Wappen des MFG3. (Quelle: Wikipedia)
P-3C „Orion“ (Quelle: Dr. Stefan Petersen)
Do 228 (Quelle: Wikipedia)

Das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ (MFG 3 „GZ“) ist ein fliegendes Geschwader der Deutschen Marine, welches auf dem Fliegerhorst Nordholz beheimatet ist und dem Marinefliegerkommando untersteht. Das Geschwader ist mit Flugzeugen der Muster Lockheed P-3C Orion und Do 228 LM ausgerüstet.

P-3C „Orion“ (Quelle: Marine)
DO 228 (Quelle: Marine)

Der Auftrag des Geschwaders beinhaltet die weiträumige Seeraumüberwachung und Aufklärung, Über- und Unterwasserseekriegsführung, Personal- und Materialtransport, den Such- und Rettungsdienst sowie die Überwachung von Meeresverschmutzungen (Pollution Control).

Geschichte

Unfälle
DatumTypKennzeichenVorfall
12. Mai 1966GannetUA+115Absturz bei Kaufbeuren, drei Tote
24. September 1971BR 115061+20leichter Personenschaden
25. April 1978BR 115061+072 Leichtverletzte, Lfz Totalverlust
3. Mai 1985BR 115061+05Notlandung, keine Verluste
3. Dezember 1993Mk 8883+01Absturz, 2 Tote
30. Januar 1994Mk 8883+16Notwasserung, Lfz Totalverlust
30. Oktober 1999Mk 8883+08Absturz über See, 1 Toter
16. Februar 2000Mk 8883+14Notwasserung, Lfz Totalverlust

Am 1. Juni 1964 erhielt Fregattenkapitän Paul Kriebel mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 128 der Marine den Auftrag, das Marinefliegergeschwader 3 aufzustellen. Den Kern bildete die Marine-U-Jagdstaffel, die bis dahin dem Marinefliegergeschwader 2 (MFG 2) unterstellt und in Westerland auf Sylt stationiert war. Im Oktober wurden Teile der Staffel nach Nordholz verlegt und die U-Jagdstaffel offiziell in 2. Staffel/MFG 3 (2./MFG 3) umbenannt.

Seefernaufklärer Breguet Atlantic der Deutschen Marine. (Quelle: Wikipedia)

Die von Bundespräsident Heinrich Lübke verliehene Truppenfahne wurde am 3. Mai 1965 feierlich übergeben. Am 15. Juli 1965 wurde der erste Prototyp des Seefernaufklärers Breguet Atlantic (BR.1150 Atlantic) nach Nordholz überführt, am 26. Januar 1966 übernahm das Geschwader die erste Maschine des Typs aus der Serienfertigung. Am 30. Juni des gleichen Jahres wurden nach insgesamt über 10.000 Flugstunden die U-Jagd-Flugzeuge Fairey Gannet (Gannet HS Mk4) am 30. Juni 1966 außer Dienst gestellt. Am 1. April 1967 wurde das MFG 3 der NATO unterstellt und am 9. Juli 1967 mit dem Traditionsnamen Graf Zeppelin ausgezeichnet. Aus diesem Anlass übernahm die Stadt Friedrichshafen am 12. Dezember 1967 die Patenschaft über das MFG 3.

„Sea Lynx“ im Sonnenuntergang. Marineflieger im Sonnenuntergang (Quelle: Bundeswehr / Archiv)

Im Jahr 1980 entschied der Bundesminister der Verteidigung, die Westland Mk 88 Sea Lynx-Bordhubschrauber der seegehenden Einheiten in Nordholz zu stationieren, sie bildeten in Folge bis zu ihrer erneuten Ausgliederung die 3. Staffel des MFG 3. 1993 wurde die Inspektion Überleben auf See von der Marinefliegerlehrgruppe integriert.

Im September 1994 wurden zwei Dornier Do 28 und eine Dornier Do 228LM der 2. Staffel des MFG 5 an das MFG 3 übergeben, 2002 bis 2003 durchliefen die Sea Lynx ein umfangreiches Modernisierungsprogramm, so dass im MFG 3 insgesamt 22 Hubschrauber in der Version Mk 88A im Einsatz sind. 2006 erhielt das MFG 3 acht Seefernaufklärer des Typs Lockheed P-3C Orion, welche von den Niederlanden übernommen wurden und die Breguet BR.1150 Atlantic ersetzten. Der letzte Flug einer Breguet Atlantic erfolgte am 20. Juni 2010.

Am 31. August 2012 wurde die erste neue Dornier Do 228NG zur Durchführung von Ölaufklärungsflügen übernommen und die 1991 in Dienst gestellte Do 228-212 ausgemustert. Nach Abschluss des Umzugs des MFG 5 von Kiel-Holtenau nach Nordholz im November 2012 wurden die Sea Lynx-Helikopter an das MFG 5 abgegeben.

Quelle: Wikipedia

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