für den 1. April 2021 geplant.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO Response Force (NRF) bilden.

    Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung, wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO Response Force wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte Very High Readiness Joint Task Force erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

    Die Zusammenziehung zu einer NRF dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig überwiegend in Nord- und Ostsee und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, einsatzbereit in See zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Manöver und Ausbildung sind aber nur eine Aufgabe der NATO-Boote. Sie sichern die Seewege durch Präsenz und Minenabwehr und werden auch zu Historic Ordnance Disposal Operations (HOD) oder Altlastenbeseitigung in Nord- und Ostsee eingesetzt. Dabei identifizieren oder beseitigen sie Seeminen, Torpedos und Bomben aus den Weltkriegen oder dem Kalten Krieg, die bis heute eine Gefahr für die Seeschifffahrt darstellen.

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  • Kommandowechsel - neuer Chef für die Hubschrauberflotte der Marine

    Nordholz (ots) - Am Montag, den 11. Januar 2021, übernimmt Fregattenkapitän Carsten Holtgreve (50) das Kommando über das Marinefliegergeschwader 5 (MFG 5). Damit löst er Fregattenkapitän Jan Richard Keller (48) von der Aufgabe als Kommodore ab. Das militärische Zeremoniell wird unter der Leitung des Kommandeurs des Marinefliegerkommandos, Kapitän zur See Thorsten Bobzin (55), vollzogen.

    Der scheidende Kommodore hatte das Kommando im Sommer 2019 übernommen. Fregattenkapitän Keller war für die gesamte Hubschrauberflotte der Marine ("Sea King", "Sea Lynx", NH90 Naval Transport Helicopter (NTH) "Sea Lion" und EC-135) sowie das dazugehörige fliegende und technische Personal (1.204 Soldaten und 84 Zivilangestellte) verantwortlich. In seiner Amtszeit hat er wesentlich zur Weiterentwicklung des Marinefliegergeschwader 5 beigetragen.

    "Eine wesentliche Herausforderung war es, dass die Einführung des NH90 'Sea Lion' als Nachfolgehubschrauber des 'Sea King' gelingt. Im Juni 2020 fand der offizielle Festakt zur Übernahme des neuen Marinehubschraubers NH90 NTH 'Sea Lion' statt. Mit der Übernahme ist die Zukunft der Marineflieger im Bereich Hubschrauber eingeläutet. Der NH90 NTH bietet ein breites Einsatzspektrum sowie attraktive Arbeitsplätze - sowohl für fliegendes als auch technisches Personal. Meine Frauen und Männer waren hochmotiviert und haben einen wesentlichen Beitrag zum Generationenwechsel beigetragen. Ohne jeden einzelnen Menschen wäre das nicht möglich gewesen. Ich bin dankbar für die Zeit als Kommodore des Marinefliegergeschwader 5", resümiert Fregattenkapitän Keller.

    Der neue Kommodore hatte bereits einige andere Offiziersverwendungen auf dem Marinefliegerstützpunkt bestritten. So hatte er bereits den Dienstposten als Kommandeur der Technischen Gruppe im MFG 5 und des Abteilungsleiters Logistik im Marinefliegerkommando besetzt. Zuletzt war er als Büroleiter des Chef des Stabes im Marinekommando eingesetzt.

    Hintergrundinformationen

    Der NH90 NTH "Sea Lion" ist der neue Mehrzweckhubschrauber der Marine. Der neue Marinehubschrauber basiert auf dem NATO Frigate Helicopter (NHF) und verfügt - anders als die Heeresvariante TTH (Taktischer Transport Hubschrauber) - über deutlich mehr Sensoren sowie Navigations- und Kommunikationsgeräte.

    Als Marinehubschrauber hat der Naval Transport Helicopter auch wichtige bauliche Unterschiede: Er besitzt unter anderem eine Harpune, um sich auf Flugdecks von Schiffen zu sichern und einen automatisch faltbaren Rotor für den Bordhangar. Als Bordhubschrauber lässt er sich auf den Einsatzgruppenversorgern der Berlin-Klasse einschiffen, kann aber auch auf allen anderen Marineschiffen mit Flugdeck landen.

    Hauptsächlich dient der Helikopter für Such- und Rettungsmissionen (SAR = Search and Rescue) sowie für den Transport von Personal und Material. Bis zu 20 Personen finden im NH90 NTH "Sea Lion" Platz; für SAR-Flüge hat er eine Rettungswinde und spezielle medizinische Ausstattung.

    Zu den Sensoren des "Sea Lion" gehört ein 360-Grad-Seeraum-Überwachungsradar, Infrarot- und Videokameras kombiniert mit Laser-Entfernungsmesser sowie Sensoren für gegnerische Radare. Eine taktische Konsole verarbeitet die Sensordaten und tauscht sie mit anderen Schiffen und Flugzeugen der Flotte aus. Diese Ausrüstung macht den NH90 NTH zum Aufklärungshubschrauber.

    Der "Sea Lion" eignet sich obendrein ideal für den Einsatz von Boardingsoldaten oder Spezialkräften. Begibt sich der Helikopter dabei in eine Risikozone, lässt er sich mit schweren Maschinengewehren bewaffnen. Zum Eigenschutz in solchen Situationen kann er Täuschkörper werfen.

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  • Tender "Werra" unterstützt NATO-Operation in der Ägäis

    Kiel (ots) - Am Freitag, den 8. Januar 2021 um 10 Uhr, läuft der Tender "Werra" ins Mittelmeer aus. Dort wird der zum Unterstützungsgeschwader in Kiel gehörende Tender für die nächsten Monate den deutschen Beitrag im ständigen Marineverband 2 der NATO (Standing NATO-Maritime Group 2) stellen.

    Hauptaufgabe des Versorgungsschiffes wird die Unterstützung des deutschen Verbandsführers und seines multinationalen Stabes sein. "Der Tender ist die Operationszentrale für den internationalen NATO-Stab", erklärt Korvettenkapitän Robert Lehmann (39), Kommandant der "Werra". Der gebürtige Berliner führt seit über drei Jahren das Kommando über den Tender. "Wir freuen uns erstmalig die Kieler Flagge in dem Seegebiet präsentieren zu können". Zu den Aufgaben der "Werra" gehört in den kommenden sechs Monaten der Informationsaustausch mit griechischen und türkischen Behörden, um Erkenntnisse über Migrations- und Schlepperbewegungen zu gewinnen. Mit an Bord der "Werra" sind auch ein griechischer und türkischer Offizier, um den Informationsaustausch mit beiden Anrainernationen optimal zu gestalten. Es ist das erste Mal, dass ein Tender diese Aufgabe vor Ort übernimmt. Bisher wurden nur größere Einheiten, wie Fregatten und Einsatzgruppenversorger als Führungsplattform in der Ägäis eingesetzt.

    Die erste Prüfung für die 70 Frauen und Männer an Bord erwartet Kommandant Robert Lehmann schon auf dem Weg zum Einsatzgebiet. "Im Januar durch Nordsee, Biskaya und das Mittelmeer zu fahren, könnte etwas ruppig werden", so der Kommandant. Abstützen wird sich die "Werra" auf den NATO-Stützpunkt Souda Bay auf Kreta. "Wir hoffen aber auch in den kommenden knapp sechs Monaten den einen oder anderen Hafen in Griechenland oder der Türkei anzulaufen, das ist aber abhängig von dem Verlauf der Pandemie. Für einige Besatzungsmitglieder ist es das erste Mal für so lange Zeit von zu Hause weg zu sein. Meine Besatzung hat in der zurückliegenden Einsatzvorbereitung eindrucksvoll ihren Willen und ihre Disziplin unter Beweis gestellt, sodass ich mir sicher bin, dass wir alle anstehenden Aufgaben im Sinne der Deutschen Marine und den international vorgesetzten Dienststellen mit Bravour bewältigen werden", betont er abschließend.

    Die Soldatinnen und Soldaten werden Mitte Juni in ihrem Heimathafen Kiel, rechtzeitig zur hoffentlich stattfindenden Kieler Woche, zurückerwartet.

    Hintergrundinformationen zur Unterstützungsmission in der Ägäis

    Die NATO-Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister haben auf Initiative Griechenlands, der Türkei und Deutschlands am 10. Februar 2016 beschlossen, in der Ägäis einen Beitrag zu den europäischen Maßnahmen gegen die Schleuserkriminalität zu leisten. Hierfür wurde die Einsatzgruppe der Standing NATO-Maritime Group 2 (SNMG 2) in das Seegebiet der Ägäis entsandt. Die Einsatzgruppe wird im Ägäischen Meer zwischen dem türkischen und griechischen Festland eingesetzt. Derzeit besteht sie aus vier bis sieben Schiffen. Die Schiffe operieren sowohl auf hoher See als auch seit März 2016 in den Hoheitsgewässern beider Anrainerstaaten.

    Die NATO ist im Seegebiet der Ägäis unterstützend tätig - die Schiffe haben keine hoheitlichen Befugnisse. Es ist nicht ihre Aufgabe, Fahrzeuge anzuhalten oder gegen Schleuser vorzugehen - weder in fremden Hoheitsgewässern noch auf Hoher See. Entsprechende Befugnisse liegen bei den nationalen Küstenwachen und weiteren zuständigen Behörden.

    Zudem trägt die NATO zum verbesserten Informationsaustausch zwischen der griechischen und der türkischen Küstenwache sowie der Europäische Union-Grenzschutzagentur Frontex für die Grenz- und Küstenwache in der Ägäis bei. Die Schiffe liefern Informationen für ein vollständiges Lagebild in der Ägäis und über die Schleuseraktivitäten im Seegebiet an griechische und türkische Stellen. Das ist notwendig, um das Vorgehen der nationalen Behörden gegen Schlepper und ihre Netzwerke zu optimieren.

    Verbindungsoffiziere türkischer und griechischer Behörden sowie eine Beamtin oder ein Beamter von der Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache Frontex befinden sich an Bord des deutschen Führungsschiffes. Sie sind die Schnittstelle zu ihren Organisationen und beschleunigen den Informationsfluss. Die NATO dient in dieser Hinsicht als Kooperationsplattform der Anrainerstaaten.

    Mit dem Höhepunkt der Querungen über die Ägäis von rund 853.000 Menschen im Jahr 2015 sank die Zahl in den Folgejahren zunächst sehr stark ab. Im Jahr 2019 wurden 83.300 Migrantinnen und Migranten in der Ägäis registriert. Hierbei sind die Grenzübertritte auf dem Landweg einbezogen. Von Januar bis Ende Mai 2020 wurden rund 7.800 Grenzübertritte registriert.

    Die Bundeswehr beteiligt sich mit einem Kriegsschiff und der Verband wird von einem Kapitän zur See geführt.

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  • Weihnachten zu Hause: Fregatte "Hamburg" kehrt aus dem Einsatz zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Sonntag, den 20. Dezember 2020 um 10 Uhr, kehrt die Fregatte "Hamburg" aus dem Mittelmeer zurück. Dort hatte das Schiff seit Anfang August das zweite Einsatzkontingent des Auslandseinsatzes "Irini" der Europäischen Union übernommen.

    Während der vergangenen Monate war die Hauptaufgabe der Fregatte der Klasse F124 einen Beitrag zur Umsetzung des durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängten Waffenembargos gegen Libyen leisten.

    "Als erste deutsche seegehende Einheit der noch jungen Operation 'Irini' ist es uns gelungen einen sichtbaren und signifikanten Beitrag zur Stabilisierung im Seegebiet vor Libyen zu leisten. Im August dieses Jahres wusste keiner, was auf uns zukommt. Jetzt können wir auf die stolze Bilanz von zwei Boardings, einer Umleitung eines Fahrzeuges und 34 Friendly Approaches zurückblicken. Die Besatzung inklusive aller eingeschifften Kräfte ist in der Zeit als schlagkräftige Gemeinschaft zusammengewachsen, auf die ich mich in jeder Situation uneingeschränkt verlassen konnte. Dies ist unter den besonderen Corona-Bedingungen eine große und nicht selbstverständliche Leistung eines jeden Einzelnen", so der Kommandant, Fregattenkapitän Jan Fitschen (43).

    Nach der Rückkehr in den Heimathafen Wilhelmshaven steht für die Besatzung eine andere Art von Weihnachten im Kreise der Familien auf dem Programm: "Nach fast fünf Monaten an Bord können wir uns alle jetzt nicht wie erhofft auf unbeschwerte Weihnachtsfeiertage freuen, sondern müssen uns direkt mit den Auswirkungen des Corona Lockdowns beschäftigen. Dies trübt nach den vergleichsweise unbeschwerten Tagen an Bord ein wenig die Vorfreude auf die Rückkehr nach Wilhelmshaven, die wir alle uns anders vorgestellt hätten", resümiert der Kommandant abschließend.

    Mehr zum Thema "Friendly Approach":

    https://www.bundeswehr.de/de/einsaetze-bundeswehr/mittelmeer-unifil-irini-sea-guardian/zentrales-mittelmeer-eunavfor-med-irini/friendly-approach-bordhubschrauber-irini-4879510

    Hintergrundinformationen zu den Fregatten der Sachsen-Klasse (F124):

    Insgesamt drei Fregatten der Sachsen-Klasse besitzt die Marine - dazu zählt die Fregatte "Hamburg". Sie sind als Mehrzweckschiffe für Geleitschutz und Seeraumkontrolle konzipiert. Ihr Schwerpunkt ist die Luftverteidigung: Mit ihrem SMART-L-Radar kann eine einzige Einheit der Sachsen-Klasse zum Beispiel den Luftraum über der gesamten Nordsee überwachen (Reichweite mehr als 400 km). Das Radar der Sachsen-Klasse ist in der Lage, mehr als 1.000 Ziele gleichzeitig zu erfassen. Kommt es darauf an, reichen die Flugabwehrraketen vom Typ SM2 aus dem Senkrecht-Startsystem VLS Mk41 der Sachsen-Klasse über 160 Kilometer weit.

    Alle Sensoren und Waffen an Bord sind für diese Hauptaufgabe Verbandsflugabwehr optimiert. Das Computer-Herzstück der Sachsen-Klasse ist das Führungs- und Waffeneinsatzsystem (FüWES) mit einer starken Rechenleistung. Es verarbeitet alle Daten von den Radaren und übrigen Sensoren sowie die Informationen, die verbündete Schiffen liefern. Das System ist redundant auf mehr als einem Dutzend Rechner an Bord verteilt. Mit diesen Fähigkeiten waren die Fregatten der Klasse 124 schon mehrmals im Nordatlantik in Flugzeugträger-Kampfgruppen der United States Navy integriert.

    Die Sachsen-Klasse ist dank ihrer guten Kommunikationsanlage mit Funk- und Satellitenverbindungen auch in der Lage, mehrere andere Kriegsschiffe gleichzeitig zu führen. Die Bordhubschrauber der Sachsen-Klasse dienen der weitreichenden Jagd auf U-Boote.

    Hinweise für die Presse

    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven, stellt zu dem Einlaufen der Fregatte "Hamburg" Fotos zur Verfügung. Falls Medienvertreter Interesse an diesen haben, bitten wir um Benachrichtigung an folgende Emailadresse bis Sonntag, den 20. Dezember 2020, 11:00 Uhr.

    Emailadresse: markdopizpressestellewilhelmshaven@bundeswehr.org

    Pressekontakt:

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  • Wechsel an der Spitze des Einsatzgruppenversorgers "Bonn"

    Wilhelmshaven (ots) - Am Freitag, den 11. Dezember 2020 um 10 Uhr, wird der Kommandeur des Troßgeschwaders, Fregattenkapitän Thorsten Geldmacher (50), das Kommando über den Einsatzgruppenversorger "Bonn" von Fregattenkapitän Markus Gansow (45) an seinen Nachfolger Fregattenkapitän Eike Deußen (46) übergeben.

    Fregattenkapitän Gansow hatte das Kommando über die "Bonn" im Juli 2017 übernommen und seither viel mit dem Schiff und der Besatzung erleben dürfen. "Dreieinhalb Jahre der Verantwortung, Pflicht, Freude und Freiheit der Meere. Es bleibt Dank zu sagen, vor allem für die Rückendeckung meiner Frau und Familie. Des Weiteren bedanke ich mich für das Vertrauen meiner Vorgesetzten und das notwendige Seemannsglück. Dank auch für Loyalität, Kameradschaft und Leistung in Werft, Ausbildung und Einsatz durch eine verdammt gute Besatzung - der Besatzung der "Bonn". Es war mir eine Ehre. Ich übergebe den Staffelstab in gute Hände", so der scheidende Kommandant. Er wird in Zukunft als Referatsleiter Planungsamt in Berlin eingesetzt werden.

    Sein Nachfolger, Fregattenkapitän Deußen, wechselt nun nach seiner Verwendung im Bereich Logistik in Arlington/ Virginia an die Spitze eines der größten Schiffe der Deutschen Marine. "Als ich von der geplanten Übernahme des Kommandos beim Personalgespräch im August 2018 in Köln erfahren habe, war ich unfassbar glücklich, konnte es jedoch monatelang gar nicht richtig glauben. Es lag zu fern in der Zukunft und die Seefahrt und Deutschland waren aufgrund meines Dienstpostens bei Washington D.C. buchstäblich zu weit weg. Die 'Bonn' wäre auf jeden Fall meine absolute Wunschverwendung gewesen, denn ich kannte die Patenstadt, das Schiff und seine tolle Besatzung ja bereits von meiner Zeit als Erster Offizier. Ich weiß, dass ich von meinem Vorgänger, mit dem ich 1994 die Grundausbildung in Flensburg begann, ein sehr gutes Schiff übernehmen werde. Nun gehe ich mit unbeschreiblich viel Freude und Motivation, aber auch einer Portion Respekt an meine zukünftige Aufgabe als Kommandant der 'Bonn' heran. Jetzt nach der Werft und mit beginnendem Ausbildungsabschnitt ist der perfekte Zeitraum für mich das Schiff zu übernehmen, mit der Besatzung zusammenwachsen zu können und für die zukünftigen Aufgaben als eine Einheit vorbereitet zu werden", so der zukünftige Kommandant mit Blick auf die bevorstehende Zeit.

    Hinweise für die Presse

    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven, stellt zu dem Einlaufen des Einsatzgruppenversorgers Fotos zur Verfügung. Falls Medienvertreter Interesse an diesen haben, bitten wir um Benachrichtigung an folgende Emailadresse bis Freitag, den 11. Dezember 2020, 12:00 Uhr.

    Emailadresse: markdopizpressestellewilhelmshaven@bundeswehr.org

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven
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  • Weihnachten zu Hause - Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg" zurück aus dem NATO-Einsatz

    Kiel (ots) - Am Dienstag, den 15. Dezember 2020, wird das Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg" nach zweieinhalb Monaten unter NATO-Kommando in den Heimathafen Kiel zurückkehren. Das Boot aus dem 3. Minensuchgeschwader hatte den Stützpunkt am 29. September 2020 verlassen und unterstand seitdem dem NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1).

    Nach einer verbandsinternen Ausbildungsphase Anfang Oktober war die SNMCMG 1 zunächst in der westlichen Ostsee eingesetzt und nahm vor allem an der Altlastenbeseitigung im baltischen Raum und in Dänemark teil. Dabei wurden von der Besatzung acht Minen aus dem ersten und zweiten Weltkrieg entdeckt, von denen sieben beseitigt wurden. "Herausfordernd war, dass wir aufgrund von COVID-19 und den dafür festgelegten NATO-Vorgaben, die Group nicht verlassen durften. So hatten wir 82 Tage keinen Landgang, konnten aber aufgrund einer 14-tägigen Präventivisolation, die alle Einheiten der NATO durchlaufen haben, zumindest mit anderen Besatzungen des Verbandes etwas zusammen unternehmen", so Kommandant Kapitänleutnant Florian Förster (35).

    Das Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg" lief zwar während der NATO-Unterstellung die Häfen Warnemünde, Gdansk (Polen), Tallin (Estland), Stockholm (Schweden), Ventspils (Lettland), Klaipeda (Litauen), Flensburg, Aarhus (Dänemark) und Stettin (POL) an, die Besatzung hatte jedoch keinen Landgang. "Meine Erwartungen wurden dennoch voll erfüllt. Meine Besatzung und ich wollten im internationalen Rahmen zeigen, was wir gelernt haben. Dies haben wir auch geschafft, indem wir uns professionell allen Aufgaben stellten. Wir haben in seemännischen sowie operativen Manövern, wie auch bei der Minenjagd ein sehr gutes Bild abgeliefert und das bei oftmals schwierigen Wetterverhältnissen", sagte der Kommandant.

    Nach dem Jahreswechsel wird dann das Minenjagdboot "Datteln" im Januar den deutschen Beitrag im ständigen Minenabwehrverband der NATO übernehmen. Darüber hinaus wird der Tender "Werra" des Unterstützungsgeschwaders in der zweiten Januarwoche die Nachfolge der Fregatte "Brandenburg" in der SNMG 1 (Standing NATO Maritime Group 1) antreten. Der Tender wird dafür in das Seegebiet zwischen Griechenland und der Türkei verlegen. Damit stellt die Deutsche Marine ununterbrochen und zuverlässig Schiffe und Boote für beide maritimen NATO-Verbände.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO Response Force (NRF) bilden.

    Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung, wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO Response Force wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte Very High Readiness Joint Task Force erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

    Die Zusammenziehung zu einer NRF dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig überwiegend in Nord- und Ostsee und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, einsatzbereit in See zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

    Manöver und Ausbildung sind aber nur eine Aufgabe der NATO-Boote. Sie sichern die Seewege durch Präsenz und Minenabwehr und werden auch zu Historic Ordnance Disposal Operations (HOD) oder Altlastenbeseitigung in Nord- und Ostsee eingesetzt. Dabei identifizieren oder beseitigen sie Seeminen, Torpedos und Bomben aus den Weltkriegen oder dem Kalten Krieg, die bis heute eine Gefahr für die Seeschifffahrt darstellen.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Weihnachten zu Hause - Minenjagdboot 'Sulzbach-Rosenberg' zurück aus dem NATO-Einsatz" eingeladen. Für die weitere Planung wird um frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Hinweis: Aufgrund der aktuellen COVID-19-Situation werden KEINE O-Töne vor Ort möglich sein! Darüber hinaus weisen wir auf die strenge Einhaltung der gültigen AHA-Regeln hin!

    Termin:

    Dienstag den 15. Dezember 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    Programm:

    09:30 Uhr 3.Minensuchgeschwader tritt auf der Pier an

    10:00 Uhr Einlaufen Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg"

    anschl. Begrüßung durch den Kommandeur 3.Minensuchgeschwader

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 14. Dezember 2020 um 13 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren.

    Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 1, Kiel
    Nachfragen: Tel.: +49 (0)431 71745 1410/1411
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  • CHANCOM 2020 - NATO-Admiralsgremium traf sich digital

    Rostock (ots) - Heute, den 25. November 2020, hat sich das NATO-Admiralsgremium für die Nordsee und den Englischen Kanal getroffen, um über die maritimen Herausforderungen des strategisch wichtigen Seegebiets zu sprechen. Dieses Jahr fand das Treffen aufgrund der COVID-19-Pandemie jedoch digital statt.

    Das Channel Committee der NATO, kurz CHANCOM, wurde nach dem Ende des Kalten Krieges beibehalten und hat wieder größeres Gewicht, denn Nordsee und Englischer Kanal haben wegen der Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung wieder an strategischer Bedeutung gewonnen - als Tor zur Ostsee. Diese Entwicklung hat mittlerweile die Nordflanke der NATO bis nach Polen und ins Baltikum verlängert.

    Die heutige strategische Situation erfordert eine stärkere maritime Zusammenarbeit zwischen allen europäischen Ländern, die sich denselben Herausforderungen stellen und gemeinsame Interessen teilen. Das Seegebiet ist von strategisch geografischer Bedeutung, denn für viele europäische Länder ist es die maritime Eingangstür zur Ostsee. Darüber hinaus gehört das Seegebiet zu den Schifffahrtswegen mit dem dichtesten Schiffsverkehr weltweit.

    Alle CHANCOM-Mitglieder sind von der Untrennbarkeit ihrer Sicherheits- und Verteidigungsinteressen überzeugt. Aus diesem Grund verpflichten sie sich, ihre Zusammenarbeit zu stärken und zu vertiefen, damit die Sicherheit des Seeverkehrs im Ärmelkanal und darüber hinaus gewährleistet ist. Über die Nordflanke der Allianz werden im Verteidigungsfall Truppen- und Materialtransporte auch durch die Deutsche Marine eskortiert, um die alliierten Streitkräfte in Europa zu versorgen und zu verstärken. Dies ist unerlässlich für die Landes- und Bündnisverteidigung Deutschlands.

    Die Expertenrunde, die sich mit diesem Seegebiet befasst, ist bis heute CHANCOM. Dieses Konsultationsgremium der fünf Marinechefs aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, Deutschland und den Niederlanden besteht seit über 60 Jahren. Italien, Portugal und Spanien haben mittlerweile Beobachterstatus. Seit November 2019 hat den jährlich wechselnden Vorsitz der französische Inspekteur, Admiral Pierre Vandier. Der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, hatte die Führung von November 2018 bis 2019 inne.

    Pressekontakt:

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  • 17 Monate im Einsatz: Korvette wieder zurück aus dem Mittelmeer

    Warnemünde (ots) - Am Samstag, den 24. Oktober 2020 um 10 Uhr, wird die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" unter dem Kommando von Fregattenkapitän Thorsten Vögler (39) in ihren Heimathafen Warnemünde zurückkehren.

    Die Korvette war über 17 Monate im UNIFIL-Einsatz (United Nations Interim Force in Lebanon) eingesetzt und legte dabei über 67.000 Seemeilen zurück. In dieser Zeit erfolgten drei Crewwechsel. Die Besatzung "Delta" verbrachte zuletzt 101 Tage auf der Korvette vor der libanesischen Küste. Die 60 Mann starke Crew hatte den Auftrag, in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Partnern, die libanesischen Behörden bei der Überwachung des Seeverkehrs und der Unterbindung von Waffenschmuggel zu unterstützen.

    "Ich bin stolz auf meine Besatzung, dass sie neben den normalen Einsatz- und Seefahrtsbelastungen alle zusätzlichen Entbehrungen mit Disziplin und Verantwortung getragen und den Auftrag mit Herzblut erfüllt hat", so der Kommandant, Fregattenkapitän Vögler. Aufgrund der COVID-19-Pandemie mussten während des gesamten Zeitraumes strenge Hygieneauflagen eingehalten werden. Das schloss auch das Verbot auf Landgang mit ein. Trotz der Widrigkeiten ist die Mission der "Ludwigshafen am Rhein" ein voller Erfolg und zeigt die Durchhaltefähigkeit der Einheiten auch bei längeren Einsatzzeiträumen.

    Die Marinesoldaten waren vor Ort der brasilianischen Führung unterstellt. Neben Deutschland beteiligen sich weiterhin Schiffe und Boote aus Brasilien, Griechenland, Bangladesch, Indonesien und der Türkei an der UN-Mission im Mittelmeer. Seit Anfang Oktober patrouilliert die Korvette "Magdeburg" an ihrer Stelle vor der libanesischen Küste. Ab Januar 2021 soll der gesamte Flottenverband deutscher Führung unterstellt werden.

    Hintergrundinformationen

    Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10.500 Mann stark und kommen aus rund 40 Nationen.

    Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel von See zu verhindern. Der Maritime Einsatzverband UNIFIL war der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen - deutsche Schiffe und Boote operieren von Beginn an in diesem Verband. Die Schiffe unterbinden Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon und tragen so zu Stabilität und Sicherheit in der Region bei. Die Libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich außerdem seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden.

    Hinweise für die Presse

    Corona-bedingt findet kein Medientermin statt. Sollten Fotos für die Berichterstattung benötigt werden, so können diese mit dem folgendem Link heruntergeladen werden. Die Fotos werden am Samstag, den 24.10.2020, zwischen 12 und 13 Uhr bereitgestellt.

    https://webshare.einsfuekdobw.de/d/07d83ab73490467b9e59/

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    Außenstelle Warnemünde
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  • Abschied nach sechs Jahren - Kommandowechsel der Besatzung F125 "Alpha"

    Wilhelmshaven (ots) - Am Mittwoch, den 21. Oktober 2020 um 10 Uhr, findet auf der Fregatte "Nordrhein-Westfalen" der Kommandowechsel der Besatzung "Alpha" statt. Der Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders, Kapitän zur See Dirk Jacobus (51), wird das Kommando über die Besatzung "Alpha" von Fregattenkapitän Markus Venker (48) an Fregattenkapitän Kay Beger (44) übergeben.

    Als erster Kommandant einer Fregatte der Klasse F125 hatte Fregattenkapitän Venker das Kommando im Oktober 2014 übernommen. "Die vergangenen sechs Jahre waren die schönste Zeit in meiner 28-jährigen Verwendung in der Marine und ich freue mich, dass ich meinem Nachfolger eine einsatzbereite Besatzung übergeben kann, auf die ich mich immer verlassen konnte und mit der ich viele schöne Erlebnisse hatte", so der scheidende Kommandant. Er wird nun Leiter der Einsatzausbildung am Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr der Marine in Neustadt in Holstein.

    Sein Nachfolger, Fregattenkapitän Beger, war bereits bis 2018 Erster Offizier der Besatzung "Alpha" und wechselt vom Marinekommando aus Rostock nach Wilhelmshaven in die Einsatzflottille 2, wo rund 4.000 Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten. "Es wird die spannendste Zeit werden und ich freue mich besonders, dass es eine Wiederkehr zur Besatzung 'Alpha' ist. Der Respekt vor den anstehenden Aufgaben ist vorhanden, aber ich freue mich auf die Herausforderungen", so der zukünftige Kommandant mit Blick auf die bevorstehende Zeit.

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  • Weiterer Meilenstein - Korvette "Karlsruhe" wird auf Kiel gelegt

    Wolgast (ots) - Am Dienstag, den 06. Oktober 2020, wird in einer feierlichen Zeremonie die Kiellegung der achten Korvette auf der Wolgaster Peene-Werft vorgenommen. Die Korvette wird den Namen "Karlsruhe" tragen. Aufgrund der Corona-Pandemie-Bestimmungen findet der feierliche Akt im kleinsten Teilnehmerkreis statt.

    Im September 2017 wurde der Bau fünf weiterer Korvetten bis 2025 beauftragt, sodass die Deutsche Marine künftig über zehn Korvetten verfügen wird. Alle Korvetten werden dann zum 1. Korvettengeschwader in Rostock-Warnemünde gehören.

    In Dienst gestellt wurden die Schiffe der Klasse K130 ab 2008. Die Korvetten der Braunschweig-Klasse sind auf neuestem Stand der Technik, besonders bei Schiffstechnik sowie Waffen- und Führungssystemen. Die geplanten fünf neuen Korvetten erhalten die Namen "Köln", "Emden", "Karlsruhe", "Augsburg" und "Lübeck". Die gleichnamigen Städte übernehmen damit auch die Patenschaften für die Korvetten. Die Marineführung hat diese Namen anhand verschiedenster Kriterien ausgesucht. Entlang der Linie des Traditionserlasses der Bundeswehr entschied sich die Marine für Schiffsnamen aus ihrer eigenen Geschichte. Bei der Vergabe der Patenschaften und Namen hat die Marine auch die grundsätzliche Linie der ersten Korvetten der Braunschweig-Klasse K130 fortgeführt, die sich bereits in Dienst befinden.

    Die Boote 6-10 werden durch die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) K130, bestehend aus der Fr. Lürssen Werft, thyssenkrupp Marine Systems und GERMAN NAVAL YARDS KIEL, geliefert. Zwei Vorschiffe werden auf der Lürssen-Werft in Bremen, drei am Kieler Standort der GERMAN NAVAL YARDS gefertigt und vorausgerüstet. Die Fertigung der fünf Hinterschiffe erfolgt auf der Wolgaster Peene-Werft. Den Zusammenschluss von Vor- und Hinterschiff übernehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lürssen-Tochter Blohm+Voss.

    Hintergrundinformationen

    Technikdetails zu den Korvetten der Braunschweig-Klasse sind unter dem folgenden Link abrufbar:

    https://www.bundeswehr.de/de/ausruestung-technik-bundeswehr/seesysteme-bundeswehr/korvette-k130

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  • Kommandowechsel beim 1. Ubootgeschwader

    Eckernförde (ots) - Am Dienstag, den 29. September 2020, übergibt der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Bock (51), das Kommando über das 1. Ubootgeschwader von Fregattenkapitän Timo Cordes (44) an Fregattenkapitän Frédéric Strauch (43).

    Fregattenkapitän Cordes führte das 1. Ubootgeschwader, mit seinen rund 850 Soldatinnen und Soldaten, sechs Ubooten, drei Flottendienstbooten, einer Ubootunterstützungseinheit verteilt auf vier Landdienststellen, seit Juli 2018. In seiner Zeit als Kommandeur leistete Fregattenkapitän Cordes einen großen Beitrag zur Einsatzbereitschaft der Einheiten des 1. Ubootgeschwaders. Sei es im Rahmen von mehreren Torpedoschießabschnitten im Jahr oder durch die Teilnahmen an wichtigen Missionen in Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik. Die Internationalisierung mit Partnermarinen ließ sich in den vergangenen zwei Jahren auf ein neues Level heben. "Gerade mit der norwegischen Marine haben wir unsere Beziehungen sehr deutlich intensiviert. In diesem Jahr haben wir alle verfügbaren Boote nach Norwegen entsendet und zusammen mit unseren norwegischen Partnern wichtige operative Schritte nach vorne gemacht", so Cordes. Des Weiteren war das modernste Unterseeboot der Marine, U36, für ganze sechs Monate fest in Norwegen stationiert.

    "Während der letzten zweieinhalb Jahre standen drei Dinge im Vordergrund: Erstens die Erhöhung der Einsatzbereitschaft der Uboote, zweitens die Weiterentwicklung taktischer Verfahren und drittens die Stärkung der Aufklärung. Ich bin sehr glücklich, dass es uns allen zusammen mit großen Anstrengungen und Entbehrungen gelungen ist, unsere eigenen Erwartungen zu übertreffen", fasst Cordes seine Zeit als Kommandeur zusammen. Rückblickend hat er bewiesen, dass das Geschwader in den letzten Jahren die richtigen Maßnahmen ergriffen hat, um selbst zum bisherigen Höhepunkt der Corona-Krise ein Höchstmaß der Boote einsatzbereit und auch in See zu haben. Fregattenkapitän Cordes wird zukünftig im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin beschäftigt sein. "Ich verabschiede mich von Eckernförde, meinen langjährigen Kameradinnen und Kameraden und zivilen Freunden in tiefer Dankbarkeit für das Vertrauen und das Erreichte."

    Für Fregattenkapitän Frédéric Strauch ist die Übernahme des Kommandos die Rückkehr zu den Wurzeln. "Nach sechs Jahren in 'außerheimischen Gewässern' kehre ich nun endlich wieder in meine berufliche Heimat Eckernförde zurück", so der neue Kommandeur, der unter anderem als stellvertretender Marineattaché für die Deutsche Botschaft Washington und zuletzt als Länderreferent Amerika im Bundesministerium der Verteidigung diente. "Die Führung des 1. Ubootgeschwaders zu übernehmen ist ein Privileg und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Angehörigen des Geschwaders und auf die Bürgerinnen und Bürger der Stadt!"

    Hintergrundinformationen

    Das deutsche Waffensystem U212A gehört zu den modernsten konventionellen Ubooten der Welt. Ihr Einsatzschwerpunkt liegt in den klassischen Bereichen der Unterwasser- und Überwasserseezielbekämpfung sowohl als Einzelfahrer, als auch im Verbund von maritimen Fähigkeiten. Deutsche Unterseeboote sind für den weltweiten Einsatz konzipiert, jedoch aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Größe, ihrer amagnetischen Bauweise, ihrer geringen Signatur und ihren herausragenden Manövriereigenschaften exzellent im Küstenvorfeld und in geringer Wassertiefe einsetzbar. Mit ihrer weitreichenden Sensorik und ihrem Außenluftunabhängigen Antrieb können sie über längere Zeit verdeckt operieren. Womit sie sich unentdeckt zum Beispiel ein Lagebild in einem Seegebiet verschaffen können und Aufklärung betreiben. Weiterhin sind die Boote auch in der Lage Spezialeinheiten des Bundes für Rettungs- und Evakuierungsmissionen unentdeckt auszusetzen. Durch das breite Wirk- und Einsatzspektrum werden die deutschen Uboote auch unter veränderten Szenarien der Zukunft, immer eine gewichtige Rolle im Bereich der Seekriegsführung darstellen. Zum 1. Ubootgeschwader gehören rund 850 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiter. Diese verteilen sich auf sechs Uboote der Klasse U212A, drei Aufklärungsboote und einen Tender. Weiterhin gehören das Ausbildungszentrum Uboote (AZU), das Hydroakustischem Analysezentrum der Marine (HAM), die Marineunterwasserortungsstelle (MUWOST) auf der Insel Fehmarn und die Systemunterstützungsgruppe (SUG) dazu. Somit gehört das 1. Ubootgeschwader zum Kern der maritimen Fähigkeiten Deutschlands. Zukünftige Entwicklungen im Bereich deutscher Uboote werden sich vor allem auf eine weitere Erhöhung der Sensorreichweite, sowie auf die Möglichkeit breitbandiger Kommunikation aus einem getauchten Uboot durchführen zu können, konzentrieren. Auch die strategische Kooperation mit internationalen Partnern wie zum Beispiel mit Norwegen sind ein wichtiger Bestandteil der Ausrichtung in die Zukunft.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Kommandoübergabe beim 1. Ubootgeschwader" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Dienstag, den 29. September 2020. Eintreffen bis spätestens 09.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Eckernförde, Am Ort 6 24340 Eckernförde (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    Beginn der Zeremonie 10.00 Uhr

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 28. September 2020, 12.00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 1, Außenstelle Eckernförde
    Tel.: +49 (0) 4351 66 5016
    E-Mail: markdopizasteckernfoerde@bundeswehr.org

    Original-Content von: Presse- und Informationszentrum Marine übermittelt durch news aktuell

  • Erst Quarantäne, dann zur NATO - Minenjagdboot "Grömitz" zurück in Kiel

    Kiel (ots) - Am Freitag, den 25. September 2020 um 10 Uhr, läuft das Minenjagdboot "Grömitz" in den Kieler Marinehafen in der Wik ein. Das Boot gehörte für knapp zwei Monate zum Ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1). Nord- und Ostsee sind die Einsatzgebiete dieses maritimen Verbandes, die zu den Eingreifkräften der NATO Response Force zählen. Die SNMCMG 1 ist mit Minenabwehrbooten, Minenlegern und Führungsschiffen in ständiger Einsatzbereitschaft.

    Für Kommandant Korvettenkapitän Philipp Palm (37) und seine 40-köpfige Besatzung war es eine besondere Zeit: "Mit einer Quarantäne fängt man normalerweise keine Seefahrt an." Die Besatzung hatte zwei Wochen vor Auslaufen ein Gebäude im Marinestützpunkt Kiel bezogen, um sich von der Außenwelt abzuschotten und so einer COVID-19-Infektion auszuschließen. Als Kohorte gingen sie dann an Bord und stießen zum NATO-Verband.

    Der Landgang in Auslandshäfen wie Amsterdam (Niederlande) oder Zeebrugge (Belgien) musste in den kommenden Wochen ausfallen. Für den Kommandanten und dessen Crew kein Problem. "Wir hatten einen regen internationalen Austausch zwischen den Besatzungen, die sich in den Häfen an Bord besucht haben. Ohne Maske - denn wir sind ja nachweislich ohne Infektionsrisiko, so lange wir unter uns bleiben", so Palm. Die Boote nahmen an einer Übung vor der belgischen Küste teil und überquerten auf dem Weg nach Tromsö (Norwegen) den Polarkreis. Deshalb wird das Minenjagdboot auch mit dunkelblau gestrichener Bugspitze in Kiel einlaufen - das äußerlich erkennbare Zeichen für den Einsatz nördlich von 66 Grad 33.92 Minuten nördlicher Breite. "Wir konnten in der Nordsee Minenjagd in stark strömenden Gewässern trainieren. Das müssen wir natürlich beherrschen - daheim in der Ostsee ist das aber nicht möglich", sagt der Kommandant. In den Tagen vor der Rückkehr in den Heimathafen übte die Besatzung zusätzlich in einem dänischen Übungsgebiet im Kattegat die Abwehr von Luft- und Überwasserbedrohungen mit den Bordwaffen.

    Am 28. September 2020 tritt das Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg" die Nachfolge in der SNMCMG 1 an. Nach einer zweiwöchigen Quarantäne schließen sich Boot und Besatzung den internationalen Partnern auf See an. Die Besatzung ist seit dem vergangenen Montag unter sich, um nach dem Ablauf von zwei Wochen erwiesen infektionsfrei und damit klar für den NATO-Einsatz zu sein. Wie die "Grömitz" werden sie unter der Flagge der Allianz fahren und während ihres Einsatzes dem Marinehauptquartier Allied Maritime Command in Northwood (Großbritannien) unterstellt. Die "Sulzbach-Rosenberg" wird kurz vor Weihnachten im Heimathafen zurückerwartet.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier maritime Einsatzverbände, die zusammen mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die NATO Response Force bilden. Zwei davon sind Minenabwehrverbände, zu denen das 3.Minensuchgeschwader und das Unterstützungsgeschwader der Deutschen Marine dauernd auf höchstem Niveau ausgebildete Besatzungen schicken. Die Minenabwehrboote suchen unter Wasser nach Objekten und können sie durch ferngelenkte Drohnen oder Minentaucher zerstören oder sie mit Simulationsgeräten zur Detonation bringen. Regelmäßig werden sie zur Suche nach Altlasten aus vergangenen Kriegen und Konflikten eingesetzt, die noch zuhauf in den Gewässern liegen und eine Gefahr für Schifffahrt und Meeresumwelt darstellen.

    Die Besatzungen haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa. Die NATO Response Force wurde 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte Very High Readiness Joint Task Force erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen. Die Zusammenziehung in den Marineverbänden dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Gruppen regelmäßig an NATO-Manövern oder Übungen auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig in Nord- und Ostsee und im Atlantik. Der Verband hat den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren.

    Hinweise für die Presse:

    Sie sind zum Termin "Erst Quarantäne, dann zur NATO - Minenjagdboot 'Grömitz' zurück in Kiel" eingeladen.

    Beachten Sie bitte, dass Sie aufgrund der Pandemie-Auflagen in Bezug zur Coronavirus-Erkrankung COVID-19 eine Alltagsmaske auf dem Gelände des Marinestützpunktes Kiel tragen und einen Abstand von 1.50 Meter zu anderen Personen einhalten müssen. Die Besatzung des Minenjagdbootes "Grömitz" trägt deshalb keine Maske an Bord, da die Soldatinnen und Soldaten sich in einer erwiesen infektionsfreien Kohorte befinden.

    Termin:

    Freitag, 25. September 2020, Eintreffen bis spätestens 9.15 Uhr

    10.00 Uhr Einlaufen Minenjagdboot "Grömitz"

    Ort:

    Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    Anmeldung:

    Sie sind gebeten, sich mit dem beiliegenden Formular bis Donnerstag, 24. September 2020 um 13 Uhr per Fax an +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

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    Pressestelle Einsatzflottille 1, Außenstelle Kiel
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  • Einsatzgruppenversorger "Berlin" kehrt mit besonderem Rekord aus der Ägäis zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 17. September 2020 um 10 Uhr, kehrt der Einsatzgruppenversorger (EGV) "Berlin" nach über fünf Monaten aus der NATO-Unterstützungsmission in der Ägäis in seinen Heimathafen Wilhelmshaven zurück.

    Anfang April hatte die "Berlin" unter dem Kommando von Fregattenkapitän Stefan Klatt (51) Wilhelmshaven verlassen, um sich in der Ägäis der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) anzuschließen. Die Standing NATO Maritime Group 2 besteht in der Regel aus mehreren Zerstörern und Fregatten sowie einem Versorgungsschiff der Flotten verschiedener NATO-Mitgliedsstaaten - darunter immer ein Schiff aus Deutschland. Mit diesen Marineschiffen sind die Hauptfähigkeiten des Verbands vor allem Kontrolle und Schutz strategisch wichtiger Seewege.

    In der Ägäis hat die Besatzung eng mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (Frontex) zusammengearbeitet. Hauptaufgabe des EGVs war hierbei die Erstellung eines Lagebildes in der Ägäis.

    Einen ganz besonderen Rekord hat die Besatzung mit ihrem Einsatz auch aufgestellt. Sie haben die längste Zeit an Bord ohne Landgang in der Geschichte der Deutschen Marine verbracht. "Klar, im Vordergrund steht die Freude, wieder zu Hause zu sein. Immerhin haben wir aufgrund der Pandemie fünfeinhalb Monate in Isolation von der Außenwelt verbracht. Ich bin sehr stolz auf eine Besatzung die das diszipliniert und gelassen hinbekommen hat - und erstklassige Arbeit geleistet hat", so Kommandant Klatt stolz.

    Die "Berlin" hat in der NATO-Unterstützungsmission im Ägäischen Meer insgesamt über 36.000 Seemeilen zurückgelegt.

    Hintergrundinformation

    Eine Einsatzgruppe der SNMG 2 wird im Ägäischen Meer zwischen dem türkischen und griechischen Festland eingesetzt. Sie steht unter Führung eines deutschen Kapitäns zur See an Bord eines deutschen Schiffes. Derzeit besteht sie aus vier bis sieben Schiffen. Die Schiffe operieren sowohl auf hoher See als auch seit März 2016 in den Hoheitsgewässern beider Staaten.

    Die SNMG 2 ist einer von vier ständigen Marine - Einsatzverbänden der NATO. Die Mitgliedsländer entsenden Schiffe für sechs bis zwölf Monate, die Führung rotiert zwischen den Nationen. Die Verbände stehen der Allianz als maritime Reaktionskräfte zur Verfügung, zeigen Präsenz, nehmen an multinationalen Manövern teil oder werden zeitweise der Operation Sea Guardian unterstellt.

    Der Verband entstand 1992 unter dem Namen "Standing Naval Force Mediterranean"; 2005 wurde sie in Standing NATO Maritime Group 2 umbenannt.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Einsatzgruppenversorger 'Berlin' kehrt mit besonderem Rekord aus der Ägäis zurück" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Donnerstag, den 17. September 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Heppenser Groden, Alfred-Eckhardt-Straße 1, 26384 Wilhelmshaven (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät). Alle Medienvertreter treffen sich vor der Hauptwache und werden dort abgeholt.

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 16. September 2020, 15 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Corona-Lage wird es nicht möglich sein, mit Besatzungsmitgliedern zu sprechen. (Telefonische) Interviews können im Voraus mit dem Kommandanten geführt werden. Sollte dies gewünscht sein, bitten wir um Kontaktaufnahme mit der Pressestelle Wilhelmshaven.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven
    Tel.: +49 (0) 4421 68 5800/5801
    E-Mail: markdopizpressestellewhv@bundeswehr.org

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  • Einsatz UNIFIL - Rostocker Korvette sticht in See

    Warnemünde (ots) - Am Dienstag, den 15. September 2020 um 11.30 Uhr, wird die Korvette "Magdeburg" den Heimathafen Warnemünde verlassen und sich mit ihrer 60-köpfigen Besatzung auf den Weg nach Limassol (Zypern) begeben.

    Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Thorsten Schäfer (44), wird die Besatzung "Echo" die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" und die Besatzung "Delta" im Einsatzgebiet zwischen Zypern und dem Libanon ablösen. Doch bis dahin stehen den Marinesoldaten erst einmal eine zweiwöchige Isolation an Bord bevor. "In Zeiten der COVID-19-Pandemie bestehen verschärfte Landgangsbedingungen im Einsatzland. Aus diesem Grund haben wir alle Soldaten kurz vor dem Auslaufen auf die COVID-19 Erkrankung getestet und bleiben bis zum Einlaufen im Einsatzgebiet in der vorgeschriebenen Quarantäne", erklärt der Kommandant, Fregattenkapitän Schäfer.

    Doch das ist nicht die einzige Herausforderung die der Besatzung im kommenden Einsatz bevorsteht. "In erster Linie werden wir unserer Hauptaufgabe, den Seeraum vor Ort zu überwachen, nachkommen. Das bedeutet, dass wir in enger Zusammenarbeit mit allen anderen an der UN-Mission beteiligten Nationen und den libanesischen Behörden sowie der Libanesischen Marine den Seeverkehr beobachten. Sollten uns Schiffe und Boote verdächtig vorkommen, ist es unsere Aufgabe, mit gezielten Abfragen und Überprüfungen ein sicheres Seegebiet herzustellen. Doch wir wollen auch weiterhin die Libanesische Marine im Küstenschutz ausbilden. Aufgrund der jüngsten innenpolitischen Ereignisse, zugespitzt nach der Explosion im Beiruter Hafen, sind Erfolg und Durchführbarkeit von Ausbildungen für die Libanesische Marine jedoch eingeschränkt", so Schäfer weiter.

    Vor Ort wird die Korvette der brasilianischen Führung unterstellt und gemeinsam mit Schiffen aus Brasilien, Griechenland, Bangladesch, Indonesien und der Türkei ihren Beitrag an der UN-Mission im Mittelmeer leisten. Die Besatzung wird Februar 2021 wieder in der Heimat zurückerwartet.

    Hintergrundinformationen

    Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10.500 Mann stark und kommen aus rund 40 Nationen.

    Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel von See zu verhindern. Der Maritime Einsatzverband UNIFIL war der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen - deutsche Schiffe und Boote operieren von Beginn an in diesem Verband. Die Schiffe unterbinden Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon und tragen so zu Stabilität und Sicherheit in der Region bei. Die Libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich außerdem seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Einsatz UNIFIL - Rostocker Korvette sticht in See" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Bitte beachten Sie alle geltenden Vorschriften zur Vermeidung einer COVID-19-Infektion.

    Termin:

    Dienstag, den 15. September 2020. Eintreffen bis spätestens 10.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Warnemünde, Hohe Düne 30, 18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    10.50 Uhr Besatzung "Echo" an Bord und Abordnung 1.Korvettengeschwader auf Versorgungspier angetreten

    anschl. Ansprache Vertreter Einsatzflottille 1, Kapitän zur See Nicolas Liche

    11.15 Uhr Besatzung geht auf Manöverstation

    anschl. Nationalhymne (kein Mitsingen)

    11.30 Uhr Manöveranpfiff mit Musikstück "Wir sind Kameraden zur See"

    anschl. Auslaufen mit Auslauflied der Besatzung

    anschl. Verschuss Signalmunition

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 14. September 2020, 14.00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Warnemünde

    Tel.: +49 (0)381 636 2170
    E-Mail: markdopizastwarnemuende@bundeswehr.org

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  • Marineflieger aus Nordholz starten Richtung Afrika

    Nordholz (ots) - Am Donnerstag, den 10. September 2020, verlegt ein deutscher Seefernaufklärer des Typs P-3C "Orion" vom Marinefliegerstützpunkt Nordholz erneut nach Dschibuti. Bis kurz vor Weihnachten werden etwa 50 Soldaten aus dem Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" Teil der EU-geführten Mission "Atalanta" sein. Im Schnitt wird die "Orion", mit dem Spitznamen "Jester", alle zwei Tage seine Triebwerke anwerfen. Die Einsatzflüge dauern etwa acht Stunden, indem der Golf von Aden sowie die angrenzenden Gewässer des Indischen Ozeans überwacht werden.

    Die deutschen Marineflieger tragen bereits seit 2008 einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Piraterie und zur Sicherheit der Schifffahrtswege am Horn von Afrika bei. Der Seefernaufklärer ist mit hochmoderner Sensorik ausgerüstet und liefert wichtige Aufklärungsergebnisse aus der Vogelperspektive. Mit Hilfe des Radars können sämtliche Schiffsbewegungen im Einsatzgebiet erfasst werden. Per Datentransfer kann ein aktuelles Lagebild dann an die Schiffe im Einsatzgebiet weitergeben werden. Ein großer Vorteil, denn verdächtige Schiffe können so schneller geortet und bei Bedarf verfolgt und gestellt werden.

    Der Kontingentführer Fregattenkapitän Sascha Siemer (46) ist mit seinen Soldaten bereits vor Ort, um den Empfang der P-3C vorzubereiten. Als verantwortlicher Offizier übernimmt er eine große Verantwortung. "Wir Marineflieger stellen mittlerweile das 31. Einsatzkontingent. Die Corona-Epidemie hat die Welt fest im Griff: Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und eine Vielzahl von Einschränkungen bestimmen den Alltag. Dieser besonderen Herausforderung stehen auch wir in Dschibuti gegenüber. Der uns so vertraute Einsatz hat an Komplexität hinzugewonnen. Das Einhalten der Verhaltensregeln ist für alle Kontingentangehörigen von extremer Wichtigkeit. Den Willen und das notwendige Engagement sehe ich ganz deutlich. Denn die Devise lautet, nur ein gesundes Team kann den anspruchsvollen Auftrag erfüllen", so Fregattenkapitän Siemer.

    Hintergrundinformationen

    Am Horn von Afrika entführten Piraten zahlreiche Schiffe, um Lösegeld für Besatzung, Schiff und Ladung zu erpressen. Die Piraten beeinträchtigten damit die Sicherheit der See- und Handelsrouten erheblich. Die Schiffe und Flugzeuge der Europäische Union schützen seitdem die Konvois des Welternährungsprogramms nach Somalia. Sie sichern die für die Mission der Afrikanischen Union in Somalia (African Union Mission in Somalia) bestimmten Transporte. Dabei bekämpfen und verhindern sie die Piraterie auf See, schützen Seeleute und ermöglichen dem Schiffsverkehr eine sichere Passage auf den Haupthandelsrouten und leisten einen Beitrag zur Überwachung der Fischereitätigkeiten vor der Küste Somalias.

    Die Deutsche Marine stellt seit Beginn der Operation Schiffe, wie zum Beispiel Fregatten, Einsatzgruppenversorger, Korvetten beziehungsweise Seefernaufklärungsflugzeuge vom Typ P-3C "Orion". Hinzu kommt das Personal im Unterstützungselement Atalanta, das den logistischen Abstützpunkt der Mission in Dschibuti und damit für die Kriegsschiffe einen "zweiten Heimathafen" im Einsatzgebiet betreibt. Das Hauptquartier der Operation befindet sich in der Rota, Spanien, wo ebenfalls deutsche Soldaten ihren Dienst verrichten.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Nordholz
    Tel.: +49 (0) 4741-94-10970
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  • Deutsche Marine startet nationale Verbandsübung in der Ostsee

    Rostock (ots) - Vom 31. August 2020 bis zum 7. September 2020 findet in der westlichen Ostsee das Manöver "German Exercise 2020 (GEREX)" statt.

    Die multinationale Übung "Northern Coasts" (NOCO) musste dieses Jahr aufgrund der COVID-19 Pandemie und der dadurch resultierenden begrenzten Beteiligung ausländischer Marinen abgesagt werden. Daraufhin entschied sich der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause (63), eine vorwiegend nationale Übung zu generieren, mit dem Ziel, die Einsatzbereitschaft der Besatzungen im Verbandsrahmen zu stärken. GEREX umfasst dabei Einzelausbildungen sowie taktische Verbandsübungen die Schiffstypen übergreifend stattfinden. Insgesamt werden dabei Schiffe und Boote aus beiden Einsatzflottillen und ebenso die Marineflieger teilnehmen.

    Die Ostsee ist aufgrund der Geographie mit vielen Meerengen und Inseln sowie geringen Wassertiefen ein besonders anspruchsvolles Operationsgebiet. Hier muss jeder einzelne Marinesoldat sein Handwerk im Detail beherrschen. Die Ostsee wird aus dem maritimen Blickwinkel auch als "die nasse Flanke" des Operationsgebietes der Deutschen Marine bezeichnet. Die dortigen Seewege sind für die Marine und ihre Partner von großer Bedeutung.

    Hauptakteure des Manövers werden das Minenjagdboot "Homburg", der Tender "Werra", das Unterseeboot U33, ein Boardingteam des Seebataillons, eine P-3C "Orion" und die beiden Hubschrauber "Sea King" und "Sea Lynx" sein. Kurzzeitig werden auch die Fregatte "Nordrhein-Westfalen" und der NATO-Verband Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1) zur Übung dazu stoßen. Des Weiteren wird sich das Minenjagdboot "Ugandi" der Estnischen Marine dem Manöver anschließen.

    Hintergrundinformationen

    Northern Coasts:

    Das Manöver "Northern Coasts" wurde 2007 von der Deutschen Marine ins Leben gerufen und wird mit NOCO abgekürzt. Es ist die Schwerpunktübung des Inspekteurs der Deutschen Marine. Jährlich wechselnd sind Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland für die Durchführung verantwortlich. Von den teilnehmenden Nationen sind Schweden und Finnland die beiden Länder, die nicht dem Nordatlantik-Bündnis, aber der EU angehören. Zusätzlich sind die Schweiz und Österreich jeweils mit einem Soldaten vertreten.

    Technische Details zu den Einheiten der Deutschen Marine:

    https://www.bundeswehr.de/de/ausruestung-technik-bundeswehr/seesysteme-bundeswehr

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Dezernat Pressearbeit
    Tel.: +49 (0)381 802 51520/51521/51516
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  • Umzug nach Kiel - Tender "Donau" bekommt neuen Heimathafen

    Warnemünde (ots) - Am Montag, den 31. August 2020 um 10 Uhr, verlässt der Tender "Donau" den Marinestützpunkt Warnemünde, um zu seinem neuen Heimathafen Kiel zu verlegen. Nach einer Stationierungsentscheidung wird die Stadt am Nord-Ostsee-Kanal das neue zu Hause des Versorgungsschiffes.

    Im November 1994 wurde die "Donau" in Warnemünde in Dienst gestellt. Damals wie heute, diente das mehr als 3.000 Tonnen schwere Schiff zur Versorgung von in See stehenden Einheiten - das soll auch so bleiben. Einziger Unterschied: die "Donau" und ihre rund 70 Besatzungsmitglieder leisten ihren Dienst ab sofort von Kiel aus.

    Die "Donau" ist einer von fünf Tendern der Elbe-Klasse, welche seit 2016 dem Unterstützungsgeschwader in Kiel unterstellt sind. Seit ihrer Indienststellung wurden die Tender "Donau" und "Elbe" zur Unterstützung von Schnellbooten und später von Korvetten in Warnemünde stationiert.

    "Wir werden zum letzten Mal aus dem seit nunmehr 26 Jahren bestehenden Heimathafen Warnemünde auslaufen. Für die größtenteils in Rostock sehr stark verwurzelte Besatzung, wird dies ein ganz besonderer und sicherlich sehr emotionaler Moment werden, da dies auch große persönliche Veränderungen mit sich bringen wird.", erklärt der Kommandant der "Donau", Korvettenkapitän Bernd Abshagen (40).

    Nach dem Auslaufen verlegt die "Donau" zunächst in ein Arsenal, um sich dort auf eine bevorstehende, routinemäßige Werftliegezeit vorzubereiten.

    Hintergrundinformationen

    Der Tender "Donau" ist einer von sechs (fünf gehören zum Unterstützungsgeschwader und einer zum Ubootgeschwader) Tendern der Deutschen Marine. Kernauftrag des Verbandes ist die flexible technische und logistische Unterstützung der Korvetten, der Uboote und der Minenjagdboote der Einsatzflottille 1. Die Tender unterstützen schwimmende Verbände während Übungen, Einsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen. Zudem werden die Versorgungseinheiten auch regelmäßig als Führungsplattform genutzt. Erst kürzlich, Ende Juni, kehrte die "Donau" aus dem ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) zurück. Dort diente das über 100 Meter lange Schiff als Führungsplattform für bis zu zwölf Minenabwehreinheiten. Das Kommando über die NATO-Schiffe hatte ein norwegischer Führungsstab, der sich während des Einsatzes an Bord der "Donau" befand.

    Die Tender versorgen Boote und Schiffe mit Kraftstoff, Frischwasser, Lebensmitteln, Ersatzteilen und Munition. Darüber hinaus, sind sie für die Entsorgung und Lagerung sämtlicher Abfälle und Gefahrstoffe verantwortlich. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Auftragserfüllung anderer Einheiten und ermöglichen ihnen eine längere Stehzeit in See.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Umzug nach Kiel - Tender 'Donau' bekommt neuen Heimathafen" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Bitte beachten Sie alle geltenden Vorschriften zur Vermeidung einer COVID-19 - Infektion.

    Termin:

    Montag, den 31. August 2020. Eintreffen bis spätestens 08.45 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Rostock, Hohe Düne 30

    18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    9.15 Uhr Antreten aller Beteiligten

    9.30 Uhr Ansprache Kommandeur Unterstützungsgeschwader, Fregattenkapitän Torsten Eidam

    Danach Nationalhymne

    9.55 Uhr Kommandant Tender "Donau" meldet sich ab

    10.00 Uhr Manöveranpfiff und Ablegen

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Freitag, den 28. August 2020, 9 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Warnemünde
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  • Der "Rote Adler" läuft zur Standing NATO Maritime Group 2 aus

    Wilhelmshaven (ots) - Am Dienstag, den 25. August 2020 um 10:00 Uhr, verlässt die Fregatte "Brandenburg" ihren Heimathafen Wilhelmshaven, um sich der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) anzuschließen. Im Einsatzgebiet in der Ägäis angekommen, wird sie dort den Einsatzgruppenversorger "Berlin" ablösen, der dann im September in Wilhelmshaven zurückerwartet wird.

    "Dieser einsatzgleichen Verpflichtung zur Überwachung des Seeraumes in den Gewässern zwischen der Türkei und Griechenland kommt aus der Bewertung der Bundesregierung ein besonders hoher Stellenwert zu. Dieser Wichtigkeit sind wir uns alle bewusst und werden professionell und konzentriert den Auftrag erledigen. Da im Einsatz fast jeder Tag dem anderen gleicht, freut sich die Besatzung über jede Abwechslung und Ablenkung, gerade weil bei dieser Seefahrt der Landgang im Hafen fehlen wird", so der Kommandant, Fregattenkapitän Jan Hackstein (46), mit Blick auf den bevorstehenden Einsatz.

    In der Ägäis erwartet Besatzung und Schiff eine enge Zusammenarbeit mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (Frontex). Hauptaufgabe der Fregatte wird hierbei die Seeraumüberwachung sein.

    Infolge der weltweiten Corona-Pandemie wird dieser Einsatz für die Besatzung einige Entbehrungen mit sich bringen. "Vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie ist jedoch auch dieser 'Einsatz' alles andere als Routine, die Schutzmaßnahmen vor einer Infektion zwingen uns zu ungewöhnlichen Maßnahmen und besonderen Auflagen. Nach jetziger Planung wird die Besatzung keinerlei Möglichkeit zum Landgang während der gesamten Einsatzdauer haben. Wir werden das Schiff voraussichtlich erst wieder nach dem Einlaufen in unseren Heimathafen im Februar kommenden Jahres verlassen dürfen; ein Umstand, der für uns alle neu und belastend sein wird", beschreibt der Kommandant die ungewöhnliche Situation.

    Der "rote Adler", wie die Brandenburg aufgrund ihres Wappens auch genannt wird, wird nach derzeitigem Planungsstand Anfang Februar 2020 am größten Bundeswehrstandort zurückerwartet.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Der 'Rote Adler' läuft zur Standing NATO Maritime Group 2 aus" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin: Dienstag, den 25. August 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr.

    Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich. Ort:

    Marinestützpunkt Heppenser Groden, Alfred-Eckhardt-Straße 1, 26384 Wilhelmshaven (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät). Alle Medienvertreter treffen sich vor der Hauptwache und werden dort abgeholt.

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 24. August 2020, 16 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Corona-Lage wird es nicht möglich sein, mit Besatzungsmitgliedern vor dem Auslaufen zu sprechen. (Telefonische) Interviews können im Voraus mit dem Kommandanten geführt werden. Sollte dies gewünscht sein, bitten wir um Kontaktaufnahme mit der Pressestelle Wilhelmshaven.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
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  • Kommandoübergabe für die Besatzung "Charlie" im 1. Korvettengeschwader

    Warnemünde (ots) - Am Donnerstag, den 13. August 2020, findet um 10 Uhr die Kommandoübergabe der Besatzung "Charlie" statt. An Bord der Korvette "Oldenburg" übergibt Fregattenkapitän Alexander Dubnitzki (40) seine Dienstgeschäfte sowie die Besatzung an Korvettenkapitän Pascal Störk (38).

    Fregattenkapitän Dubnitzki schaut nach drei Jahren als Kommandant auf zwei Einsätze im Mittelmeer bei UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) und viele weitere Seefahrten, unter anderem nach England, Skandinavien und ins Baltikum, zurück. "Die Zeit war intensiv und spannend. Ich blicke zurück auf viele Höhepunkte, etwa die Passage des Kanals von Korinth beim Rücktransit aus dem Mittelmeer. Mich erfreuten aber auch die vielen kleinen Momente an Bord - wie mit Blick in See gemütlich einen Kaffee auf der Brücke zu trinken oder ein erfolgreicher Ausbildungstag für die Besatzung", so der scheidende Kommandant. Für Fregattenkapitän Dubnitzki geht es im Anschluss nach Berlin in das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), wo er sich als Referent unter anderem mit der Mandatierung von Einsätzen beschäftigen wird.

    Seinem Nachfolger Pascal Störk ist die Korvette nicht fremd. Zuvor war er bereits in unterschiedlichen Führungspositionen auf verschiedenen Korvetten eingesetzt. Auch die Zeit als Dezernent für Überwasserkrieg kommt ihm dabei zugute. "Ich freue mich, die Früchte meiner Arbeit als Wachoffizier ernten zu dürfen und als Kommandant eingesetzt zu werden", so Korvettenkapitän Störk. Er übernimmt hiermit nicht nur das Kommando über die Korvette, sondern auch die Verantwortung über eine sechzigköpfige Besatzung.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Kommandoübergabe für die Besatzung 'Charlie' im 1. Korvettengeschwader" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Aufgrund der Corona-Auflagen ist ein Mund-Nasenschutz mitzubringen und die allgemein gültigen Abstandsregeln sind zu beachten.

    Termin:

    Donnerstag, den 13. August 2020. Eintreffen bis spätestens 9.15 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Rostock, Hohe Düne 30

    18119 Rostock (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    10 Uhr FKpt Dubnitzki betritt das Flugdeck

    Danach Ansprache durch alten Kommandanten

    Danach Kommandeur 1. Korvettengeschwader und KKpt Störk betreten das Flugdeck

    Danach Ansprache Kommandeur 1. Korvettengeschwader, FKpt Feld

    Danach Übergabezeremoniell

    Danach Kommandeur 1. Korvettengeschwader und FKpt Dubnitzki verlassen den Bereich

    Danach Ansprache durch neuen Kommandanten

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 12. August 2020 13 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49 (0)381 636 2160 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Außenstelle Warnemünde
    Tel.: +49 (0)381 636 2170
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  • Minenjagdboot "Grömitz" läuft zum NATO-Verband aus

    Kiel (ots) - Am Sonnabend, dem 8. August 2020 um 10 Uhr, verlässt das Minenjagdboot "Grömitz" seinen Kieler Heimathafen. Das Boot gehört für die kommenden zwei Monate dem Ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) an. Zu den Einsatzgebieten des multinationalen NATO-Verbandes gehören unter anderem die Nord- und Ostsee.

    Nach einer zweiwöchigen Quarantäne macht sich die rund 40-köpfige Besatzung unter dem Kommando von Korvettenkapitän Philipp Palm (37) auf den Weg in das Operationsgebiet. Dort werden sich Boot und Besatzung der SNMCMG 1 anschließen. Als Mitglied des Verbandes sind sie Teil der NATO Response Force, der schnellen Eingreiftruppe der NATO. Die SNMCMG 1 ist mit Minenlegern, Minenabwehrfahrzeugen und Führungsschiffen immer in ständiger Einsatzbereitschaft und übt gemeinsam mit ihren internationalen Partnern alle Aspekte der Minenkampfführung.

    "Wir freuen uns auf die bevorstehenden Herausforderungen und die Möglichkeit unsere neuen Fähigkeiten erneut in einem NATO-Verband einzusetzen. Dafür hat die Besatzung ein intensives und anspruchsvolles Einsatzausbildungsprogramm innerhalb der letzten zehn Monate absolviert. Damit sind wir bestens auf die kommenden Aufgaben vorbereitet", betont der Kommandant. "Gerade unter den momentan herrschenden Bedingungen ist es eine besondere Herausforderung für uns alle an Bord, aber auch für unsere Familien zu Hause. Auch wenn der Abschied von den Angehörigen unter diesen Umständen nochmals schwerer fällt, freuen wir uns auf die vor uns liegende Zeit auf See."

    Die "Grömitz" gehört neben den Minenjagdbooten "Bad Bevensen" und "Datteln" zu den modernsten seiner Klasse in der NATO. Im August letzten Jahres übernahm die Marine den ersten der drei neu ausgestatteten "Minenjäger mit Minenabwehrdrohnen", wie die Fachbezeichnung lautet. Wie andere Minenjagdboote suchen sie mit Sonar unter Wasser nach Objekten und können sie mit ferngelenkten Unterwasserdrohnen identifizieren und zerstören. Wo die Technik an Grenzen stößt, setzen die Jäger Minentaucher ein - in flachem Wasser, in Häfen, oder dort, wo Minen in der Nähe von Pipelines oder Unterwasserkabeln liegen. Eine andere und für das Minenjagdboot sowie Besatzung deutlich ungefährlichere Möglichkeit bietet der "Seehund" - ein etwa 27 Meter langes und 4,60 Meter breites Boot, in das eine magnetische Spule eingebaut ist und das mittels Geräuschbojen Töne ins Wasser sendet. So lassen sich Magnetfelder und Motorengeräusche von Schiffen simulieren, um Minen auszulösen. Der unbemannt fahrende "Seehund" nimmt dabei selbst keinen Schaden und wird von Bord des Minenjägers ferngesteuert.

    Boot und Besatzung werden Ende September von einem anderen deutschen Minenjäger abgelöst und im Kieler Marinestützpunkt zurückerwartet.

    Hintergrundinformationen

    Die NATO unterhält vier maritime Einsatzverbände, die zusammen mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die NATO Response Force bilden. Zwei davon sind Minenabwehrverbände, zu denen das 3. Minensuchgeschwader und das Unterstützungsgeschwader der Deutschen Marine dauernd auf höchstem Niveau ausgebildete Besatzungen schicken. Die Minenabwehrboote suchen unter Wasser nach Objekten und können sie durch ferngelenkte Drohnen oder Minentaucher zerstören oder sie mit Simulationsgeräten zur Detonation bringen. Regelmäßig werden sie zur Suche nach Altlasten aus vergangenen Kriegen und Konflikten eingesetzt, die noch zuhauf in den Gewässern liegen und eine Gefahr für Schifffahrt und Meeresumwelt darstellen.

    Die Besatzungen haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa. Die NATO Response Force wurde 2014 um eine als "Speerspitze" bekannte Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen. Die Zusammenziehung in den Marineverbänden dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Gruppen regelmäßig an NATO-Manövern oder Übungen auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig in Nord- und Ostsee und im Atlantik. Der Verband hat den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren.

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  • 136 Tage ohne Landgang - Fregatte "Hamburg" bricht zum Einsatz "Irini" auf

    Wilhelmshaven (ots) - Am Dienstag, den 04. August 2020 um 10 Uhr, läuft die Fregatte "Hamburg" für knapp fünf Monate in Richtung Mittelmeer aus. Dort wird Sie das zweite Einsatzkontingent des Auslandseinsatzes "Irini" der Europäischen Union übernehmen. Bisher hatte sich die Deutsche Marine mit einem Seefernaufklärer P-3C "Orion" beteiligt, welcher vom Marinefliegerstützpunkt Nordholz startete. Mit der "Hamburg" ist erstmals ein Schiff der Deutschen Marine bei "Irini".

    "Wir stehen vor einem Einsatz, der in mehrfacher Hinsicht Schiff und Besatzung vor bisher unbekannte Herausforderungen stellen wird. Fregatte 'Hamburg' wird die erste deutsche seegehende Einheit in der Operation EUNAVFOR MED 'Irini' sein und sicherlich hier und dort auf schwierigem politischen und operativen Terrain Pionierarbeit leisten müssen. Neben der Stammbesatzung laufen wir mit einem breiten Portfolio an eingeschifften Fähigkeiten aus, etwa mit zwei Bordhubschraubern und einer Boardingkomponente des Seebataillons. Diese Teileinheiten gilt es an Bord zu integrieren und zu einem schlagkräftigen Gesamtsystem zu formen. Nicht zuletzt werden wir die Auswirkungen der Corona-Krise spüren, die Transitzeiten, Hafenplanungen und Landgangsbestimmungen beeinflussen werden. Allen Widrigkeiten in der Einsatzvorbereitung zum Trotz bin ich sicher, dass wir einen wirksamen Beitrag zur Operation leisten können und freue mich auf die kommenden viereinhalb Monate", sagt der Kommandant, Fregattenkapitän Jan Fitschen (42), mit Blick auf die bevorstehende Aufgabe.

    Im Mittelmeer wird die Fregatte der Klasse F124 als Hauptaufgabe einen Beitrag zur Umsetzung des durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängten Waffenembargos gegen Libyen leisten. Weitere Aufgaben sind das Überwachen und Sammeln von Informationen über illegale Ausfuhr von Erdöl und Kraftstoff aus Libyen. Zudem werden Schiff und Besatzung beim Aufbau von Kapazitäten der libyschen Küstenwache und Marine unterstützen. Weiterhin wird die Unterbindung des Geschäftsmodells der Schleuser- und Menschenhändlernetzwerke im zentralen Mittelmeer ebenso eine wichtige Rolle in diesem Einsatz einnehmen.

    Der Kommandant betont die Besonderheit des Einsatzes: "Nicht nur die Einsatzvorbereitung, auch der Einsatz steht ganz im Zeichen von Corona. Neben einer besonderen Quarantäne in den ersten beiden Wochen des Transits, inklusive zwei COVID-19-Tests, sind besonders die Hafenphasen deutlich anders als in bisherigen Einsätzen. So werden wir das Schiff möglicherweise erst am Einlauftag in Wilhelmshaven, also am 20. Dezember 2020, wieder verlassen können. Darin liegt auch eine der großen Herausforderungen dieses Einsatzes, dass wir als Besatzung nicht nur die Seephasen, sondern auch die Hafenphasen gemeinsam an Bord gestallten müssen und dabei die vielen individuellen Bedürfnisse aller 250 Soldaten an Bord angemessen zu berücksichtigen sein werden."

    Hintergrundinformationen zu den Fregatten der Sachsen-Klasse (F124)

    Insgesamt drei Fregatten der Sachsen-Klasse besitzt die Marine - dazu zählt die Fregatte "Hamburg". Sie sind als Mehrzweckschiffe für Geleitschutz und Seeraumkontrolle konzipiert. Ihr Schwerpunkt ist die Luftverteidigung: Mit ihrem SMART-L-Radar kann eine einzige Einheit der Sachsen-Klasse zum Beispiel den Luftraum über der gesamten Nordsee überwachen (Reichweite mehr als 400 km). Das Radar der Sachsen-Klasse ist in der Lage, mehr als 1.000 Ziele gleichzeitig zu erfassen. Kommt es darauf an, reichen die Flugabwehrraketen vom Typ SM2 aus dem Senkrecht-Startsystem VLS Mk41 der Sachsen-Klasse über 160 Kilometer weit.

    Alle Sensoren und Waffen an Bord sind für diese Hauptaufgabe Verbandsflugabwehr optimiert. Das Computer-Herzstück der Sachsen-Klasse ist das Führungs- und Waffeneinsatzsystem (FüWES) mit einer starken Rechenleistung. Es verarbeitet alle Daten von den Radaren und übrigen Sensoren sowie die Informationen, die verbündete Schiffen liefern. Das System ist redundant auf mehr als einem Dutzend Rechner an Bord verteilt. Mit diesen Fähigkeiten waren die Fregatten der Klasse 124 schon mehrmals im Nordatlantik in Flugzeugträger-Kampfgruppen der United States Navy integriert.

    Die Sachsen-Klasse ist dank ihrer guten Kommunikationsanlage mit Funk- und Satellitenverbindungen auch in der Lage, mehrere andere Kriegsschiffe gleichzeitig zu führen. Die Bordhubschrauber der Sachsen-Klasse dienen der weitreichenden Jagd auf Uboote.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "136 Tage ohne Landgang - Fregatte 'Hamburg' bricht zum Einsatz 'Irini' auf" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten. Es wird darauf hingewiesen, dass es zum Termin keine Möglichkeit gibt, an Bord des Schiffes zu gehen aufgrund der derzeitig vorherrschenden COVID-19-Bestimmungen.

    Termin:

    Dienstag, den 04. August 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort:

    Marinestützpunkt Heppenser Groden, Alfred-Eckhardt-Straße 1, 26384 Wilhelmshaven (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Anmeldung:

    Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Montag, den 03. August 2020, 16 Uhr, beim Presse-und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)4421-6868796 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Pressestelle Einsatzflottille 2, Wilhelmshaven
    Tel.: +49 (0) 4421-68-5800/5801
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  • 3. Minensuchgeschwader unter neuer Führung

    Kiel (ots) - Am Donnerstag, den 30. Juli 2020 um 10 Uhr, übergibt der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Bock (50), im Marinestützpunkt Kiel das Kommando über das 3. Minensuchgeschwader von Fregattenkapitän Christian Meister (42) an Fregattenkapitän Terje Schmitt-Eliassen (44).

    Für Fregattenkapitän Meister geht eine verhältnismäßig kurze Kommandeurszeit zu Ende. "Es war eine kurze und intensive Zeit im Geschwader. Dabei war es mir immer besonders wichtig, nah an der Truppe zu sein und mit den Besatzungen zur See zu fahren", beschreibt der scheidende Geschwaderkommandeur seine 18-monatige Zeit in Kiel. Meister führte seine Minenjagdboote nicht nur aus dem Kieler Marinestützpunkt. Er nahm zusammen mit den Booten seines Geschwaders an zahlreichen Verbandsübungen teil, bis hin zum großen multinationalen Manöver "Northern Coasts". "Ich hatte die Chance mit vielen tollen Menschen zu arbeiten. Kommandeur zu sein, ist eine der schönsten Aufgaben in der Marine".

    Im 6.500 km entfernten "Joint Force Command Norfolk" im US-Bundesstaat Virginia erwarten Fregattenkapitän Meister nun neue Aufgaben. Die NATO Kommandobehörde wird von dem Kommandeur der 2. US Flotte, Vizeadmiral Andrew L. Lewis, geführt. Als militärischer Assistent ist Meister die rechte Hand des Admirals und wird ihn bei der Führung des NATO Kommandos unterstützen.

    Fregattenkapitän Schmitt-Eliassen wechselt aus dem Verteidigungsministerium zurück zu den Kieler "Mineuren", wo er bereits Kommandant des Minenjagdboots "Grömitz" war, welches nun zu seinem Geschwader gehört. Hier wird er das Kommando über die ca. 800 Soldaten des letzten deutschen Minenabwehrverbandes übernehmen. Schmitt-Eliassen freut sich sehr auf die Rückkehr in seine Heimatstadt und die neuen Herausforderungen als Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders. "Nach fünf Jahren in einem Bundesministerium ist es toll, wieder aktiver Teil der Flotte zu sein!"

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "3. Minensuchgeschwader unter neuer Führung" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin:

    Donnerstag, 30. Juli 2020. Eintreffen bis spätestens 9.30 Uhr.

    Ort:

    Hauptwache Marinestützpunkt Kiel, Schweriner Straße 17a, 24106 Kiel

    Programm:

    10.00 Uhr Beginn Kommandoübergabe

    11.45 Uhr Besatzungen auf Passieraufstellung und "Abpullen" an der Gneisenaubrücke.

    Anmeldung: Medien werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Mittwoch, den 29. Juli 2020 um 12 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49(0)431 71745 1412 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Aufgrund der COVID-19-Pandemie-Situation möchten wir Sie bitten, beim Termin auf ausreichend Abstand zueinander zu achten und einen Mund-Nasen-Schutz mitzuführen. An Oberdeck und auf der Pier ist das Tragen des Schutzes nicht notwendig.

    Pressekontakt:

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  • Marinestützpunktkommando Wilhelmshaven erhält neuen Kommandeur

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 09. Juli 2020 um 10 Uhr, wird der Kommandeur der Einsatzflottille 2, Flottillenadmiral Ralf Kuchler (50), im Rahmen einer feierlichen Musterung die Verantwortung über das Marinestützpunktkommando von Fregattenkapitän Lars Vergien (44) an Fregattenkapitän Robert Uebe (43) übergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie kann das feierliche Zeremoniell nur in einem kleinen Rahmen stattfinden.

    Das Marinestützpunktkommando Wilhelmshaven koordiniert als globaler "Rundum-Service" die kontinuierliche Nachversorgung der Schiffe der Einsatzflottille 2 in allen in- und ausländischen Häfen. Dazu gehört vor allem, Betriebsstoffe, Ersatzteile, Verbrauchsmaterial, Munition, Verpflegung und Post in jeden Hafen der Welt liefern zu können. Der Stützpunkt allein bevorratet daher schon circa 22.000 verschiedene Versorgungsartikel, die er weltweit an die Schiffe und Boote der Marine versenden kann. Das bedeutet mehr als 50.000 Warenbuchungen jährlich mit einem Materialumschlag von rund 1.100 Tonnen Gesamtgewicht.

    Fregattenkapitän Lars Vergien hatte das Kommando vor dreieinhalb Jahren übernommen. Mit seinem Team war er neben dem täglichen Betrieb auf dem Marinestützpunkt Wilhelmshaven auch für die Organisation der Veranstaltung "Wochenende an der Jade" und für infrastrukturellen Veränderungen im Marinestützpunkt verantwortlich. "Ich möchte nichts herausstellen, da immer alles als Team-Leistung zu bewerten ist. Allerdings freut es mich zu sehen, dass die Infrastruktur in der 4. Einfahrt weiterhin deutliche Fortschritte macht. Als persönliches Highlight bewerte ich die Anti-Terrorismus-Übung NITEX (Niedersächsische Terrorismus-Abwehr-Exercise), die in dieser Form bis dato noch nicht stattgefunden hat", so der scheidende Kommandeur. Bei der Übung haben Deutsche Marine, Bundespolizei und Landespolizei Niedersachsen zusammen trainiert. Fregattenkapitän Vergien wechselt im Anschluss an seine Verwendung in Wilhelmshaven nach Köln in das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr.

    Der neue Kommandeur, Fregattenkapitän Uebe, kehrt nach nationalen Verwendungen im Bereich Logistik / Streitkräftebasis sowie internationalen Verwendungen und zuletzt als Lehrgangsteilnehmer auf dem internationalen Admiralsstabslehrgang zurück an seinen alten Heimatstützpunkt. "Ich freue mich auf meine zukünftige Verwendung als Kommandeur des Marinestützpunktkommandos. Für mich ist es eine herausragende Aufgabe als Marineoffizier Menschen zu führen und das darf ich zukünftig tun. Darüber hinaus kehre ich nach mehreren Verwendungen wieder in die Marine und meinen 'Heimatstützpunkt' Wilhelmshaven zurück und werde zukünftig auch wieder mehr Zeit für Haus und Garten in Jaderberg haben", so Fregattenkapitän Uebe mit Blick in die Zukunft.

    Hintergrundinformationen

    Die Marinestützpunktkommandos sind verantwortlich für die Häfen, in denen die Schiffe und Boote der Marine stationiert sind, und deren Logistik weltweit. Zur Einsatzflottille 2 gehört der Marinestützpunkt in Wilhelmshaven. Die Kommandos organisieren den täglichen Betrieb der Marinebasen. Dafür verfügt die Basis in Wilhelmshaven unter anderem über eigene Schlepper, die größeren Schiffen beim An- und Ablegen helfen. Für Notfälle liegt in Wilhelmshaven eines von zwei Ölauffangschiffen, die auch zivile Behörden beim Bekämpfen von Umweltverschmutzungen unterstützen. Für das Einsatzgebiet Nordsee ist das die "Eversand".

    Die Versorgung aller Schiffe und Boote der Marine, die sich im Einsatz befinden, koordiniert die Basis in Wilhelmshaven mit den drei übrigen Stützpunktkommandos an der Ostsee. Diese Organisation ist darauf ausgelegt, langandauernde, gegebenenfalls auch mehrere streitkräftegemeinsame und multinationale, Einsätze parallel ohne geografische Beschränkungen zu unterstützen.

    Pressekontakt:

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  • Marineschule Mürwik erhält fünf neue Boote für die Segelausbildung

    Flensburg (ots) - Am kommenden Freitag, den 10. Juli 2020, erhält die Deutsche Marine fünf neue Dienstsegelboote für die Segelausbildung der Offizieranwärter.

    "Wir freuen uns über den großen Zuwachs unserer Dienstsegelboote. Die militärische Segelausbildung ist ein zentraler und wesentlicher Bestandteil der Ausbildung zum Marineoffizier. Der Bedarf der Segelausbildung ist aufgrund steigender Zahlen von Offizieranwärtern in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Mit den neuen Dienstsegelbooten können wir diesen wachsenden Bedarf unserer Ausbildung wieder sicherstellen und sind zukunftsfähig. Die Boote sind fest integriert in unsere praktische Bordausbildung. Dieser Ausbildungszyklus beginnt mit der Segelausbildung an der Marineschule Mürwik (MSM), wird dann mit der Segelschulschiffsausbildung auf der 'Gorch Fock' fortgesetzt und schließlich durch Praktika auf Einheiten der Flotte komplettiert", so Flottillenadmiral Wilhelm Tobias Abry (51), Kommandeur der Marineschule Mürwik.

    Für ihn sind die neuen Boote zentrales Ausbildungsmittel, um gleich zu Beginn der Ausbildung die jungen Offizieranwärtern durch die See zu prägen und militärische Standards zu setzen, die im weiteren Werdegang zum Offizier an Bord der Schiffe und Boote der Marine unverzichtbar sind. Die nautischen-seemännischen Kompetenzen sowie insbesondere die Führungskompetenz des Offiziernachwuchses sollen auf den Ausbildungsfahrten aufgebaut und weiterentwickelt werden. Kompetenzen, die für den späteren Einsatz in der Flotte von elementarer Bedeutung sind.

    Übergeben werden die fünf Segelyachten vom Typ "Sunbeam 36.2", von der Mittelmann Werft, über das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), vertreten durch an Vizeadmiral Stawitzki (54), an die MSM. Zu den geladenen Gästen gehört unter anderem auch der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (59).

    Benannt werden die fünf neuen Yachten nach Sternen und einem Planeten. Sie lauten "Perseus", "Pegasus", "Phönix", "Pollux" und "Pluto". Eingesetzt werden diese Boote auch bei Ausbildungsfahrten über das eigentliche Seegebiet Flensburger Förde hinaus. Mit diesen größeren Booten sollen Ausbildungsfahrten in der Nord- und Ostsee durchgeführt werden.

    Hinweise für die Presse

    Medienvertreter sind zum Pressetermin "Marineschule Mürwik erhält fünf neue Boote für die Segelausbildung" eingeladen. Für die weitere Ausplanung und Koordinierung wird um eine frühzeitige Anmeldung gebeten.

    Termin: Freitag, den 10. Juli 2020. Eintreffen bis spätestens 11.15 Uhr. Ein späterer Einlass ist nicht mehr möglich.

    Ort: Marineschule Mürwik, Kelmstraße 14 24944 Flensburg (Anschrift/Adresse für Ihr Navigationsgerät)

    Programm:

    11.30 Uhr Ankunft der Pressevertreter

    12.15 Uhr bis 13.00 Uhr Pressestatements, anschl. Empfang

    13.00 Uhr Ende der Veranstaltung

    Anmeldung: Medienvertreter werden gebeten, sich mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis Wochentag, den 9. Juli 2020 12.00 Uhr, beim Presse- und Informationszentrum unter der Fax-Nummer +49 (0)461 3135 5990 oder per E-Mail zu akkreditieren. Nachmeldungen sind nicht möglich.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationszentrum Marine
    Fregattenkapitän Tim Gabrys
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  • Willkommen im Heimathafen - Tanker "Rhön" kehrt aus dem Einsatz zurück

    Wilhelmshaven (ots) - Am Donnerstag, den 2. Juli 2020 um 16 Uhr, kehrt der Betriebsstofftransporter "Rhön" in den Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurück. Dieser war Anfang März zur SNMG 1 (Standing NATO Maritime Group 1) ausgelaufen.

    Die NATO-Verband bestand im Kern aus einem norwegischen Flaggschiff, einer dänischen Fregatte und dem Tanker "Rhön" der deutschen Marine. Die Hauptaufgabe der "Rhön", war das Betanken sowie die Versorgung mit Frischwasser und Ölen der anderen Schiffe der SNMG 1. Durch die Umsetzung von Schutzmaßnahmen gegen den COVID-19 Virus wurden die Besatzungen der Schiffe des Verbandes vor herausfordernde Aufgaben gestellt. So wurden Hafenbesuche gestrichen oder verlegt und die Hafenaufenthalte wurden nur als sogenannte Logistic Stops, ohne Landgang durchgeführt. Die größte Herausforderung bestand für den Großteil der Besatzung in der Tatsache 117 Tage keinen Landgang gehabt zu haben und die gesamte Einsatzzeit an Bord verbringen zu müssen.

    "Es war ein sehr ungewöhnlicher SNMG 1 Einsatz in diesem Jahr. Geprägt wurde der Einsatz durch die Corona-Pandemie. Die von der Besatzung während des gesamten Einsatzzeitraumes gezeigten hervorragenden Leistungen, sowie das Verständnis für die besonderen Einsatzumstände erfüllen mich mit Stolz. Ich empfinde für die Besatzung allerhöchste Anerkennung und tiefen Respekt", so der Kommandant, Kapitän Egon Rhauderwiek (57) über die vergangenen Monate im Einsatz.

    Ein kleines Highlight gab es aber doch noch während der letzten Tage in See. Im Rahmen der Ausbildungsunterstützung wurde nicht nur mit der Fregatte "Brandenburg" "ge-RAS-t" (Replenishment at Sea), sondern es wurde auch zum ersten Mal ein Seeversorgungsmanöver mit einer Fregatte der Klasse 125, der "Nordrhein-Westfalen", gefahren. Damit konnte die Besatzung der "Rhön" während des diesjährigen Einsatzes mit den Fregatten "Lübeck", "Brandenburg", "Hamburg" und "Nordrhein-Westfalen" alle sich noch im Dienst befindlichen Deutschen Fregattenklassen längsseits zur Versorgung in See begrüßen.

    Pressekontakt:

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