Ehemalige Verteidigungsminister

Die Geschichte des Verteidigungsministeriums und seiner Minister reicht bis zum 7. Juni 1955 zurück. Sie unterstreicht den erfolgreichen Aufbau einer Parlamentsarmee. Die Streitkräfte haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in vielen zivilen Einsätzen wie etwa bei Flutkatastrophen und Erdbeben genauso wie in zahlreichen Auslandsmissionen bewährt.

Leistung aller Verteidigungsminister

Die erfolgreiche Bilanz der Bundeswehr geht auch auf die Leistungen der ehemaligen Verteidigungsminister zurück. Bereits Mitte der 1960er Jahre begannen die humanitären Hilfseinsätze der Bundeswehr unter Kai-Uwe von Hassel. Georg Leber bleibt als „Soldatenvater“ in Erinnerung. Den Spitznamen brachte ihm sein menschlicher Umgang mit den Angehörigen der Bundeswehr ein, bei denen er hohes Ansehen genoss.

Verteidigungsministerin von 2013 bis 2019: Ursula von der Leyen leitete eine Modernisierung der Bundeswehr ein.
Verteidigungsminister von 2011 bis 2013: Thomas de Maizière (CDUChristlich Demokratische Union) hat die Bundeswehr nach der Aussetzung der Wehrpflicht gestaltet.
Verteidigungsminister von 2009 bis 2011: Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg (CSUChristlich-Soziale Union) ebnete der Aussetzung der Wehrpflicht den Weg.
Verteidigungsminister von 2005 bis 2009: Unter Franz Josef Jung (CDUChristlich Demokratische Union) nahm die Bundeswehr an zahlreichen Einsätzen teil.
Verteidigungsminister von 2002 bis 2005: Peter Struck (SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands) formte die Bundeswehr zur Armee im Einsatz.
Verteidigungsminister von 1998 bis 2002: In die Zeit von Rudolf Scharping (SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands) fielen der Kosovo-Konflikt und die Anschläge vom 11. September 2001.
Verteidigungsminister von 1992 bis 1998: Unter Volker Rühe (CDUChristlich Demokratische Union) nahm die Bundeswehr an friedenssichernden Missionen außerhalb des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Gebietes teil.
Verteidigungsminister von 1989 bis 1992: Gerhard Stoltenberg (CDUChristlich Demokratische Union) war der erste gesamtdeutsche Verteidigungsminister.
Verteidigungsminister von 1988 bis 1989: Rupert Scholz (CDUChristlich Demokratische Union) führte die Politik der Entspannung zwischen den beiden Militärblöcken fort.
Verteidigungsminister von 1982 bis 1988: Mit Manfred Wörner (CDUChristlich Demokratische Union) übernahm ein Ex-Kampfpilot und späterer NATONorth Atlantic Treaty Organization-Generalsekretär das Amt.
Verteidigungsminister von 1978 bis 1982: Hans Apel (SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands) war der erste ungediente Verteidigungsminister. In seine Amtszeit fiel der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Doppelbeschluss.
Verteidigungsminister von 1972 bis 1978: Unter „Soldatenvater“ Georg Leber (SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands) wurde die Bundeswehr weiter vergrößert.
Verteidigungsminister von 1969 bis 1972: Helmut Schmidt (SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands) war der erste Sozialdemokrat im Amt des Verteidigungsministers.
Verteidigungsminister von 1966 bis 1969: Gerhard Schröder (CDUChristlich Demokratische Union) gehörte zu den maßgeblichen Spitzenpolitikern der frühen Bundesrepublik.
Verteidigungsminister von 1963 bis 1966: Unter Kai-Uwe von Hassel (CDUChristlich Demokratische Union) schritten der Ausbau und die allmähliche Konsolidierung der Streitkräfte voran.
Verteidigungsminister von 1956 bis 1962: Franz Josef Strauß (CSUChristlich-Soziale Union) hat die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik erheblich mitgeprägt.
Verteidigungsminister von 1955 bis 1956: Theodor Blank (CDUChristlich Demokratische Union) war Mitgründer und Namensgeber des vormaligen „Amt Blank“ und erster Verteidigungsminister.

Gerhard Stoltenberg war zur Zeit der Wiedervereinigung im Amt und übernahm am 3. Oktober 1990 die Befehls- und Kommandogewalt über die gesamtdeutschen Streitkräfte. Unter seinem Nachfolger Volker Rühe wurde die Bundeswehr schrittweise zu einer Armee im Einsatz. Mit der Unterstützung der UN-Missionen in Kambodscha, Somalia und auf dem Balkan sammelten die Streitkräfte erste Erfahrungen im Auslandseinsatz.

Neue Herausforderungen

Unter Rudolf Scharping beteiligte sich die Bundeswehr während des Kosovo-Konflikts an den NATO North Atlantic Treaty Organization-Luftangriffen gegen Serbien. Nach dem 11. September 2001 legte er den Grundstein für den deutschen Beitrag am Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Peter Struck prägte im Anschluss den viel zitierten Satz „Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt“. Er brachte zudem die „Transformation“ der Bundeswehr auf den Weg, die wohl umfassendste Reform in ihrer bisherigen Geschichte. Die deutschen Streitkräfte sollten vor allem auf Auslandseinsätze vorbereitet sein. Auch Karl-Theodor zu Guttenberg ebnete den Weg für eine einschneidende Neuerung: die Aussetzung der Wehrpflicht am 1. Juli 2011.

Thomas de Maiziére gestaltete die Bundeswehr nach der Aussetzung der Wehrpflicht. Er leitete eine Neuausrichtung der Truppe ein und erließ 2011 ein Stationierungskonzept.

Der Name Ursula von der Leyen steht für die Trendwenden Personal, Material und Finanzen zur Modernisierung der Bundeswehr sowie für die „Agenda Attraktivität“.  In von der Leyens Amtszeit begann die Bundeswehr ihren Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (ISIslamischer Staat im Irak und in Syrien). Zudem wurde mit dem Cyber- und Informationsraum ein neuer militärischer Organisationsbereich aufgestellt.

Dies sind nur einige Beispiele von vielen. Alle bisherigen Verteidigungsminister haben ihren Teil zur erfolgreichen Geschichte des Verteidigungsministeriums seit 1955 beigetragen.

Quelle: BMVg

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